Gibt es eine spezielle Krebsernährung?

Ein guter Ernährungsstatus ist bei Krebs besonders wichtig. - Quelle: Berliner Krebsgesellschaft
Ernährung bei Krebs

Im März startet eine Vortragsreihe zum Thema „Ernährung bei Krebs“

Berlin, 28. Februar 2013 – Für viele Krebspatienten wird Ernährung zu einem wichtigen Thema mit vielen offenen Fragen. Zum Beispiel wird immer wieder die Frage nach einer speziellen Krebsernährung gestellt, aber auch, was es während der Chemo- und Strahlentherapie zu beachten gibt. Antworten und alltagstaugliche Tipps gibt die Berliner Krebsgesellschaft zusammen mit der Diätassistentin Brigitte Simmich an vier Nachmittagen zwischen März und Mai.

Die Vortragsreihe startet am 21. März mit allgemeinen Informationen zur Ernährung bei Krebs. Etwa, warum Krebspatienten auf eine ausreichende Eiweißzufuhr achten und auf keinen Fall abnehmen sollten. Auch die häufig gestellte Frage nach einer speziellen Krebsdiät wird hier Thema sein.

Am 18. April können sich Patienten über Ernährung während der Krebstherapie informieren. Da viele Patienten therapiebedingt unter Appetitlosigkeit, Geschmacksstörungen, Übelkeit oder Durchfall leiden, gibt die Diätassistentin wertvolle Tipps, wie beispielsweise der Appetit angeregt oder der Geschmackssinn „ausgetrickst“ werden kann.

Der Vortrag am 16. Mai richtet sich speziell an Patienten mit Magen- und Darmkrebs. Die Betroffenen können meist nicht mehr alles essen und sind besonders auf alltagstaugliche Ratschläge angewiesen.

Und auch der Vortrag am 23. Mai ist einer speziellen Patientengruppe gewidmet: Patienten mit Bauchspeicheldrüsenkrebs leiden sehr häufig an einer tumorbedingten Auszehrung (Kachexie), der nach Auskunft der Diätassistentin „unbedingt rasch durch geeignete Ernährungsempfehlungen entgegengewirkt werden sollte.“

Alle Vorträge „Ernährung bei Krebs“ finden in den Räumen der Berliner Krebsgesellschaft Robert-Koch-Platz 7, 10115 Berlin jeweils von 15 bis 16:30 Uhr statt.

Anmeldung erbeten: 030 283 24 00. Die Teilnahme ist kostenlos.

  • 21. März: Ernährung bei Krebs
  • 18. April: Ernährung während der Krebstherapie
  • 16. Mai: Ernährung bei Magen- und Darmkrebs
  • 23. Mai: Ernährung bei Bauchspeicheldrüsenkrebs

Über die Berliner Krebsgesellschaft
Die Berliner Krebsgesellschaft hat sich zum Ziel gesetzt, die Lebensqualität der Betroffenen zu verbessern und ihre Heilungschancen zu erhöhen. Beratung, Information und weitreichende Unterstützung für Patienten und ihre Angehörigen gehören neben der Förderung der Krebsforschung und der ärztlichen Weiterbildung zu ihren wichtigsten Aufgaben. Der gemeinnützige Verein ist seit über 60 Jahren für das Wohl krebskranker Menschen in Berlin tätig und finanziert sich ausschließlich über Spenden und Erbschaften.

Pressekontakt
Berliner Krebsgesellschaft e.V.
Maren Müller, Beatrice Hamberger
Robert-Koch-Platz 7, 10115 Berlin
Tel.: 030 – 280 41 955
Fax: 030 – 282 41 36
presse@berliner-krebsgesellschaft.de
www.berliner-krebsgesellschaft.de

Berliner Krebsgesellschaft e.V., Maren Müller, Beatrice Hamberger


Krebszeitung

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    Bestimmte Formen des Hautkrebses, aktinische Keratosen und das Plattenepithelkarzinom, können wie eine Berufskrankheit anerkannt werden. Grundlage hierfür ist die Wissenschaftliche Begründung des Ärztlichen Sachverständigenbeirats „Berufskrankheiten“ beim Bundesministerium für Arbeit und Soziales, die am 12. August 2013 im Gemeinsamen Ministerialblatt veröffentlicht wurde. Voraussetzung für eine Anerkennung ist, dass die Betroffenen über viele Jahre im Freien gearbeitet haben und dabei lange natürlicher UV-Strahlung ausgesetzt waren. Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) unterstützt die wissenschaftliche Empfehlung und fordert vor diesem Hintergrund, die Berufskrankheitenliste entsprechend zu ergänzen. Andere Hautkrebsarten wie Melanom und Basaliom sind nicht von der wissenschaftlichen Begründung erfasst. Hier gibt es zum jetzigen Zeitpunkt keine ausreichenden medizinisch-wissenschaftlichen Erkenntnisse für eine arbeitsbedingte Verursachung, so dass die Voraussetzung für ihre Aufnahme in die Berufskrankheitenverordnung nicht gegeben ist.

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