Gesund essen zur Krebsvorbeugung

Ein guter Ernährungsstatus ist bei Krebs besonders wichtig. - Quelle: Berliner Krebsgesellschaft
Ernährung bei Krebs

Tag der gesunden Ernährung: Deutsche Krebshilfe gibt Tipps

Bonn (sts) – Am 7. März ist „Tag der gesunden Ernährung“. Die Deutsche Krebshilfe nimmt dies zum Anlass, um auf die krebsvorbeugenden Effekte einer ausgewogenen Ernährung aufmerksam zu machen. Denn: „Krebserkrankungen vorzubeugen, ist leichter als sie zu behandeln“, betont Gerd Nettekoven, Hauptgeschäftsführer der gemeinnützigen Organisation. „Ein ausgewogener Speiseplan mit viel Obst, Gemüse und Vollkornprodukten, wenig Fett und Fleisch ist gesund, verhindert Übergewicht und senkt das individuelle Krebsrisiko.“

Die Deutschen gehören zu den dicksten Europäern: Zwei Drittel der erwachsenen Bundesbürger gelten als übergewichtig oder sogar fettleibig. Sie essen zu viel, zu kalorienreich, zu unausgewogen und sind immer weniger körperlich aktiv. Adipositas und starkes Übergewicht schränken jedoch nicht nur die Lebensqualität erheblich ein, sie können auch zu schweren gesundheitlichen Schäden führen. Dazu gehören Diabetes mellitus Typ 2, Fettstoffwechselstörungen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Bestimmte Krebsarten wie Brust-, Gebärmutter-, Darm- und Nierenkrebs werden nachweislich durch Übergewicht begünstigt.

Jedes Jahr erkranken in Deutschland 490.000 Menschen neu an Krebs, etwa 220.000 sterben daran. Experten schätzen, dass durch die Änderung des Lebensstils etwa die Hälfte aller Neuerkrankungen vermieden werden könnten. Wer sich regelmäßig bewegt, gesund ernährt und so Übergewicht vermeidet, nicht raucht, wenig Alkohol trinkt und sich in der Sonne richtig verhält, senkt sein individuelles Risiko an Krebs zu erkranken.

Der „Tag der gesunden Ernährung“ wurde bereits im Jahr 1996 vom Verband für Ernährung und Diätetik e.V. ins Leben gerufen.

Interessierten bietet die Deutsche Krebshilfe kostenlose Informationsmaterialien zum Thema Krebs-Prävention. Der Präventionsratgeber „Gesunden Appetit“ kann bei der Deutschen Krebshilfe, Postfach 1467, 53004 Bonn und im Internet unter www.krebshilfe.de heruntergeladen werden.

Hintergrund-Info: Tipps für eine gesunde Ernährung

  • Essen Sie vielseitig und abwechslungsreich.
  • Essen Sie viel frisches Obst und Gemüse, am besten der Saison entsprechend.
  • Essen Sie wenig Fleisch und Fleischwaren. Ein- bis zweimal pro Woche sollte eine Fischmahlzeit auf dem Tisch stehen.
  • Essen Sie wenig Fett und fettreiche Lebensmittel.
  • Essen Sie reichlich Vollkornprodukte (zum Beispiel Vollkornbrot, -nudeln, vollwertige Getreideprodukte) und Kartoffeln.
  • Trinken Sie selten Alkohol und wenn, dann nur in geringen Mengen.
  • Decken Sie Ihren täglichen Flüssigkeitsbedarf von 1,5 Litern zum Beispiel mit Wasser und kalorienarmen Getränken.
  • Rauchen Sie nicht! Die Kombination von Rauchen und Alkohol vervielfacht das Risiko.
  • Vermeiden Sie Übergewicht.
  • Bewegen Sie sich viel.
  • Verwenden Sie nur einwandfreie Lebensmittel.
  • Achten Sie auf schonende und schmackhafte Zubereitung.
  • Nehmen Sie sich Zeit zum Essen.

Pressemitteilung der Deutschen KrebshilfeGesund essen zur Krebsvorbeugung


Krebszeitung

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  • Leukämiezellen
    Leukämie

    Berlin, 15. November 2013 – Heute wurde die Marktrücknahme des gezielten Medikamentes Bosutinib (Bosulif®) für die Behandlung von Patienten mit Chronischer Myeloischer Leukämie (CML) angekündigt. Nach den Verhandlungen mit den Krankenkassen entspricht der in Deutschland zu erzielende Preis nicht den Erwartungen des Herstellers. Bereits im Oktober hatten die Zulassungsbehörden in Europa und den USA vor schweren Nebenwirkungen von Ponatinib (Iclusig®), einem anderen und gezielten Medikament für Patienten mit CML, gewarnt.

    Nach Ansicht der DGHO Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie e.V. geben die beiden Ereignisse Gelegenheit, konstruktiv kritisch den Umgang mit den neuen gezielten Krebsmedikamenten zu reflektieren. Die DGHO fordert:

    • sorgfältige und langfristige ärztliche Überwachung aller Patienten bei der Behandlung mit den neuen Medikamenten, auch und gerade bei seltenen Erkrankungen
    • Transparenz aller Schritte der Nutzenbewertung nach dem AMNOG, einschließlich der Rabattverhandlungen
    • flexible Anpassung der Medikamentenpreise, orientiert am Bedarf und den Entwicklungskosten
    • Förderung der Entwicklung weiterer gezielter Medikamente vor allem für Erkrankungen, die bisher nicht wirksam behandelt werden können.

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  • Links die normale Lage der Nebennieren (gelbe Pfeile) im Körper, rechts ein Nebennieren-karzinom in einer kernspintomographischen Darstellung. Bild: Medizinische Klinik
    Nierenkrebs

    Der beste Parameter zur Bestimmung der Nierenfunktion ist die glomeruläre Filtrationsrate (GFR), die jedoch nicht direkt gemessen, sondern nur über indirekte Clearance-Verfahren bestimmt werden kann. Das übliche Vorgehen zur Bestimmung der GFR war bisher die Berechnung der Kreatinin-Clearance aus dem 24-Stunden-Sammelurin – eine recht aufwändige Messmethode. Daher wurde in der Praxis statt dessen oft nur die einfache Bestimmung des Serumkreatinin vorgenommen, welches allerdings wenig sensibel ist und eine große diagnostische Lücke offen lässt.

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