Europas Forscher-Elite auf 65. Urologen-Kongress

Kongress - pixabay
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Forschung und klinische Versorgung in der Urologie rücken enger zusammen: Vom 25. bis 28. September 2013 halten die europäischen urologischen Grundlagenforscher und die Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V. (DGU) ihre Jahrestagungen unter einem Dach in der Messe Dresden ab.

Ihr gemeinsames Anliegen sind immer stärker individualisierte Krebstherapien bei fortgeschrittenen Tumoren von Nieren, Harnblase und Prostata. „Wir wollen die Chance nutzen, voneinander zu lernen“, sagt die Präsidentin der EAU Section of Urological Research (ESUR), Prof. Dr. Kerstin Junker. Auch DGU- und Kongresspräsident Prof. Dr. Michael Stöckle erwartet Innovationskraft von der Begegnung: „Wenn Kliniker sehen, was in der Forschung möglich ist und umgekehrt die Grundlagenforscher besser verstehen, wo die klinischen Probleme sind, können neue Forschungsimpulse und damit langfristig neue Behandlungserfolge entstehen.“

Schon heute kommen beim metastasierten Nierenzellkarzinom immer häufiger sogenannte zielgerichtete Therapieverfahren der systemischen Therapie zum Einsatz, die in spezifische Signalwege in den Tumorzellen eingreifen. Sie hemmen die Bildung neuer Blutgefäße im Tumor und können so sein Wachstum und die Entwicklung von Metastasen verlangsamen. Etwa 75 Prozent der Patienten profitieren von diesen molekularen Therapien. Bei rund einem Viertel der Patienten hingegen wirken die Medikamente nicht oder müssen wegen starker Nebenwirkungen abgesetzt werden.

Deshalb fahnden urologische Grundlagenforscher weltweit intensiv nach Resistenzmechanismen der systemischen Therapie bei fortgeschrittenen Nierenzellkarzinomen, deren verschiedene Subtypen unterschiedliche molekulare und genetische Merkmale aufweisen. Mithilfe von Biomarkern wollen die Forscher vor Therapiebeginn herausfinden, welcher Wirkstoff in welcher Dosierung dem einzelnen Patienten am meisten nutzt.

„Inzwischen konnte eine Reihe potentieller diagnostischer, prognostischer und prädiktiver Marker identifiziert werden“, sagt Prof. Dr. Junker. In einem nächsten Schritt, so die Leiterin des Forschungslabors an der Klinik für Urologie und Kinderurologie am Universitätsklinikum des Saarlandes, müsse nun deren Wertigkeit in der Klinik geprüft werden. „Unsere Suche gilt Markern, die eine individuelle Therapieentscheidung ermöglichen und zukünftig in der Routinediagnostik eingesetzt werden können.“

Beim fortgeschrittenen Harnblasenkarzinom sind Grundlagenforscher und Kliniker ebenfalls auf der Suche nach den Ursachen von Therapieresistenzen und neuen Behandlungsoptionen. Dabei geht es in Dresden auch um die Frage, inwieweit Patienten von neuen Erkenntnissen profitieren können, die in veröffentlichten Großstudien zum Harnblasenkarzinom erhoben wurden, die aber nur zum Teil Eingang in geltende Behandlungsleitlinien gefunden haben.

Marker zur molekularen Charakterisierung aggressiver Prostatakarzinome und die Sequenztherapie des metastasierten kastrationsresistenten Prostatakarzinoms sind unter anderem Gegenstand des Prostatakrebs-Forums von ESUR und DGU. Bei der Sequenztherapie von Tumoren geht es um die Reihenfolge, in der Medikamente eingesetzt werden, damit sie optimal wirken. Mit der EU-Zulassung von Enzalutamid steht dafür seit Kurzem ein weiterer Wirkstoff zur Behandlung des metastasierten Prostatakarzinoms zur Verfügung.

Prof. Dr. Junker: „Drei gemeinsame englischsprachige Forumssitzungen sowie Postersitzungen von ESUR und DGU zu den drei häufigsten Tumorentitäten in der Urologie sollen in Dresden den Austausch zwischen den europäischen und deutschen Grundlagenforschern und den Klinikern befördern.“

Medienvertreter erwartet in der Messe Dresden ein voll ausgestattetes Presszentrum. Die Eröffnungs-Pressekonferenz findet am Donnerstag, dem 26. September 2013, 15:00 bis 16:30 Uhr statt. Ein Pressegespräch mit DGU- und Kongresspräsident Prof. Dr. Michael Stöckle ist für den 27. September, 12:00 bis 13:00 Uhr geplant. Akkreditierungen sind bereits jetzt unter www.dgu-kongress.de/index.php?id=317 möglich.

Weitere Informationen:
DGU-Kongresspressestelle
Bettina-C. Wahlers
Sabine M. Glimm
Stremelkamp 17
21149 Hamburg
Tel: 040 – 79140560
Mobil: 0170 – 4827287
redaktion@bettina-wahlers.de
www.dgu-kongress.de
www.urologenportal.de

Pressemitteilung Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V., Bettina-Cathrin Wahlers

Deutsche Urologen setzen weiter auf Aufklärung


Krebszeitung

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  • BU: Dickdarmkrebs unter dem Fluoreszenzmikroskop
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     Berlin, 1. Februar 2013 – Noch immer ist die öffentliche Wahrnehmung der Krankheit Krebs von falschen Vorstellungen geprägt. Um gängige Mythen über die Erkrankung auszuräumen, wirbt der diesjährige Weltkrebstag am 4. Februar für eine informierte Haltung gegenüber Krebs.

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    „Von außen eine Tasche wie viele, doch das Innenleben ist wie ein Care-Paket mit elementaren und wichtigen Informationen für Frauen, die neu an Brustkrebs erkrankt sind“, sagte Andrea Hahne in Hameln, die als eine der ersten die neue „Pink-Infotasche“ des gemeinnützigen Vereins für die Heilung von Brustkrebs Komen Deutschland in der Hand hielt. „Diese Taschen habe ich als Patientin kennen gelernt, und ich gebe sie nun mit Überzeugung an unsere Patientinnen weiter.“ Andrea Hahne, die nach eigener Brustkrebserkrankung ein psychosoziales Beratungsangebot am Sana Klinikum Hameln-Pyrmont aufgebaut und das BRCA-Netzwerk für Familien mit erblichem Brustkrebs mit gegründet hat, erhielt im Brustzentrum des Sana Klinikums Hameln-Pyrmont am 3. September eine von etwa 2.000 Taschen für Niedersachsen, wofür die Stiftung der Niedersächsischen Volksbanken und Raiffeisenbanken die Kosten übernommen hat.

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