DVD „Strahlentherapie“ informiert und nimmt Ängste

Abb. a: Symptomatische Pneumonitis vier Wochen nach Strahlentherapie eines Lungenkarzinoms mit 60 Gy. Abb. b: Fibrotische Residuen sechs Monate nach Strahlentherapie.

Bonn (jft) – Man kann sie nicht sehen, nicht riechen, nicht spüren, doch viele krebskranke Menschen verdanken den Strahlen ihr Leben. Denn die Strahlentherapie ist Standard in der modernen Krebsbehandlung. Fast jeder zweite Krebs-Patient benötigt im Rahmen seiner Therapie eine Bestrahlung. Die Deutsche Krebshilfe hat in ihrer Reihe „Die blaue DVD“ nun einen Patienten- Informationsfilm „Strahlentherapie“ veröffentlicht. Betroffene und Angehörige berichten darin von ihren Erfahrungen mit dieser Form der Therapie. Ärzte und Wissenschaftler erklären anschaulich, wie Strahlen bösartige Krebszellen zerstören und welche Nebenwirkungen dabei auftreten können. Der Film kann ab sofort kostenlos bei der Deutschen Krebshilfe angefordert werden.

„Ich habe gemerkt, dass ich während der Bestrahlungszeit wieder aktiver geworden bin“, so Heike L., Brustkrebs-Patientin. Nach Chemotherapie und brusterhaltender Operation wird die 44-Jährige mit einer Strahlentherapie an der Universitätsklinik Düsseldorf behandelt. Dennoch: „Man ist anfangs unangenehm berührt, weil man gar nicht genau weiß, was bei der Bestrahlung genau passiert. Man kann die Strahlen nicht spüren, riechen und schmecken. Da ist nur dieser Summton, der mir signalisiert, dass die Strahlen jetzt erzeugt werden.“

Professor Dr. Peter Herschbach, Psychoonkologe am Universitätsklinikum rechts der Isar in München, versteht die Sorgen der Patienten: „Viele Betroffene stehen der Bestrahlung zunächst misstrauisch oder sogar ablehnend gegenüber. Sie wissen zwar, dass die Strahlen einen Tumoren verkleinern und vernichten. Sie wissen aber auch, dass diese Strahlen Nebenwirkungen verursachen. Dies verunsichert und belastet viele Patienten.“

Diese Ängste möchte der neue Patienten-Informationsfilm „Strahlentherapie“ der Deutschen Krebshilfe verringern. Neben dem Hauptfilm befinden sich auf der DVD auch zahlreiche Bonusfilme zu Themen wie Klinische Studien, Patienten und Ärzte als Partner, Chronische Müdigkeit bei Krebs, Lach-Yoga und Ernährung bei Krebs. Die DVD wurde im Auftrag der Deutschen Krebshilfe von FocusTV, München, produziert.

Weitere Informationen erhalten Interessierte auch in der Broschüre „Strahlentherapie“ aus der Reihe „Die blauen Ratgeber“. Diese und viele weitere Titel sind kostenlos erhältlich bei der Deutschen Krebshilfe, Postfach 1467, 53004 Bonn, unter der Telefonnummer 02 28/ 7 29 90-0 und unter www.krebshilfe.de. Darüber hinaus sind DVD-Ratgeber über Darmkrebs, Prostatakrebs, Fatigue, Hautkrebs, Palliativmedizin und Hodgkin Lymphom verfügbar.

Die Deutsche Krebshilfe e.V. finanziert ihre Aktivitäten ausschließlich aus freiwilligen Zuwendungen der Bevölkerung. Sie erhält keine öffentlichen Mittel. Spendenkonto: 82 82 82 bei der Kreissparkasse Köln (BLZ 370 502 99).

Hintergrund-Informationen: Krebs in Deutschland
Nach Angaben des Robert Koch-Instituts erkranken in Deutschland jährlich 450.000 Menschen neu an Krebs, 216.000 starben im Jahr 2009 an den Folgen dieser Erkrankung. Brustkrebs, Darmkrebs und Lungenkrebs sind die häufigsten Krebsarten bei Frauen. Männer erkranken besonders häufig an Prostatakrebs, Darmkrebs und Lungenkrebs. Experten schätzen, dass rund zwei Drittel aller Krebskrankheiten durch Verzicht auf das Rauchen, gesunde Ernährung, Sport und einen vorsichtigen Umgang mit der Sonne vermieden werden könnten. Früh erkannt, haben viele Krebserkrankungen eine große Heilungschance.

Pressemitteilung Deutsche Krebshilfe e. V.


Krebszeitung

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  • Sonnenanbeterin
    Hautkrebs

    Ohne hinreichenden UV-Schutz entstehen beim Sonnenbaden erhebliche Strahlenbelastungen, die zu Hautkrebs führen können.Nach dem langen Winter freuen sich viele auf die Frühlingssonne. Die Straßencafés sind vollbesetzt. Auf Wiesen und in Stadtparks sieht man Sonnenhungrige, die sich in der Wärme entspannen. Doch die intensive Sonnenscheindauer birgt auch Gefahren, die man nicht unterschätzen sollte. „Im Frühjahr ist die Haut besonders gefährdet, da sie sich erst langsam an die Sonne gewöhnen muss“, sagt Werner Nording, Pressesprecher des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS). „Auch wer solariengebräunt ist, hat durch die in Solarien veränderte Zusammensetzung der UV-Strahlen keinen Eigenschutz erworben. Man muss unbedingt eine Sonnencreme mit entsprechendem Lichtschutzfaktor verwenden, körperbedeckende Kleidung tragen oder sich besser noch im Schatten aufhalten. Langfristig kann übertriebenes Sonnenbaden zu vorzeitiger Hautalterung und Hautkrebs führen.“

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  • Kongress - pixabay
    DGU-Kongress 2013

    DGU und europäische Grundlagenforscher tagen unter einem Dach

    International und wissenschaftlich ausgerichtet: So präsentiert sich der 65. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Urologie e.V. (DGU) vom 25. bis 28. September 2013 in der Messe Dresden. Rund 7000 Teilnehmer werden zum weltweit drittgrößten Urologen-Kongress erwartet, der erstmals gemeinsam mit der Jahrestagung der europäischen urologischen Grundlagenforscher, der „EAU Section of Urological Research“ (ESUR), stattfindet und die Tumorerkrankungen von Harnblase, Nieren, Prostata und Hoden in den Mittelpunkt stellt.

    „Die gemeinsame Tagung von DGU und ESUR bietet eine große Chance, den Dialog an der Schnittstelle zwischen Klinik und Labor zu fördern und damit Innovationskraft und Fortschritt zu erzeugen“, sagt DGU- und Kongresspräsident Prof. Dr. Michael Stöckle. Medizinischer Fortschritt im Kampf gegen Krebs steht dabei an vorderster Stelle, denn Urologen behandeln rund ein Viertel der Krebserkrankungen in Deutschland. Neue Tumormarker, individualisierte Krebstherapien und die risikoadaptierte Tumornachsorge werden in Dresden ebenso thematisiert wie die PSA-gestützte Früherkennung des Prostatakarzinoms. „Ziel ist es, die hitzige fachliche und öffentliche Debatte um den PSA-Test in eine sachliche Diskussion im Klima gegenseitigen Vertrauens zu überführen“, so der Direktor der Klinik für Urologie und Kinderurologie am Universitätsklinikum des Saarlandes. Experten aus der Urologie, dem Bereich der Prostatakrebs-Selbsthilfe und aus dem Gesundheitswesen werden den Diskurs in Dresden aufnehmen.

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