Die Neoblase

Die TUR und Strahlentherapie

Die alleinige Strahlentherapie ist beim Harnblasenkarzinom durch die Gefahr der Nebenwirkung in Form einer Schrumpfblase oder einer chronischen Blasenentzündung begrenzt. Deshalb wird die Strahlentherapie in der Regel in Kombination mit einem anderen Verfahren eingesetzt. Grundsätzlich kann sie vor oder auch nach einer Operation eingesetzt werden. Am meisten bewährt hat sich eine Bestrahlung in Kombination mit einer relativ milden Chemotherapie (Cisplatin) nach einer TUR. Dabei wird, wie oben beschrieben, über eine Blasenspiegelung der Tumor oder ein Teil der Blase entfernt. Dies sollte möglichst so geschehen, dass keine mikroskopischen Tumorreste an den Schnitträndern zu sehen sind. Anschließend wird die Bestrahlung täglich über ca. 5-6 Wochen durchgeführt. In der ersten und letzten Woche der Bestrahlung erfolgt eine Chemotherapie unter stationären Bedingungen.

Die Ergebnisse hinsichtlich der Heilung und der 5-Jahres-Überlebensrate sind gegenüber der radikalen Entfernung der Blase mindestens genauso gut. Als Vorteil dieser Vorgehensweise wäre zu nennen, dass 1. die Blase erhalten werden kann, 2. Im Falle eines Verbleibs von Resttumor oder eines Wiederauftreten (Rezidiv) des Karzinoms kann dann immer noch mit guten Ergebnissen eine radikale Blasenentfernung durchgeführt werden.


Krebszeitung

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  • Lungenkrebszelle bei der Teilung Quelle: Dr. Felix Bestvater, Deutsches Krebsforschungszentrum
    Lungenkrebs
    Neuer Patienten-Informationsfilm der Deutschen Krebshilfe Bonn (gb) – Obwohl Lungenkrebs die dritthäufigste Krebserkrankung in Deutschland ist, kommt die Diagnose meist unerwartet. Für die rund 55.600 jährlich neu Betroffenen in Deutschland ist sie ein Schock, der [...mehr lesen]
  • Gliom (rote Pfeile; obere Reihe), das bereits zum Zeitpunkt der ersten Operation begonnen hatte zu entarten. Untere Reihe: Nachgewachsener, jetzt sehr bösartiger Tumor (gelber Pfeil). © Foto: M. Simon/Neurochirurgie/UKB
    Forschung

    Die Lebenserwartung von Patienten mit bösartigen Hirntumoren wie den malignen Gliomen beträgt kaum mehr als ein Jahr. Auch die intensive Forschung der vergangenen Jahrzehnte hat die Prognose nicht verbessert. In dem von der Wilhelm Sander-Stiftung geförderten Projekt will die Gruppe um Prof. Dorothee von Laer am Georg-Speyer-Haus in Frankfurt gemeinsam mit PD Dr. Gert Zimmer an der Tierärztlichen Hochschule in Hannover Viren zu Waffen für die Bekämpfung von maligenen Gliomen umrüsten.

    […mehr lesen]

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