„Ein Vorbild für Universitätskliniken in Deutschland“

Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt - Quelle: ddp
Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt - Quelle: ddp

Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt besuchte die neue Medizinische Universitätsklinik Heidelberg / „Nationales Centrum für Tumorerkrankungen ist ein wegweisendes Projekt“. Als ein Vorbild für die Universitätskliniken in Deutschland hat Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt die neue Medizinische Universitätsklinik Heidelberg bezeichnet. Bei ihrem Besuch des Klinikneubaus am Mittwoch, dem 13. Oktober 2004, zeigte sie sich beeindruckt von der modernen, freundlichen Atmosphäre des Gebäudes und der hochwertigen medizinischen Versorgung. Besonders hob sie die interdisziplinäre, gut organisierte Zusammenarbeit der Fachdisziplinen in Krankenversorgung, Forschung und Lehre hervor.

In dem „Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen“ (NCT), einem Gemeinschaftsprojekt des Klinikums mit dem Deutschen Krebsforschungszentrum, der Deutschen Krebshilfe und der Thoraxklinik Heidelberg, sieht die Ministerin ebenfalls ein für Deutschland wegweisendes Projekt. Im Mittelpunkt des NCT steht eine interdisziplinäre Tumorambulanz als zentrale Anlaufstelle für alle Krebspatienten. Dass Patienten mit Tumorleiden bereits bei der Aufnahme gemeinsam von den hochqualifizierten Spezialisten gesehen würden, erlaube eine zielgenaue Behandlung, sagte die Ministerin. Die dadurch verbesserte Qualität und Organisation der Krankenversorgung nutze nicht nur dem Patienten, sondern könne auch Kosten sparen.

Die Ministerin war auf Einladung des Heidelberger Bundestagsabgeordneten Lothar Binding und des Geschäftsführenden Direktors, Professor Dr. Wolfgang Herzog, zu Besuch in der Medizinischen Klinik. In einem Gespräch mit dem Leitenden Ärztlichen Direktor, Professor Dr. Eike Martin, der Kaufmännischen Direktorin, Irmtraut Gürkan, und dem Dekan der Medizinischen Fakultät, Professor Dr. Claus Bartram, informierte sie sich über den Stand wichtiger Projekte im Klinikum und besichtigte neue Versorgungseinrichtungen in der Klinik. Am Abend stand sie auf Einladung des Bundestagsabgeordneten Vertretern aus dem Gesundheitswesen der Rhein-Neckar-Region sowie Mitarbeitern des Klinikums zu aktuellen gesundheitspolitischen Fragen Rede und Antwort.

Pressemitteilung Universitätsklinikum Heidelberg


Krebszeitung

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  • Humane Papillomviren (HPV) - Quelle: Dana Holzinger, DKFZ
    dkfz

    Humane Papillomviren (HPV) - Quelle: Dana Holzinger, DKFZPatienten mit Krebserkrankungen im Mund-Rachenraum haben eine günstigere Prognose, wenn ihr Tumor durch humane Papillomviren verursacht ist. Wissenschaftler im Deutschen Krebsforschungszentrum und im Universitätsklinikum Heidelberg identifizierten nun Biomarker, mit denen sie die Krebsfälle mit günstigem und ungünstigem Verlauf voneinander unterscheiden können. Die beiden Formen der Erkrankung können möglicherweise unterschiedlich therapiert werden.
     
    Etwa ein Viertel der Krebserkrankungen des Mund-Rachen-Raums geht auf eine Infektion mit humanen Papillomviren (HPV) zurück. In erster Linie ist der Virustyp HPV16 beteiligt, auf dessen Konto auch rund 60 Prozent aller Fälle von Gebärmutterhalskrebs gehen. Patienten mit Mund-Rachen-Tumoren, die durch HPV verursacht sind, haben eine bessere Überlebensprognose als Betroffene, in deren Tumor der Erreger nicht gefunden wird. Diese Form der Erkrankung gilt größtenteils als alkohol- und tabakbedingt.

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  • Hautnah betrachten - Hautkrebs früh erkennen - Quelle: Patientenratgeber der Deutschen Krebshilfe
    Deutsche Krebshilfe

    Hautnah betrachten - Hautkrebs früh erkennen - Quelle: Patientenratgeber der Deutschen Krebshilfe

    Berlin – Am 1. Juli 2008 startet das Angebot einer neuen Krebs-Früherkennungsuntersuchung: Alle gesetzlich Versicherten ab dem Alter von 35 Jahren haben dann alle zwei Jahre Anspruch auf eine qualitätsge­sicherte kostenlose Hautkrebsuntersuchung. „Die Einführung dieses Screenings ist eine große Chance im Kampf gegen den Hautkrebs“, be­tonte Professor Dr. Dagmar Schipanski, Präsidentin der Deutschen Krebshilfe. In Deutschland befinden sich derzeit mindestens 870.000 Hautkrebs-Patienten in medizinischer Behandlung. Seit 1980 hat sich die jährliche Neuerkrankungsrate für das maligne Melanom (.schwarzer Haut­krebs‘) verdreifacht. Bei Basalzellkarzinom und Spinozellulärem Karzinom (.heller Hautkrebs‘) treten heute sechs bis neun Mal mehr Neuerkrankun­gen auf als vor 35 Jahren. Die Ursache: ein geändertes Freizeitverhalten mit Sonnenurlauben rund um das Jahr sowie häufige Solarienbesuche. „Bisher hatte keine Generation ein so hohes Hautkrebsrisiko wie die der heute 35-Jährigen“, erklärte Professor Dr. Eckhard Breitbart, zweiter Vor­sitzender der Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention (ADP).

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