Ersatzkassen weiten Versorgung mit innovativer Krebstherapie aus

Krankenkassen - pixabay
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Vereinbarung zur Protonentherapie mit Uniklinik Carl Gustav Carus Dresden geschlossen

Berlin – Versicherte der Ersatzkassen Techniker Krankenkasse (TK), BARMER GEK, DAK-Gesundheit, KKH Kaufmännische Krankenkasse und Handelskrankenkasse (hkk) können sich ab sofort bei bestimmten schweren Krebserkrankungen auch in Sachsen mit Protonentherapie behandeln lassen. Dies regelt ein Vertrag des Verbandes der Ersatzkassen e. V. (vdek) mit dem Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden.

Die neuartige Strahlenbehandlung kommt insbesondere Patienten mit Tumoren in empfindlichen Geweberegionen zugute, wie zum Beispiel Kopf, Becken oder Wirbelsäule. Profitieren können von der Behandlung vor allem Betroffene, deren Erkrankung anderweitig nur schwer therapierbar ist. Auch für Kinder mit seltenen Krebserkrankungen kann die Bestrahlung mit Protonen eine Therapiealternative darstellen.

„Den Versicherten der Ersatzkassen neue, innovative aber auch sichere Behandlungsmethoden anzubieten, ist uns ein besonders wichtiges Anliegen. Wir sind froh, mit dem neuen Vertrag unser Angebot in diesem fortschrittlichen Verfahren ausweiten zu können“, sagte Ulrike Elsner, Vorstandsvorsitzende des vdek. Die Behandlungen erfolgen in Studien unter Beteiligung interdisziplinär besetzter Tumorboards. Auf diese Weise kann eine höchstmögliche Qualität bei der Therapie sichergestellt werden.

Die Protonenstrahlung kann auch tief im Körper liegende Tumore mit einer ausreichend hohen Strahlendosis erreichen. Zudem können Protonenstrahlen höchst präzise auf den Tumor gelenkt werden, wodurch das umliegende Gewebe geschont wird. Die Ersatzkassen haben Verträge zur Protonentherapie bereits mit den Unikliniken Essen und Heidelberg abgeschlossen. Die neuartige Therapie ist nur bei ausgewählten Erkrankungen und an spezialisierten Zentren vorgesehen, da sie unter anderem extrem hohe Anforderungen an die Expertise der Ärzte bei der Bestrahlung stellen.

Der Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek) ist Interessenvertretung und Dienstleistungsunternehmen aller sechs Ersatzkassen, die zusammen mehr als 26 Millionen Menschen in Deutschland versichern:

  • Techniker Krankenkasse (TK)
  • BARMER GEK
  • DAK-Gesundheit
  • KKH Kaufmännische Krankenkasse
  • Handelskrankenkasse (hkk)
  • HEK – Hanseatische Krankenkasse

* (sortiert nach Mitgliederstärke)

Der Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek) ist die Nachfolgeorganisation des Verbandes der Angestellten-Krankenkassen e. V. (VdAK), der am 20. Mai 1912 unter dem Namen „Verband kaufmännischer eingeschriebener Hilfskassen (Ersatzkassen)“ in Eisenach gegründet wurde. In der vdek-Zentrale in Berlin sind rund 260 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt.

In den einzelnen Bundesländern sorgen 15 Landesvertretungen mit insgesamt rund 320 sowie weiteren 40 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den Pflegestützpunkten für die regionale Präsenz der Ersatzkassen.

Fortgeschrittener nicht – kleinzelliger Lungenkrebs


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  • Prof. Dr. Günter Mayer an der Tafel, an der er seine Projekte entwickelt. In der Hand hält der Forscher das Modell eines Dinukleotids, aus welchem Aptamere aufgebaut sind. (c) Foto: Volker Lannert/Uni Bonn
    Prostatakrebs

    Prof. Dr. Günter Mayer an der Tafel, an der er seine Projekte entwickelt. In der Hand hält der Forscher das Modell eines Dinukleotids, aus welchem Aptamere aufgebaut sind. (c) Foto: Volker Lannert/Uni BonnNachteil vieler Tumortherapien ist, dass sie nicht nur die Krebszellen angreifen, sondern auch gesundes Gewebe in Mitleidenschaft ziehen. Wissenschaftler suchen deshalb fieberhaft nach Wegen, Krebszellen selektiv zu bekämpfen. Das Verbundprojekt „META“ beschreitet hier neue Wege zur Diagnose und Therapie von Prostatakarzinomen. Unter Federführung der Universität Bonn beteiligen sich fünf internationale Partner. Die Europäische Union fördert das Projekt in den nächsten drei Jahren mit rund 1,2 Millionen Euro.

    Prostatakrebs gehört nach Lungen- und Darmkrebs zu den häufigsten Krebserkrankungen des Mannes. An dem bösartigen Tumor der Vorsteherdrüse sterben in Deutschland etwa drei von 100 Männern. Das Ziel von „META“ (Metastases targeting aptamers) ist, neue Diagnose- und Behandlungsansätze für Prostatakarzinome zu erforschen. „Wir nutzen so genannte Aptamere, die im Körper speziell an diese Krebszellen binden“, sagt Prof. Dr. Günter Mayer vom Life and Medical Science Institute (LIMES) der Universität Bonn, der für die Gesamtkoordination des Projektes zuständig ist. „Mit ihrer Hilfe wollen wir die Tumor- und Metastasenzellen markieren und abtöten.“

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  • Mit der in situ-Massenspektrometrie, einer Komponente der ABIMAS-Analytik, kann Gewebe direkt auf dem Objektträger untersucht werden: Schnitt durch eine Mausniere, die Signale der Massenspektrometrie sind in Falschfarben übersetzt. Die rechte und die linke Bildhälfte zeigen die Verteilung verschiedener Sulfatide.
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    Die molekulare Analyse von Zellen und Geweben ist in der biomedizinischen Forschung unverzichtbar. ABIMAS, ein von der Hochschule Mannheim koordiniertes Kompetenznetzwerk, entwickelt auf Basis der Massenspektrometrie automatisierte Analyseverfahren für diese biologischen Materialien. Das Deutsche Krebsforschungszentrum beteiligt sich mit einer Brückenprofessur an ABIMAS und stellt ein Hochleistungs-Massenspektrometer zur Verfügung.

    Kaum eine Fragestellung in der Biomedizin kommt ohne die molekulare Analyse von Geweben und Zellen aus – erst recht gilt dies für die Krebsforschung: Gewebeproben von Tumoren geben Auskunft, an welcher Art von Krebs ein Patient erkrankt ist. Die Proben werden nach Biomarkern durchsucht, charakteristischen Molekülen, die den Ärzten anzeigen, ob etwa Resistenzen gegen bestimmte Krebsmedikamente vorliegen. Zelllinien, die biologische Krebsmedikamente wie etwa Antikörper produzieren, müssen auf Qualität und Reinheit untersucht werden.

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