Entwicklung einer neuen Immuntherapie bei Leukämie

In Leukämiezellen (hier lila) wird durch das neue Medikament der Signalweg zum natürlichen Absterben wieder freigemacht. Foto: Universitätsklinikum Ulm
In Leukämiezellen (hier lila) wird durch das neue Medikament der Signalweg zum natürlichen Absterben wieder freigemacht. Foto: Universitätsklinikum Ulm

Neuherberg/München, 01.07.2008. Am 1. Juli starten Dr. Angela Krackhardt und ihr Team am Helmholtz Zentrum München ein Forschungsprojekt zur Entwicklung einer neuen Immuntherapie für die Behandlung der chronisch lymphatischen Leukämie (CLL). Dabei spielen die im Blutsystem enthaltenden T-Zellen die Hauptrolle. T-Zellen sind sehr wirksame Werkzeuge des Immunsystems, die insbesondere in der körpereigenen Abwehr nicht nur von Virus-, sondern auch von Krebserkrankungen von enormer Bedeutung sind.

Carreras Leukämie-Stiftung fördert Entwicklung einer neuen Immuntherapie am Helmholtz Zentrum München

Ziel dieses Projekts ist es, bestimmte Tumor-Eiweiße als Zielscheibe zu identifizieren, auf die die T-Zellen abgerichtet werden können. Dazu werden kleine Eiweißmoleküle von den Leukämiezellen abgelöst und identifiziert. Anschließend werden T-Zellen eines fremden Spenders gewonnen und im Labor speziell gezüchtet.

Die fremden T-Zellen erkennen gezielt das fremde Hauptgewebemerkmal in Zusammenhang mit dem speziellen Tumor-Eiweiß mit Hilfe ihrer sogenannten T-Zell-Rezeptoren. Diese T-Zell-Rezeptoren können auf zuvor entnommene eigene Blutzellen des Patienten übertragen werden. Nach Rückgabe dieser veränderten Blutzellen in den Patienten können sie die Leukämie effektiv bekämpfen. Durch diese Art der Therapie wird gesundes Gewebe weitgehend verschont.

Die Deutsche José Carreras Leukämie-Stiftung fördert das Projekt mit 98.800 Euro.

Über die Deutsche José Carreras Leukämie-Stiftung

Der spanische Tenor gründete 1995 die Deutsche José Carreras Leukämie-Stiftung e.V. – aus Dankbarkeit dafür, dass er selbst seine Leukämie-Erkrankung nach einer Stammzelltransplantation überwunden hat. Die Stiftung förderte bislang über 600 Projekte. Dazu gehören die Förderung von Wissenschaft und Forschung, die Finanzierung von Strukturmaßnahmen, wie zum Beispiel der Bau von Transplantationseinheiten, Tageskliniken oder Rehabilitationszentren, und die Unterstützung von Selbsthilfegruppen und Elterninitiativen. Weitere Informationen und Einblicke in die Projekte gibt es unter www.carreras-stiftung.de.

Kontakt:

Anne Rein,
Deutsche José Carreras Leukämie-Stiftung e. V.,
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Tel: 089 / 272 904 – 40,
E-Mail: presse@carreras-stiftung.de

Heinz-Jörg Haury,
Helmholtz Zentrum München – Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt (GmbH), Kommunikation

Tel.: 089-3187-2460,
E-Mail: presse@helmholtz-muenchen.de

Neuherberg, 1. Juli 2008

Pressemitteilung Helmholtz Zentrum München – Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt, Michael van den Heuvel


Krebszeitung

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  • Humane Papillomviren (HPV) - Quelle: Dana Holzinger, DKFZ
    Gebärmutterhalskrebs

    Jede fünfte Frau bis 30 Jahre ist mit einem HPV-Virus eines Hochrisiko- Typs infiziert. Dies zeigen zwei Studien mit über 10.000 Frauen, die die frauenärztliche Praxis zu einer Routineuntersuchung aufgesucht haben. Im Alter zwischen 20 und 22 Jahren war sogar jede Vierte mit diesen gefährlichen Virus-Typen infiziert.

    Diese Zahlen entsprechen den Zahlen aus anderen westlichen Industriestaaten. Die meisten dieser Infektionen heilen folgenlos aus. Aber in manchen Fällen nistet sich das Virus ein, führt zu Gewebsveränderungen im Gebärmutterhals bis hin zur Krebserkrankung. Bis heute sterben über 1.500 Frauen in Deutschland pro Jahr an den Folgen dieser Infektion.

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  • Kongress - pixabay
    DGU-Kongress 2013

    Dresden. Das Ziel ist hoch gesteckt: Deutschlands Urologen wollen die seit Jahren hitzige öffentliche Debatte um den sogenannten PSA-Test zur Früherkennung von Prostatakrebs in eine sachliche Diskussion überführen. Zu diesem Zweck veranstaltet die Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V. (DGU) anlässlich ihrer 65. Jahrestagung in Dresden eine Expertenrunde auf höchster Ebene. DGU-Pressesprecherin Prof. Dr. Sabine Kliesch lädt die Medienvertreter ausdrücklich zu dem Öffentlichkeitsforum am 26. September 2013, 13.00 bis 14.45 Uhr in der Messe Dresden ein.

    „Wir wollen die aufgeheizte Situation beruhigen und mithilfe hochrangiger Pro- und Contra-Vertreter eine neue Debatte über den adäquaten Umgang mit der PSA-gestützten Früherkennung des Prostatakarzinoms auf der Grundlage aktueller Erkenntnisse initiieren“, sagt DGU- und Kongresspräsident Prof. Dr. Michael Stöckle. Dazu gehöre es auch, jüngste Entwicklungen in den USA zu thematisieren, wo man von einer generellen Screening-Empfehlung für Männer zwischen 50 – 75 Jahren abgerückt ist. Die Dresdener Runde ist prominent besetzt und verspricht einen konstruktiven Diskurs: Vor Ort treffen die PSA-Kritiker Dr. Klaus Koch vom Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen und Dr. Bernhard Egger aus dem GKV-Spitzenverband auf die PSA-Befürworter Prof. Dr. Peter Albers, Urologe und Vizepräsident der Deutschen Krebsgesellschaft, und Prof. Dr. Franz Recker, Prostatakrebs-Experte aus der Schweiz. Der Bundesverband Prostatakrebs Selbsthilfe (BPS) ist mit seinem stellvertretenden Vorsitzenden, Paul Enders, vertreten. 

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