Die Neoblase

Komplikationen bei dem Harnblasenersatz mit Neoblase

  • Inkontinenz tagsüber = etwa 10%
    Inkontinenz Nachts = etwa 30%
    ab dem 60. Lebensalter bei OP-Zeitpunkt werden die Ergebnisse wesentlich schlechter (altersbedingte Inkontinenz).
  • Bei Männern tritt postoperativ oft eine erektile Dysfunktion (Erektionsverlust) auf, auch wenn hier heute “Nervenschonend” operiert wird.
  • Hyperkontinenz (Verschluss der Harnröhre) in etwa 2 – 20% der Fälle werden beobachtet, die eine Katheterisierung und ggf. Nachresektionen transurethral (TUR) erforderlich machen, wenn Verwachsungen (Stenosen) auftreten. Gerade bei Neoblasen bei Frauen tritt nachfolgend ein Abknicken der Harnröhre durch den fehlenden hinteren Halt durch fehlende Anteile der Scheide und der Gebärmutter auf, die jedoch durch neue Operationstechniken unter Verwendung von Stützgewebe vermieden werden kann.
  • In 0,5 – 5,7% der Fälle wird von einer Harnsteinbildung berichtet.
  • Oft entsteht später eine Blutübersäuerung, auch hervorgerufen durch eine übermäßige Dünndarmausschaltung zur Bildung einer Neoblase.
  • Nach etwa 3 Jahren nach der Zystektomie mit Bildung einer Neobase ist der Status vom Vitamin B12 zu überprüfen und ggf. nachzuverabreichen.
  • Nachoperative Komplikationen sind zudem Darmabknickungen und entzündliche Darmerkrankungen, deren Ursache ein großes Operationsfeld, starke Blutungen und Sekretionen während und nach der OP, zu frühzeitige nachoperative feste Nahrungsaufnahme, sowie eine schlechte Wundheilung sein können.
Anlage einer „Berliner Neoblase“ bei Frauen - Bild: Detlef Höwing
Anlage einer „Berliner Neoblase“ bei Frauen – Bild: Detlef Höwing
Anlage einer „Jenaer Blase“ bei Männer - Bild: Detlef Höwing
Anlage einer „Jenaer Blase“ bei Männer – Bild: Detlef Höwin

Neue innovative Operationsmethoden für Frauen wie für Männer können das Komplikationsrisiko bei Anlage einer Neoblase verhindern.

 


Krebszeitung

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  • Das Deutsche Krebsforschungszentrum - dkfz - in Heidelberg
    dkfz

    Zwei Jahre FIT

    26. Oktober 2004

    Bis zu 40 Prozent aller Krebspatienten leiden noch lange Zeit nach Behandlung ihrer Tumorerkrankung unter Fatigue, d.h. unter anhaltender Müdigkeit mit Erschöpfung, die über eine normale Müdigkeit weit hinausgeht. Die meisten dieser Patienten fühlen sich den Anforderungen des Alltags nicht gewachsen und sind dadurch stark verunsichert.

    Das Fatigue-Telefon des Krebsinformationsdienstes KID im Deutschen Krebsforschungszentrum

    Seit September 2002 bietet der Krebsinformationsdienst KID des Deutschen Krebsforschungszentrums eine spezielle Telefon-Hotline zum Thema Fatigue, dem Erschöpfungssyndrom bei Krebserkrankungen, an.

    Jeweils montags, mittwochs und freitags von 16 bis 19 Uhr
    geben speziell geschulte Mitarbeiter am Fatigue-Telefon
    unter der Rufnummer 06221-424344 Auskunft dazu.

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  • Sonnenbaden
    Hautkrebs

    Sonnenschutz von Anfang an reduziert das Hautkrebsrisiko

    SonnenbadenBonn (sts) – Die Zahl der Hautkrebsfälle in Deutschland hat sich in den letzten zehn Jahren verdoppelt. Derzeit erkranken etwa 234.000 Menschen pro Jahr neu an einem Tumor der Haut: Rund 207.000 an einem weißen Hautkrebs (Basalzellkarzinom: 137.000, Plattenepithelkarzinom: 70.000) und etwa 28.000 am schwarzen Hautkrebs, dem malignen Melanom. Experten machen insbesondere UV-bedingte Hautschäden, die in der Kindheit und Jugend erworben wurden, für diesen Trend verantwortlich. Denn die im Vergleich zu Erwachsenen noch anders strukturierte kindliche Haut ist besonders empfindlich gegen UV-Strahlen. „Sonnenschutz muss daher bereits bei Kindern so selbstverständlich werden wie das tägliche Zähneputzen“, fordert Gerd Nettekoven, Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krebshilfe.

    Schon bevor ein Sonnenbrand sichtbar wird, können ultraviolette Strahlen der Sonne das Erbgut der Zellen in der Haut schädigen. In der Regel beseitigt ein körpereigenes Reparatursystem entstandene Schäden. Ist dieses System überlastet, verändert sich das Erbgut und die Zelle kann entarten. Hautkrebs ist die Folge.

    Kinderhaut reagiert ganz besonders empfindlich auf UV-Strahlen. Epidemiologische Studien zeigen: Jugendliche, die in ihrer Kindheit häufig der Sonne ausgesetzt waren und Sonnenbrände erlitten, weisen ein deutlich erhöhtes Risiko auf, später an Hautkrebs, insbesondere am malignen Melanom zu erkranken. Experten machen die spezifische Struktur der Kinderhaut für das erhöhte Hautkrebsrisiko verantwortlich. „Die UV-empfindlichen Stammzellen liegen bei Kindern sehr viel dichter unter der Hautoberfläche als bei Erwachsenen und sind UV-Strahlen somit stärker ausgesetzt“, erklärt Professor Dr. Eckhard Breitbart, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention (ADP). Auch bei Sonnenbränden reagiert die kindliche Haut anders als die Erwachsener. Dieses „Alarmsignal“ des Körpers tritt bei Kindern zeitverzögert auf. Die Haut ist dann bereits erheblich geschädigt. „Kinderhaut muss daher ganz besonders vor krebserregenden UV-Strahlen geschützt werden“, betont Dr. Herbert Grundhewer vom Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte.

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