Die Neoblase

Chemotherapie

Die alleinigen Chemotherapiekonzepte mit mehreren Chemotherapeutika sind sehr nebenwirkungsreich, können heutzutage jedoch mit anderen Medikamentengaben abgemildert werden. Besonders wirkungsvoll hat sich eine Kombination aus Cisplatin und Gemcitabine für die Erstbehandlung herausgestellt. Mildere Konzepte stehen jedoch auch zur Linderung bei sehr weit fortgeschrittenen Stadien zur Verfügung. Dann wird meist nur ein Chemotherapeutikum eingesetzt.

Seit letztem Jahr steht für Patienten, bei denen eine Chemotherapie zunächst erfolglos war, Vinflunin als weiteres Chemotherapeutikum zur Verfügung. Dieses Medikament gilt als Zweitlinientherapie, wenn die Patienten auf eine Platin-haltige Therapie nicht oder nicht mehr ansprechen.


Krebszeitung

--Download Die Neoblase als PDF-Datei --


  • BU: Computergenerierte Darstellung eines Parvovirus H1, Antonio Marchini, Deutsches Krebsforschungszentrum
    dkfz

    Wachsen Prostatakrebszellen trotz des Entzugs männlicher Geschlechtshormone, so ist die Erkrankung nur noch schlecht unter Kontrolle zu halten. In der aktuellen Ausgabe des International Journal of Cancer (IJC) beschreiben japanische Forscher eine Virustherapie als mögliche Behandlungsoption für dieses Krebsstadium. Weitere Themen im aktuellen Heft: neu entdeckte Erbgutveränderungen beim Lynch-Syndrom sowie der Einfluss des Wachstumsfaktors PDGF bei der Entstehung von Hirntumoren. Die Druckversion des IJC 124 (10) erschien am 15. Mai.

    Die neue Ausgabe des International Journal of Cancer

    Prostatakrebs spricht zu Beginn fast immer gut auf Entzug der männlichen Geschlechtshormone (Androgene) an. Mit der Zeit jedoch beginnt ein Teil der Tumorzellen, trotz der Androgenblockade zu wachsen. Damit verliert eine der wichtigsten Behandlungsmöglichkeiten ihre Wirksamkeit.

    An der Universität Osaka ließen Yoshifumi Kawaguchi und Kollegen hormonunabhängig wachsende Prostatakrebs-Zelllinien des Menschen in Mäusen zu Tumoren heranwachsen. In diese Tumoren injizierten die Forscher das Sendaivirus HVJ-E. Die Viren regten in den Krebszellen die Bildung des Immunbotenstoffs Interferon an, wodurch die Krebszellen in den programmierten Zelltod (Apoptose) getrieben wurden. Nach dieser Behandlung waren 85 Prozent der Mäuse tumorfrei. Die Autoren zeigten, dass das Virus HVJ-E bevorzugt hormonunabhängig wachsende Prostatakrebszellen infiziert, Zellen aus gesundem Prostatagewebe werden durch die Behandlung kaum geschädigt. Die Forscher planen nun klinische Studien, um die Methode genauer zu prüfen.

    […mehr lesen]

  • Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt - Quelle: ddp
    Gesundheitspolitik

    Notwendigkeit weiterer struktureller Reformen Deutschland hat ein modernes und leistungsfähiges Gesundheitswesen, das allen Bürgerinnen und Bürgern Zugang zu einer hochwertigen Gesundheitsversorgung und zugleich rund 4,2 Millionen Beschäftigten und Selbständigen Arbeitsplätze bietet. Im internationalen Vergleich ist das deutsche Gesundheitswesen wettbewerbsfähig, und die Qualität der Gesundheitsversorgung wird hierzulande als hoch eingeschätzt. Allerdings belegen nationale Studien und internationale Vergleiche auch, dass die Mittel zur Gesundheitsversorgung nicht überall effizient eingesetzt werden, so dass es auch zu Über- und Unterversorgung kommt, die Qualität der Versorgung erheblich variiert und Ressourcen nicht nur an den Schnittstellen suboptimal eingesetzt werden.

    […mehr lesen]

Google News – Gesundheit