Die Neoblase

Die TUR und Strahlentherapie

Die alleinige Strahlentherapie ist beim Harnblasenkarzinom durch die Gefahr der Nebenwirkung in Form einer Schrumpfblase oder einer chronischen Blasenentzündung begrenzt. Deshalb wird die Strahlentherapie in der Regel in Kombination mit einem anderen Verfahren eingesetzt. Grundsätzlich kann sie vor oder auch nach einer Operation eingesetzt werden. Am meisten bewährt hat sich eine Bestrahlung in Kombination mit einer relativ milden Chemotherapie (Cisplatin) nach einer TUR. Dabei wird, wie oben beschrieben, über eine Blasenspiegelung der Tumor oder ein Teil der Blase entfernt. Dies sollte möglichst so geschehen, dass keine mikroskopischen Tumorreste an den Schnitträndern zu sehen sind. Anschließend wird die Bestrahlung täglich über ca. 5-6 Wochen durchgeführt. In der ersten und letzten Woche der Bestrahlung erfolgt eine Chemotherapie unter stationären Bedingungen.

Die Ergebnisse hinsichtlich der Heilung und der 5-Jahres-Überlebensrate sind gegenüber der radikalen Entfernung der Blase mindestens genauso gut. Als Vorteil dieser Vorgehensweise wäre zu nennen, dass 1. die Blase erhalten werden kann, 2. Im Falle eines Verbleibs von Resttumor oder eines Wiederauftreten (Rezidiv) des Karzinoms kann dann immer noch mit guten Ergebnissen eine radikale Blasenentfernung durchgeführt werden.


Krebszeitung

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  • Bildanalyse-Software zur computerunterstützen Erkennung veränderter Muttermale in Digitalfotos - Quelle: Datinf® GmbH
    Hautkrebs

    Bildanalyse-Software zur computerunterstützen Erkennung veränderter Muttermale in Digitalfotos - Quelle: Datinf® GmbHTübingen. Die auf Bildverarbeitung spezialisierte Datinf GmbH aus Tübingen hat die Software MoleExpert Home als Hilfsmittel für die Muttermal-Selbstuntersuchung entwickelt. Eine regelmäßige Selbstkontrolle zur Vorsorge des Schwarzen Hautkrebses (Melanom) empfehlen Hautärzte ihren Patienten.

    Mit MoleExpert Home ist ab sofort eine Bildanalyse-Software zur computerunterstützen Erkennung veränderter Muttermale in Digitalfotos erhältlich, wie sie von Hautärzten bereits seit einigen Jahren verwendet wird. Benötigt werden ein Ausgangsbild und ein einige Monate später aufgenommenes Verlaufsbild der gleichen Körperregion.

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  • Ärzte der Frankfurter Universitätsklinik bei der minimalinvasiven Lobektomie mithilfe des Da-Vinci-Systems
    Lungenkrebs

    Ärzte der Frankfurter Universitätsklinik bei der minimalinvasiven Lobektomie mithilfe des Da-Vinci-SystemsBetroffene profitieren von der sehr effektiven und zugleich schonenden Methode. Nach Abschluss der Entwicklungsphase lernen internationale Mediziner am Uniklinikum.An der Frankfurter Uniklinik wurde ein europaweit einmaliges, wegweisendes Operationsverfahren entwickelt, um Lungenkrebs zu behandeln. Von dieser onkologischen Diagnose sind jedes Jahr neu etwa 50.000 Menschen in Deutschland betroffen.

    Bei der so genannten Lobektomie, also der Freilegung und Entfernung großer Gewebelappen, werden minimalinvasiv durch kleinstmögliche Zugänge in den Oberkörper befallene Lungenteile reseziert und geborgen. Daher ist diese Operation für Patienten um ein Vielfaches schonender als die bisherigen konventionell-chirurgischen Eingriffe.

    Mediziner aus ganz Europa kommen nach Frankfurt, um in dem Verfahren geschult zu werden. Bis heute ist die Uniklinik in Europa das einzige Haus, das die neuartige Methode anwendet. Die Entwicklung der Lungenlappenentfernungen dauerte 12 Jahre. Der Durchbruch kam 2011 mit der Verwendung der Da-Vinci-Methode. Die Entwicklungsphase ist nun abgeschlossen, sodass das Verfahren in die reguläre Anwendung geht. Es kann derzeit in Frankfurt schon rund 35 Patienten im Jahr zur Verfügung stehen.

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