Europarekord: 284.000 rauchfreie Schüler

Rauchen schädigt die eigene Gesundheit und die Gesundheit anderer
Rauchen schädigt die eigene Gesundheit und die Gesundheit anderer

Kiel (jft) – Der bundesweite Wettbewerb zum Nichtrauchen für Schulklassen „Be Smart – Don’t Start“ feiert einen besonderen Rekord: Im Schuljahr 2004/2005 meldeten 10.994 Schulklassen ihre Teilnahme an. Damit wurde der Teilnahmerekord des vergangenen Jahres übertrumpft. In keinem Land in Europa machen so viele Schulklassen bei „Be Smart“ mit wie in Deutschland. „Die neue Teilnehmerzahl übertrifft unsere kühnsten Prognosen“, sagt Reiner Hanewinkel, Geschäftsführer des Kieler Instituts für Therapie und Gesundheitsforschung (IFT-Nord). Sein Institut führt den Wettbewerb in Deutschland durch. „Ein großer Dank geht an die Deutsche Krebshilfe. Ohne ihre Unterstützung wäre dieser Erfolg nicht möglich gewesen.“

11.000 Schulklassen machen mit bei „Be Smart – Don’t Start“

Seit Mitte November 2004 heißt es für die rund 11.000 teilnehmenden Klassen in Deutschland mit ihren etwa 284.000 Schülern: „Weg mit der Kippe!“ Für alle, die bis April 2005 durchhalten und nicht rauchen, locken attraktive Preise. Hauptpreis ist eine Klassenfahrt nach Italien. Der Wettbewerb „Be Smart – Don’t Start“ ist ein Programm zum Nichtrauchen für sechste bis achte Klassen. Die Teilnahmebedingungen sind einfach: Mindestens 90 Prozent der Schüler einer Klasse verpflichten sich, ein halbes Jahr lang nicht zu rauchen. Wenn mehr als zehn Prozent der Klassenkameraden rauchen, scheidet die Klasse aus dem Wettbewerb aus.

Mit 4.761 teilnehmenden Schulklassen ist Nordrhein-Westfalen Spitzenreiter in Deutschland. Dahinter folgen Bayern (1.575 Klassen), Baden-Württemberg (1.234 Klassen), Niedersachsen (815 Klassen) und Schleswig-Holstein (571 Klassen). Beachtlich ist auch der Erfolg in den Stadtstaaten: 418 Klassen aus Hamburg und 125 Klassen aus Bremen machen bei „Be Smart“ mit. Außerdem beteiligen sich am Wettbewerb Schulklassen aus Sachsen, Hessen, Berlin, Brandenburg, Thüringen, Mecklenburg-Vorpommern, Saarland und Rheinland-Pfalz.

„Wir wünschen uns, dass in den kommenden Jahren noch mehr Schüler mitmachen“, sagt Gerd Nettekoven, Geschäftsführer der Deutschen Krebshilfe. „Denn das Ziel des Wettbewerbs ist es, den ersten Griff zur Zigarette zu verhindern.“ Die Deutsche Krebshilfe und alle anderen Unterstützer von „Be Smart – Don’t Start“ sehen in der Prävention des Rauchens einen wesentlichen Bestandteil der modernen Gesundheitserziehung und -förderung an Schulen. Deshalb initiiert und unterstützt die Deutsche Krebshilfe auch zahlreiche weitere Nichtraucher-Projekte.

Die Deutsche Krebshilfe fördert den Wettbewerb zum zweiten Mal mit 175.000 Euro. Weitere Unterstützung erhält „Be Smart – Don’t Start“ von der Europäischen Kommission, der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, dem BKK Bundesverband, der AOK Rheinland, Westfalen-Lippe und Baden-Württemberg, der Deutschen Herzstiftung und der Deutschen Lungenstiftung sowie von weiteren öffentlichen Institutionen. Im Schuljahr 2003/2004 wurde „Be Smart – Don’t Start“ in insgesamt 14 europäischen Ländern durchgeführt. Fast 700.000 Schüler aus 26.000 Klassen haben daran teilgenommen. In Deutschland machten 247.000 Schüler aus 9.500 Klassen in 14 Bundesländern mit.

Weitere Informationen zu „Be Smart – Don’t Start“ erhalten Interessierte beim: Institut für Therapie- und Gesundheitsforschung
Düsternbrooker Weg 2
24105 Kiel
Telefon 0431/5702944, Fax. 0431/5702929
E-Mail: besmart@ift-nord.de
www.besmart.info.

Infokasten Rauchen: Dramatische Zustände in Deutschland
Zigarettenrauchen führt in Deutschland zu mehr Todesfällen als Aids, Alkohol, illegale Drogen, Verkehrsunfälle, Morde und Selbstmorde zusammen. Rund 140.000 Menschen sterben hierzulande jährlich an den Auswirkungen des Tabakkonsums – das sind 380 Personen pro Tag. Besonders erschreckend sieht die Situation bei Kindern und Jugendlichen aus: Rund 40 Prozent der 12- bis 25-Jährigen rauchen inzwischen. Das durchschnittliche Einstiegsalter beträgt 11,6 Jahre. Inzwischen scheint sich ein Bewusstseinwandel anzubahnen. Erstmals gibt es in der Gruppe der 12- bis 17-Jährigen weniger Raucher: Seit 2001 ist der Anteil der minderjährigen Tabakkonsumenten um 5 Prozent von 28 auf jetzt 23 Prozent gesunken.

Pressemitteilung Deutsche Krebshilfe e. V.


Krebszeitung

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    Krebsthemen

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    DGU-Kongress 2013

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    Anstoß für eine neue, sachliche Diskussion gab das heutige Öffentlichkeitsforum zum PSA-Screening. Prominente Fürsprecher und Gegner der umstrittenen PSA-gestützten Früherkennung von Prostatakrebs kamen zu Wort. Die DGU sprach sich zum jetzigen Zeitpunkt gegen ein Massenscreening und für einen differenzierten Einsatz des PSA-Testes auf der Grundlage des jeweils aktuellsten Wissens aus und setzt dabei auf die umfassende Aufklärung früherkennungsinteressierter Männer. Mit der prospektiv- randomisiereten Studie PROBASE stellte die Fachgesellschaft einen zukunftsweisenden Weg im Umgang mit dem PSA-Test vor: das risikoadaptierte PSA-Screening.

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