Die PDD mit Hexvix während der TUR-B

Chemazeichnung der TUR-B
Chemazeichnung der TUR-B

Chemazeichnung der TUR-BPDD bedeutet Photo Dynamische Diagnostik und wird auch als fluoreszenzgestützte Diagnostik bezeichnet.

Die Photodynamische Diagnostk (PDD) unter OP-Bedingungen wird bereits bei der ersten TUR-B empfohlen, um ausschließen zu können, dass tumorverdächtiges Gewebe in der Harnblase verbleibt.

HEXVIX® ist im Moment das einzige zugelassene Arzneimittel für die photodynamische Diagnostik (PDD), um Harnblasentumoren besser sichtbar zu machen und bei einer transurethralen Resektion festzustellen, ob ein Tumor vollständig entfernt wurde.

Entwickelt zur besseren Erkennung von Harnblasenkrebs, insbesondere dem Carcinoma in situ (Cis), kann die PDD auch kleinste Tumoren nachweisen, die mit dem Standard-Weißlicht- Verfahren allein unter Umständen nicht gesehen werden.

Nach der Instillation (Einbringen in die Harnblase) wird HEXVIX® in ein photoaktives Porphyrin umgewandelt, welches sich in rasch vermehrenden Zellen (z.B. Tumoren) anreichert. Unter Blaulicht fluoreszieren diese Zellen rot.

Hexvix-Zystoskopie

Dieses Phänomen macht die PDD zu einer hochsensitiven diagnostischen Methode. Die zusätzliche PDD im Vergleich zur alleinigen Standard-Weißlicht-TUR-B hat folgende Vorteile:

  • Nachweis von 30 % mehr Patienten mit Harnblasenkrebs
  • Nachweis von 67 % mehr Cis- Tumoren
  • Bessere Behandlung jedes fünften Patienten mit nachgewiesenem Harnblasenkrebs

Die PDD wird in Verbindung mit Zystoskopen (Endoskopen) eingesetzt, die mit Filtern ausgerüstet sind, die sowohl eine Standard-Weißlicht- Ansicht als auch eine Blaulicht-Fluoreszenz- Ansicht des Harnblasengewebes im Wechsel erlauben. Das Verfahren ist mit keinen zusätzlichen Komplikationen verbunden. Darüber hinaus empfehlen die EAU-Richtlinien (Europäischen Leitlinien zum Harnblasenkrebs) die Anwendung der Fluoreszenz-gestützten TUR-B.

Eine Studie der Charité konnte die Wirksamkeit und die bessere Sichtbarkeit von Tumoren der Harnblase während der TUR-B (transurethrale Resektion der Blase) unter Fluoreszenzbedingungen zeigen. Es erwies sich zusätzlich, dass sich klare Vorteile bei Zuhilfenahme von modernen Kamerasystemen bei der besseren Sichtbarkeit von Tumoren der Harnblase ergeben – sowohl unter Weißlicht, als auch unter Fluoreszenzbedingungen.

Autor: Detlef Höwing

Fotos und Video von Detlef Höwing

Interview mit Dr. med. Jörg Neymeyer, Urologie der Charirté

Neoadjuvante Therapie beim invasiven Harnblasenkrebs


Krebszeitung

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  • Neuerkrankungsrate Harnblasenkrebs 2004 - Bild: Detlef Höwing
    Harnblasenkrebs

    Neuerkrankungsrate Harnblasenkrebs 2004 - Bild: Detlef Höwing Laut Schätzungen des Robert-Koch-Instituts erkrankten in Deutschland im Jahr 2004 etwa 28.750 Menschen neu an Harnblasenkrebs und 6.194 Menschen starben an dieser Krebsart. Das sind etwa 4.000 Erkrankte mehr, als zur Jahrtausendwende. Damit ist der Krebs der Harnblase (Urothelkarzinom) nach dem Prostatakrebs die zweithäufigste urologische Krebsart bei Männern und liegt bei Frauen noch vor dem Gebärmutterhalskrebs. Bei einem drittel der neu Erkrankten ist bei der Erstdiagnose der Krebs bereits in ein invasives Wachstumsstadium eingetreten und damit schwer oder gar nicht mehr behandelbar. Trotz dieser alarmierenden Zahlen ist in der Öffentlichkeit wenig über diese Krebsart bekannt.

    Die Risiken zu erkranken

    Harnblasenkrebs ist eine Krebsart, die oft bei solchen Menschen auftritt, die während ihres Lebens häufig mit krebserregenden Stoffen zu tun hatten. Dabei kann der Zeitpunkt bis zum Ausbruch der Krankheit Jahrzehnte zurückliegen. Leider wissen immer noch zu wenige Menschen über die Risiken Bescheid, die zu Harnblasenkrebs führen können.

    Der wichtigste Risikofaktor für Blasenkrebs ist das langjährige Rauchen. Ein erhöhtes Risiko für Blasenkrebs haben wegen des häufigen Umgangs mit krebsauslösenden Substanzen außerdem:

    • Industrie- und Bauarbeiter,
    • Beschäftigte, die mit Teerprodukten in Kontakt kommen,
    • Berufskraftfahrer und Tankstellenbedienstete,
    • Feuerwehrleute,
    • Druckereibeschäftigte,
    • Maler, Lackierer,
    • Beschäftigte der Kunststoff- Ver- bzw. Bearbeitung,
    • Frisöre.

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