Fortschritt in Krebsdiagnose durch Farbauswertung

Fluoreszenz-Mikroskopie des MAGE-Antigens auf einer Brustkrebszelllinie - Quelle: Dr. H. Schwarzenbach
Fluoreszenz-Mikroskopie des MAGE-Antigens auf einer Brustkrebszelllinie - Quelle: Dr. H. Schwarzenbach

Das Universitätsklinikum Essen verwendet als eine von wenigen deutschen Kliniken ein neues Verfahren zur Früherkennung von Brustkrebs. Bei dem aus den USA stammenden Verfahren wird bei der Mammographie, das heißt bei der Röntgenuntersuchung der Brust, die Aufnahme der Brust durch Kontrastmittel farbig dargestellt.Dabei weisen rote Veränderungen auf bösartige, blaue Veränderungen auf gutartige Befunde hin. „Besonders hilfreich ist diese Farbmethode bei schwierigen Grenzfällen, zum Beispiel bei der Mastophathie“, einer gutartigen Veränderung des Brustdrüsengewebes, so Prof. Dr. Michael Forsting, Direktor des Instituts für Diagnostische und Interventionelle Radiologie und Neuroradiologie der Essener Uniklinik.

Ein weiterer Vorteil: „Das Verfahren macht eine standardisierte und weitgehend automatisierte Auswertung, unabhängig vom Radiologen, möglich“, begründet die Oberärztin für den Bereich gynäkologische Radiologie, Dr. Elke Hauth. „Das spart Zeit und bietet zusätzliche Sicherheit, weil alle Veränderungen farbig angezeigt werden, wo sonst jede Veränderung separat untersucht werden musste.“ In Bezug auf die Brustkrebsvorsorge bei Frauen hofft das Forschungsteam, dass die Computerdiagnose in Zukunft noch präziser werden kann und die Heilungschancen durch Früherkennung erhöht werden können.

Weitere Infos:
Dr. med. Elke Hauth, Tel. 0201/723-2077

Pressemitteilung Universität Duisburg-Essen, Beate Kostka M.A.,


Krebszeitung

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  • Kegelstrahl-CT der Brust - Quelle: Deutsche Röntgengesellschaft
    Brustkrebs

    Berlin. Internationale Studien haben nachgewiesen, dass der Nutzen von Mammographie-Screening-Programmen zur Früherkennung von Brustkrebs für Frauen im Alter von 50 bis 69 Jahren das Risiko überwiegt. Erst im Frühjahr 2012 bestätigten Forscher von der Universität Rotterdam auf dem 8. Europäischen Brustkrebskongress in Wien, dass durch Mammographie- Screening eine Senkung der Brustkrebssterberate um 31 Prozent in den Niederlanden zu verzeichnen ist.

    Die Ergebnisse des deutschen Mammographie-Screening-Programms, im Februar 2012 veröffentlicht, zeigen, dass das Brustkrebsfrüherkennungsprogramm auch hierzulande auf einem sehr guten Weg ist. Denn um die Effektivität des Programms bereits frühzeitig beurteilen zu können, werden kontinuierlich die von den Europäischen Leitlinien definierten Leistungsparameter wie Brustkrebsentdeckungsrate analysiert, ausgewertet und offen gelegt.

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  • Logo: Licht gegen Krebs
    Krebsthemen

    Logo: Licht gegen KrebsFrankfurt, 8.8.2012 – Die private Initiative „Licht gegen Krebs“ ist im Juli 2012 mit der gleichnamigen Website www.licht-gegen-krebs.de nunmehr ein Jahr online. Licht gegen Krebs macht Mut bei der Diagnose Krebs und zeigt die Möglichkeiten der Photodynamischen Therapie (PDT) auf. Die meistgelesenen Top-3-Rubriken informieren über die Wirkweise der PDT, erzählen Patientengeschichten und halten die Adressliste mit Behandlungszentren in Deutschland, Österreich, der Schweiz, England und den Niederlanden auf dem neusten Stand.

    Initiative „Licht gegen Krebs“ wird immer bekannter / Photodynamische Therapieals echte Alternative / Health Media Award

    Ganz aktuell meldet sich Prof. Dr. med. Jörg Schirra, leitender Oberarzt in der Endoskopie des Klinikums der Ludwig-Maximilians-Universität München, Klinikum Großhadern, auf www.licht-gegen-krebs.de zu Wort.

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