Forschen heilt Krebs

Gewebeprobe eines Osteosarkoms unter dem Mikroskop: Rot gefärbt sind Immunzellen, die den Tumor attackieren. Dr. Pierre Kunz
Gewebeprobe eines Osteosarkoms unter dem Mikroskop: Rot gefärbt sind Immunzellen, die den Tumor attackieren. Dr. Pierre Kunz

Wien (pts/08.07.2008/08:30) – Im Rahmen der EU-geförderten Kampagne „Forschen heilt Krebs“ setzt Univ.-Prof. Helmut Gadner, Leiter des St. Anna Kinder-Krebs-Forschungs-Instituts und des Wiener St. Anna Kinderspitals, Aktionen, um die Erfolge der Kinder-Krebs-Forschung (Grafik der Überlebensraten) und Aspekte ehemaliger Kinder-Krebs-Patienten verständlich zu kommunizieren. Bei der Charity-Radtour am 18. Juli von Greifenstein, Zugstation Altenberg, zur Donauinsel ab 10:15 Uhr soll auf Sarkome, eine seltene Kinder-Krebsform, aufmerksam gemacht werden.

Radeln für sich selbst und gegen Sarkome bei Kindern und Jugendlichen

Sarkome sind eine Krebsart im Bindegewebe und kommen in den Nerven, Muskeln, Bändern, Knochen oder Blutgefäßen vor. Sie machen 15-20 Prozent aller Krebserkrankungen bei Kindern aus. Es gibt über fünfzig verschiedene Arten. Mitunter werden sie spät diagnostiziert oder auch mit Sportverletzungen verwechselt. Erkennt man sie zu spät, ist es häufig nicht möglich, sie komplett zu entfernen, oder es ist bereits in anderen Körperregionen eine Streuung durch Tochtergeschwülste aufgetreten.

Alexander Löhr, heute Medizin- und Informatik-Student, war vierzehn, als man bei ihm ein Ewing-Sarkom, bösartigen Knochen-Krebs, im linken Bein entdeckte. Während seiner Therapie versuchte er, sich selbst zu motivieren: „Ich hole mir mein Tennis-Racket wieder zurück“. Doch die Angst, dass er nach der Erkrankung nicht mehr so fit wäre wie früher, machte ihm während seiner zehn-monatigen Therapie am St. Anna Kinderspital schwer zu schaffen. Heute gilt der 25-Jährige als geheilt.

Sein Appell an die Gesellschaft, von der er sich oft nach wie vor weiterhin als Kranker behandelt fühlt: die körperliche Leistungsfähigkeit ehemaliger Patienten anzuerkennen und sie wie gleichaltrige Gesunde beim Zugang zu Bildung, Jobs oder Lebensversicherungen zu behandeln.

Mitarbeiter des Forschungs-Institutes, die am 18. Juli 2008 kräftig in die Pedale treten werden, freuen sich auf viele Radbegeisterte, um gemeinsam mit Engagierten aus der Bevölkerung für die Bedeutung der Kinder-Krebs-Forschung aufzutreten. „Für mich ist es selbstverständlich, hier an erster Front mitzumachen“, erklärt „St. Anna Irondoc“ Doz. Andreas Zoubek, Oberarzt am St. Anna Kinderspital.

Überlebensraten von Kindern und Jugendlichen mit Krebs - Quelle: Deutsches Kinderkrebsregister Mainz
Überlebensraten von Kindern und Jugendlichen mit Krebs – Quelle: Deutsches Kinderkrebsregister Mainz

Ein Viertel der jungen Patienten, so Prof. Gadner, könne nach wie vor nicht geheilt werden. Hier sei es erforderlich, die biologischen Besonderheiten der bösartigen Krebszellen noch besser zu verstehen. Die kontinuierliche Forschungs-Förderung ist die Voraussetzung für die Entwicklung verbesserter Therapie-Konzepte. Die Kinder-Krebs-Forschung wird primär aus privaten Spenden und öffentlichen Fördermitteln finanziert.

Beim Treffpunkt der Radtour in Greifenstein werden alle Akteure und Hobby-Sportler mit dem internationalen Kernteam zusammentreffen und gemeinsam Richtung Donauinsel radeln. Dem Kernteam gehören 57 Personen aus elf Nationen an. Unter ihnen: Sarkom-Patienten, betroffene Angehörige und auch Menschen, die geliebte Freunde durch eine Sarkom-Erkrankung verloren haben.

Bei Alex Franke aus West Bend, USA, wurde 2006 ein Ewing-Sarkom diagnostiziert. Der 10-jährige Alex hat den Krebs besiegt und möchte mit seiner Teilnahme an der Radtour anderen Kindern, die an Krebs leiden, Mut machen. „Ich habe es geschafft und dies kranken Kindern zu zeigen, ist mir wichtig. Ich bin schon sehr aufgeregt. In Österreich war ich noch nie.“

Event-Infos unter:

www.forschenheiltkrebs.eu
Anmeldung bis 16. Juli. an:
sandra.brezina@ccri.at

St. Anna Kinderkrebsforschung
Ansprechpartner:
Sandra Brezina-Krivda
email: sandra.brezina@ccri.at
Tel. +43(1)/ 404-70-4450


Krebszeitung

--Download Forschen heilt Krebs als PDF-Datei --


  • Prof. Dr. med Ferdinand Hofstätter bei der Pressekonferenz des DKK2012
    Krebskongress 2012

    Prof. Dr. med Ferdinand Hofstätter bei der Pressekonferenz des DKK2012Krebsregister erfassen die Häufigkeit, die Eigenschaft, die Diagnose und Behandlung und den Verlauf aller Krebserkrankungen. Epidemiologische Krebsregistrierung konzentriert dabei sich auf Häufigkeit und Tumoreigenschaften, klinische Registrierung auf spezifische Diagnose- und Therapieverfahren und den Verlauf der Erkrankung (Heilung, Rückfall, Tod). Zwischen beiden Registerformen besteht ein enger Zusammenhang in den verwendeten Methoden, aber auch in der Datengewinnung (möglichst einheitliche und abgestimmte Datenwege im Sinne der Datensparsamkeit). Leitlinien stellen das kontinuierlich aktualisierte medizinische Wissen dar, das Diagnose- und Therapieverfahren bestimmt und leitet. Die Daten dafür stammen im Wesentlichen aus hochwertigen klinischen Studien. Die Leitlinien liefern damit wiederum das Grundgerüst für definierte Versorgungsstrukturen, wie sie die zertifizierten Zentren der Deutschen Krebsgesellschaft und der Deutschen Krebshilfe mit ihren angeschlossenen Netzwerken darstellen.

    […mehr lesen]

  • Elektronenmikroskopische Aufnahme von Epstein-Barr-Viren - Quelle: dkfz
    Speiseröhrenkrebs

    (15.10.2012) Mehr als 6000 Deutsche erkranken jedes Jahr an Speiseröhrenkrebs. Nur 17 Prozent leben noch fünf Jahre nach der Diagnose. „Natürlich ist diese Zahl erschreckend“, erklärt Dr. Dagmar Mainz vom Berufsverband niedergelassener Gastroenterologen, „doch wenn die Vorstufen früh erkannt werden, muss es gar nicht erst zur Krebserkrankung kommen.“

    Vorstufe ist die sogenannte Barrett-Schleimhaut, eine krankhafte Veränderung im unteren Abschnitt der Speiseröhre, die durch einen chronischen Rückfluss von Magensäure, Gallensäure und Verdauungsenzymen entsteht. Typische Beschwerden eines solchen Refluxes sind Sodbrennen, saures Aufstoßen und Schluckbeschwerden sowie ein Druckgefühl hinter dem Brustbein. Viele Menschen leiden hin und wieder darunter. In den meisten Fällen sind die Beschwerden harmlos, aber die Beeinträchtigung kann von regelmäßigen Störungen des gesundheitlichen Wohlbefindens bis hin zu schwerwiegenden Einschränkungen der Lebensqualität und der Arbeitsfähigkeit reichen. Der Gastroenterologe spricht dann von einer Refluxkrankheit. Er kann die Beschwerden lindern und den Verlauf stabilisieren.

    […mehr lesen]

Google News – Gesundheit

  • Künstliche neuronale Netze beschleunigen die Kartierung des Gehirns
    am 18. Juli 2018 um 04:00

    Künstliche neuronale Netze beschleunigen die Kartierung des Gehirns  derStandard.atFull coverag […]

  • Amt rät zur Impfung gegen Masern
    am 18. Juli 2018 um 01:55

    Amt rät zur Impfung gegen Masern  Kölner Stadt-AnzeigerSteigende Zahl der Masern-Infektionen – Selbst geimpfte Personen erkranken vermehrt  Heilpraxisnet.deFrauengesundheit > Impfschutz & Impfungen > Impfungen in der Schwangerschaft  Frauenaerzte im NetzFull coverag […]

  • Zeckenrekord im Sommer 2018
    am 18. Juli 2018 um 01:16

    Zeckenrekord im Sommer 2018  SWPZunahme von FSME-Erkrankungen Deutschland droht ein Rekord-Zeckenjahr  Kölnische RundschauZecken: Wie groß ist die Gefahr für Menschen im Sauerland?  WestfalenpostFull coverag […]

  • Alzheimer durch Herpesviren verursacht? Antivirale Therapie senkt das Risiko
    am 18. Juli 2018 um 00:33

    Alzheimer durch Herpesviren verursacht? Antivirale Therapie senkt das Risiko  Heilpraxisnet.deHerpes-Viren könnten an Alzheimer beteiligt sein  aponet.deFull coverag […]

  • Hepatitis-A-Ausbruch in Berlin noch immer nicht beendet
    am 18. Juli 2018 um 00:14

    Hepatitis-A-Ausbruch in Berlin noch immer nicht beendet  Heilpraxisnet.deHepatitis A: Weiterhin viele Fälle in Berlin  Deutsches ÄrzteblattBerliner Behörde warnt: Hepatitis-A-Welle noch nicht vorbei  Queer.deFull coverag […]