Ein wichtiger Fortschritt bei Darmkrebs

Studienleiter Dr. Siegfried Shah (links) bei der Bildauswertung: Potenziell befallene Lymphknoten werden während der Operation mit einem Farbstoff und einer Spezialkamera sichtbar gemacht - © V. Daum / Bergmannsheil

Ein französisches Konsortium von klinischen Ärzten, Forschern und Biologen aus verschiedenen Zentren führte im Rahmen des CIT-Programms (Cartes d’Identité des Tumeurs – Identitätskarten für Tumore) der Liga gegen Krebs eine Genom-Studie durch, bei der Darmkrebs-Tumore von 566 Patienten untersucht wurden. Die Ergebnisse wurden in der internationalen Fachzeitschrift PLoSMedicine veröffentlicht.

Durch die Analyse des Transkriptoms dieser Kohorte – die auf klinisch- pathologischer Ebene umfassend beschrieben wurde – gelang dem Konsortium auf der Grundlage der genomischen Veränderungen und der Signalwege, die mit einer Signatur der Genexpression verbunden sind, eine genaue molekulare Klassifizierung der Darmkrebserkrankungen in sechs Untergruppen.

Für jede dieser sechs Untergruppen gibt es unterschiedliche Prognosen. Diese Klassifizierung wurde an einer unabhängigen Gruppe von 1.181 Darmkrebs-Patienten bestätigt. Das nächste Ziel ist nun, die Signatur jeder Untergruppe auch auf andere Reihen von Darmtumoren anzuwenden. Auf diese Weise soll ein Diagnoseinstrument entwickelt werden, das routinemäßig übertragbar ist, um so die Prognosen zu verbessern und die Therapien besser anpassen zu können.

Kontakt:

– Pr. Pierre Laurent-Puig, UMRS775 – E-Mail: Pierre.laurentpuig@parisdescartes.fr– Tel.: +33 1 42 86 20 81

– Dr. Aurélien de Reyniès, CIT-Programm– E-Mail: reyniesa@ligue- cancer.net– Tel.: +33 1 53 55 25 12

Quelle: Pressemitteilung des Inserm – 23.05.2013 – http://presse-inserm.fr /une-avancee-majeure-dans-le-cancer-du-colon/8243/

Redakteur: Louis Thiebault, louis.thiebault@diplomatie.gouv.frhttp://www .wissenschaft-frankreich.de

Pressemitteilung Wissenschaftliche Abteilung, Französische Botschaft in der Bundesrepublik Deutschland, Marie de Chalup

Brustimplantate – ist eine Mammographie möglich?


Krebszeitung

--Download Ein wichtiger Fortschritt bei Darmkrebs als PDF-Datei --


  • Prof. Dr. Arnulf Stenzl und Prof. Dr. Schlemmer während der Pressekonferenz
    Röntgenkongress 2009

    Prof. Dr. Arnulf Stenzl und Prof. Dr. Schlemmer während der PressekonferenzBerlin, Mai 2009 – „Wir brauchen die Radiologen in allen Diagnose- und Behandlungsphasen des Prostatakarzinoms“, resumiert Prof. Stenzl und unterstreicht damit die Wichtigkeit der Zusammenarbeit beider Disziplinen bei der Bekämpfung dieser häufigen und gefährlichen Krebserkrankung. „Bildgebung ist der Schlüssel für die Behandlung des Prostatakarzinoms“, sagte Prof. Dr. Arnulf Stenzl, Ärztlicher Direktor der Tübinger Universitätsklinik für Urologie. Während der Pressekonferenz, anlässlich des 90. Deutschen Röntgenkongress erklärte er, welche bildgebenden Verfahren in den verschiedenen Krankheitsstadien zum Einsatz kommen.

    […mehr lesen]

  • T-Lymphozyten sind Zellen des Immunsystems, die Krebszellen zerstören können. Ihre Aktivität spiegelt sich in der Grafik wider, die im rechten Teil den vermehrten Tod der Tumorzellen anzeigt. (Bild Matthias Wölfl)
    dkfz

    Mit welchen molekularen Botschaften kann man Tumorzellen zum Rückzug bewegen? Forscher des Pathologischen Instituts am Universitätsklinikum Heidelberg und des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) haben Signalketten entschlüsselt, die das Selbstmordprogramm von Tumorzellen beeinflussen und neue Ansatzpunkte für eine Therapie aufzeigen. Für seine Arbeiten zu diesem Thema erhielt Privatdozent Dr. Wilfried Roth, Leiter einer von der Deutschen Krebshilfe geförderten Nachwuchsgruppe am DKFZ und Pathologischen Institut, den mit 5.000 Euro dotierten Rudolf-Virchow-Preis. Die Auszeichnung wurde bei der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Pathologie vom 4. – 7. Juni 2009 in Freiburg verliehen.

    […mehr lesen]

Google News – Gesundheit