Gemeinsam Zeichen setzen: Welthirntumortag am 8. Juni

MRT-Bildgebung des Gehirns (C) Klaus Scheffler / Max-Planck-Institut für biologische Kybernetik, Tübingen
MRT-Bildgebung des Gehirns (C) Klaus Scheffler / Max-Planck-Institut für biologische Kybernetik, Tübingen

Leipzig, 26.05.2015 – Wird das Gehirn durch einen Tumor bedroht, ist das für die Patienten und ihre Familien eine extreme Belastung. Auf diese schwierige Situation macht die Deutsche Hirntumorhilfe jedes Jahr am 8. Juni mit dem Welthirntumortag aufmerksam. Ziel des Aktionstages ist es, Betroffene und die Öffentlichkeit über die Erkrankung aufzuklären.

Das Gehirn steuert unsere Gedanken und Gefühle. Es speichert unsere Erinnerungen ab und verarbeitet die Eindrücke, die wir mit unseren Sinnen aufnehmen. Viele sehen es als den Sitz unserer Seele. Doch was bedeutet es, wenn diese wichtige Schaltzentrale durch einen Tumor gefährdet wird?

Es gibt etwa 130 verschiedene Arten von Hirntumoren. Einige davon sind bösartig und nicht heilbar. Auch wenn man den Patienten ihre Krankheit von außen mitunter kaum ansieht, leiden sie oftmals unter schweren Symptomen, die von Leistungseinschränkungen über körperliche Ausfallerscheinungen bis hin zu mentalen Veränderungen reichen können.

In dieser ohnehin sehr schwierigen Situation müssen sich die Betroffenen mit einem vielschichtigen und komplexen Thema auseinandersetzen. Hier bietet der Welthirntumortag mit zahlreichen Informationsveranstaltungen rund um den 8. Juni Patienten eine gute Gelegenheit, sich über ihre Krankheit und die Behandlungsmöglichkeiten zu informieren. Sie können dadurch Sorgen und Ängste abbauen und mit dem erworbenen Wissen besser eigenständige Entscheidungen über ihre Behandlung treffen. Interessierte finden alles zu den diesjährigen Aktionen unter www.hirntumorhilfe.de.

Damit Hirntumorpatienten besser geholfen werden kann, sind jedoch nicht nur Informationen wichtig – auch in Wissenschaft und Forschung gibt es noch viel zu tun. Die Therapie eines Hirntumors ist für Betroffene und Ärzte eine große Herausforderung. Um den Weg für die bestmögliche Behandlung und eine höhere Lebensqualität der Patienten zu ebnen, müssen Experten verschiedener Fachgebiete intensiv zusammenarbeiten. Gute neuroonkologische Forschung braucht mehr Unterstützung durch Verantwortliche in Politik und Wirtschaft. Daher ruft der Welthirntumortag auch diese dazu auf, die Wissenschaft stärker zu fördern.

Zum Aktionstag ist jeder herzlich eingeladen, mit der Deutschen Hirntumorhilfe ein Zeichen zu setzen. Bei den vielen bundesweiten Veranstaltungen können Interessierte einen Blick hinter die Kulissen verschiedener Kliniken werfen und sich über die Erkrankung informieren. Auch Spenden für die gemeinnützige Einrichtung kommen Betroffenen zugute und zeigen ihnen, dass sie nicht alleine sind.

Veranstaltungen zum Welthirntumortag 2015:

Anlässlich des Welthirntumortages finden deutschlandweit in folgenden Städten Veranstaltungen statt:

  1. Berlin: 12.06.2015
  2. Göttingen: 12.06.2015
  3. Münster: 12.06.2015
  4. Bochum: 06.06.2015
  5. Karlsruhe: 08.06.2015
  6. Neuruppin: 06.06.2015
  7. Duisburg: 14.06.2015
  8. Köln: 03. & 12.06.2015
  9. Regensburg: 13.06.2015
  10. Erfurt: 04.07.2015
  11. Magdeburg: 30.05.2015
  12. Stuttgart: 07. & 11.06.2015
  13. Erlangen: 15.06.2015
  14. Mainz: 17.06.2015
  15. Villingen-Schwenningen: 15.06.2015
  16. Frankfurt: 13.06.2015
  17. Marburg: 05.06.2015
  18. Zweibrücken: 08.06.2015
  19. Gießen: 11.06.2015
  20. München: 12.06.2015

Hintergrundinformationen zum Welthirntumortag:

Der von der Deutschen Hirntumorhilfe e.V. initiierte Gedenk- und Aktionstag ist ein Aufruf zu Solidarität und Mitgefühl mit den Betroffenen und ihren Familien. Ein Zeichen setzen kann jeder – sei es durch das Tragen einer grauen Schleife als Symbol der Verbundenheit, durch Spenden für Betroffene, durch öffentlichkeitswirksame Aktionen oder den Besuch einer der zahlreichen Veranstaltungen, die jedes Jahr im Rahmen des Welthirntumortages deutschlandweit angeboten werden.

Für Betroffene dieser seltenen Tumorerkrankung ist es wichtig, verlässliche und aktuelle Informationen zu erhalten. Nur die Kenntnis der verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten erlaubt es den Patienten, diese genau abzuwägen und den ganz eigenen Weg zu finden. Die zahlreichen Informationsveranstaltungen zum Welthirntumortag bieten hierfür eine gute und zugleich seltene Möglichkeit.

Darüber hinaus ruft der Aktionstag Verantwortliche in Politik und Wirtschaft dazu auf, die neuroonkologische Forschung aktiver zu unterstützen, um die Entwicklung innovativer Behandlungskonzepte voranzubringen. Nur durch neue Erkenntnisse und eine verstärkte interdisziplinäre Zusammenarbeit können die Heilungschancen von Hirntumorpatienten verbessert und ihre Lebensqualität gesteigert werden.

Pressekontakt:
Melanie Thomas
Deutsche Hirntumorhilfe e.V.
Karl-Heine-Straße 27
04229 Leipzig

Telefon: 0341.590 93 96
Fax: 0341.590 93 97
E-Mail: presse@hirntumorhilfe.de

Deutsche Hirntumorhilfe e.V.
PR/Öffentlichkeitsarbeit
Karl-Heine-Straße 27
D-04229 Leipzig

Fon +49 (0)341.5 90 93 96
Fax +49 (0)341.5 90 93 97

E-Mail: presse@hirntumorhilfe.de
http://www.hirntumorhilfe.de

Großer Hirntumor-Informationstag in Würzburg


Krebszeitung

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  • Brustkrebszellen - Quelle: Dr. Lutz Langbein, Deutsches Krebsforschungszentrum
    Brustkrebs

    Rund 47.000 Neuerkrankungen und 18.200 Todesfälle an Brustkrebs hat die Arbeitsgemeinschaft Bevölkerungsbezogener Krebsregister für das Jahr 2000 in Deutschland geschätzt – „Es ist an der Zeit zu handeln!“, erklärt Prof. Bamberg, Präsident der Deutschen Krebsgesellschaft. Genau wie bei anderen Krebsarten ist die Zahl der Neuerkrankungen und Sterbefälle gegenüber den letzten Schätzungen durch die Arbeitsgemeinschaft gestiegen.

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  • Strahlentherapie - Quelle: Deutsche Krebshilfe
    Brustkrebs

    Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) lässt im Rahmen eines Forschungsvorhabens ab Juli 2012 federführend durch die Universität Münster überprüfen, wie wirksam das deutsche Mammographie-Screening- Programm die Brustkrebs-Sterblichkeit verringert.

    Seit 2009 können in ganz Deutschland Frauen im Alter von 50 bis 69 Jahren alle zwei Jahre eine Mammographie zur Früherkennung von Brustkrebs in Anspruch nehmen. Das Ziel des Programms ist es, durch ein flächendeckendes, qualitätsgesichertes Screening bei dieser Altersgruppe die Zahl der Erkrankungen mit tödlichem Ausgang zu senken. „Die Universität Münster wird in dieser langfristig ausgelegten Studie wissenschaftlich fundiert analysieren, ob dieses Ziel erreicht wird. Der Nutzen des Programms muss größer sein als die möglichen Risiken“, sagt Wolfgang Weiss, Fachbereichsleiter beim BfS. „Schließlich ist jede Untersuchung mit einer zusätzlichen Strahlenbelastung verbunden. Mit dieser Studie wird ein weiteres wichtiges Element neben den umfangreichen Qualitätssicherungsmaßnahmen des Screening-Programms umgesetzt.“

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