Gemeinsam gegen den Darmkrebs

Immunzellen in einem Dickdarmtumor (Gewebepräparat). T-Helfer-Zellen (rot) liegen zwischen den Drüsenstrukturen der Tumorzellen (Zellkerne blau gefärbt). - Quelle: Klaus-Peter Janssen
Immunzellen in einem Dickdarmtumor (Gewebepräparat). T-Helfer-Zellen (rot) liegen zwischen den Drüsenstrukturen der Tumorzellen (Zellkerne blau gefärbt). - Quelle: Klaus-Peter Janssen

Bonn (jft) – Der Darmkrebs-Monat März hat in den letzten Jahren dazu beigetragen, dass wesentlich mehr Menschen als zuvor die Chancen der Krebs-Früherkennung nutzen. Dennoch lassen immer noch zu wenig Menschen ihren Darm regelmäßig untersuchen. Darum wird die Deutsche Krebshilfe im März 2004 erneut mit zahlreichen Partnern aus dem Gesundheitswesen auf die Möglichkeit der Darmkrebs-Vermeidung und -Früherkennung hinweisen. Auch in diesem Jahr stellt die Organisation Materialien zum Darmkrebs-Monat kostenlos zur Verfügung. Die Deutsche Krebshilfe ruft anlässlich des Darmkrebs-Monats März dazu auf, jährlich an der Darmkrebs-Früherkennung teilzunehmen. Angesprochen sind vor allem Menschen ab 50 Jahren, eine Altersgruppe, die von dieser Krankheit besonders betroffen ist.

Jetzt kostenlose Materialien der Deutschen Krebshilfe bestellen

Das Früherkennungsprogramm der gesetzlichen Krankenkassen bietet folgende Untersuchungen an: vom 50. bis 55. Lebensjahr ein jährlicher Stuhlblut-Test; im 56. Lebensjahr eine kostenlose Darmspiegelung, die nach zehn Jahren wiederholt wird. Wer sich gegen die Darmspiegelung entscheidet, kann alle zwei Jahre den Stuhlblut-Test machen lassen. Darmkrebs entsteht zumeist auf dem Boden von gutartigen Schleimhautwucherungen, den Polypen. Werden die Vor- oder Frühformen des Darmkrebses entdeckt und entfernt, können bis zu 90 Prozent der Patienten vollständig geheilt werden.

Jedes Jahr sterben jedoch immer noch etwa 30.000 Menschen in Deutschland an Darmkrebs. Die Deutsche Krebshilfe hat das Ziel, die Sterberate in den nächsten fünf Jahren deutlich zu senken. Sie will die Bevölkerung motivieren, regelmäßig zur Darmkrebs-Früherkennung zu gehen. Kostenlose Informationsmaterialien wie Broschüren, Flyer, Plakate und Postkarten machen auf das Thema Darmkrebs aufmerksam. Diese Materialien können bestellt werden unter:

Telefon 02 28/ 72 99 00, Fax 02 28/ 72 99 011 .

Deutsche Krebshilfe, www.krebshilfe.de


Krebszeitung

--Download Gemeinsam gegen den Darmkrebs als PDF-Datei --


  • Immunzellen (T-Zellen) im Bauchspeicheldrüsenkrebs, die ihre Entzündungsstoffe (Zytokine) über den alternativen p38-Signalweg bilden und dadurch das Tumorwachstum fördern. Pathologisches Institut, Universitätsklinikum Heidelberg
    Krebsthemen
    „Rasante Erkenntnisfortschritte sowohl über Tumoren als auch Immunreaktionen ermöglichen es uns Ärzten immer besser, das Immunsystem von Krebspatienten zum Verbündeten zu gewinnen. Oder richtiger: zurückzugewinnen. Denn Krebs entsteht ja da, wo das Immunsystem untätig ist.“ [...mehr lesen]
  • Prof. Carmen Scheibenbogen, Berlin
    Kongresse

    Prof. Carmen Scheibenbogen, BerlinKeine medizinische Erfindung der Neuzeit hat die modernen Gesellschaften so verändert wie die vorbeugende Impfung gegen Infektionskrankheiten. Die Entwicklung therapeutischer Impfungen jedoch, d. h. die Vakzinierung nach Ausbruch einer Erkrankung, erweist sich als sehr viel schwieriger. Impfungen gegen Krebs, schon seit mehr als 100 Jahren Gegenstand intensiver tumorimmunologischer Forschung, versuchen genau dies, und inzwischen zeichnen sich auch erste klinische Erfolge ab. Eine Zusammenfassung der interessantesten neuen Ansätze gab Professor Carmen Scheibenbogen, Institut für Medizinische Immunologie, Charité-Universitätsmedizin, im Rahmen einer Pressekonferenz in Berlin.

    […mehr lesen]

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