Harnblasenkrebs und Rauchen

Rauchen schädigt die eigene Gesundheit und die Gesundheit anderer
Rauchen schädigt die eigene Gesundheit und die Gesundheit anderer

Ein holländisches Forscherteam hat im Jahr 2011 Daten von 718 an nicht muskelinvasivem Harnblasenkrebs erkrankten Patienten über einen Zeitraum von 2,5 Jahren ausgewertet. Ihr besonderes Augenmerk war dabei auf die Tatsache gerichtet, ob es sich bei den Patienten um Raucher oder Nichtraucher handelte.

Die Auswertung der Studie kam zu folgendem Ergebnis:

Harnblasenkrebs und Rauchen sind eine schlechte Kombination

Nichtraucher jedoch waren in diesem Zeitraum nur zu 37,7 % betroffen.

Ein Rezidiv trat durchschnittlich nach 19,6 Monaten bei 284 der Patienten auf.

Während demnach folglich also Rauchen eindeutig die rezidivfreie Zeit verkürzt, wurden gleichfalls auch Faktoren wie bereits im Vorfeld erfolgte Rezidive sowie die Häufung von Primärtumoren in der Blase berücksichtigt. Diese Tatbestände sind ebenfalls für ein häufigeres Wiederauftreten des Blasenkrebses verantwortlich.

Eine deutliche Aussage des Forscherteams war auch, dass Rauchen die Effektivität einer Chemotherapie stark in Mitleidenschaft zieht, denn die erfolgte Chemo war bei allen beobachteten Patienten identisch.

Unser Fazit: Als Ratschlag und wertvoller Hinweis bleibt, unbedingt mit dem Rauchen aufzuhören!

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Krebszeitung

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  • Eine Tumorzelle an der inneren Wand eines Blutgefäßes. Der markierte Bereich ist rechts vergrößert dargestellt. Marco Prinz/Universität Freiburg
    Krebsthemen

    Eine Tumorzelle an der inneren Wand eines Blutgefäßes. Der markierte Bereich ist rechts vergrößert dargestellt. Marco Prinz/Universität Freiburg90 Prozent aller Krebspatienten sterben heute nicht mehr am ursprünglichen Tumor, sondern an Metastasen. Diese entstehen, wenn Tumorzellen über die Blutbahn in andere Organe „auswandern“. Nun haben Wissenschaftler des Instituts für Virologie am Klinikum rechts der Isar der TUM, des Helmholtz Zentrums München und der Universität Zürich am Beispiel von Darmkrebs herausgefunden, mit welchem Trick die Tumorzellen aus den Blutgefäßen zurück ins Gewebe gelangen: Sie produzieren Signalproteine, mit denen sie die Arterienwände durchlässig machen – damit steht ihnen der Weg in ein anderes Organ offen.

    Diese Erkenntnisse, die in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift Cancer Cell veröffentlicht sind, ermöglichen einen neuen Ansatz sowohl für die Vorhersage des Metastasierungsrisikos als auch für die Verhinderung drohender Metastasen.

    Möglicher Therapieansatz gegen metastasierenden Darmkrebs; Veröffentlichung in „Cancer Cell“

    Welche Signalwege benötigt eine Tumorzelle, um Metastasen zu bilden? Einen entscheidenden Schritt in diesem Prozess haben Wissenschaftler vom Klinikum rechts der Isar der TUM und vom Helmholtz Zentrum München jetzt für das Beispiel Darmkrebs entdeckt. Sie haben herausgefunden, dass die Tumorzellen bestimmte Proteine aussenden, die sogenannten Chemokine. Im Fall der metastasierenden Kolonkarzinom-Zellen ist dies das Chemokin CCL2. Die CCL2-Chemokine docken an die Zellen der inneren Blutgefäßwände (Endothelzellen) an und aktivieren dort den entsprechenden Rezeptor (CCR2 Rezeptor). Dadurch ziehen sich die Endothelzellen zusammen – und die Tumorzellen können durch die Gefäßwand schlüpfen.

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  • Prof. Michael Forsting, bei der Pressekonferenz zum 90. Deutschen Röntgenkongress
    Kongresse

    Der 93. Deutsche Röntgenkongress wird „Gegensätze verbinden“ und fährt dabei die ganze Bandbreite der Radiologie auf. Von der Rheumabildgebung bis zur Kinderradiologie erwarteten die Teilnehmer vier spannende Kongresstage.

    Vom 16. bis 19. Mai 2012 findet der 93. Deutsche Röntgenkongress statt. Die Deutsche Röntgengesellschaft e.V. (DRG) erwartet als Ausrichterin des größten deutschsprachigen Kongresses der Bildgebung über 7000 Teilnehmer. Und diesen wird erneut einiges geboten: Mehr als 850 Vorträge, Seminare und Workshops zu den verschiedensten radiologischen Themen erwarten Radiologen, medizinisches Assistenzpersonal und Studenten aus aller Welt.

    Berlin, im Mai 2012. „Gegensätze verbinden!“ So lautet das Motto des diesjährigen Deutschen Röntgenkongresses und meint damit nicht nur den Gegensatz eines Münchener Kongresspräsidenten in der Seefahrerstadt Hamburg. „Die fachübergreifende Zusammenarbeit auch scheinbar gegensätzlicher Bereiche stellt für den betreuten Patienten den größtmöglichen Gewinn dar.“ erläutert Professor Dr. Hermann Helmberger, Chefarzt des Zentrums für Radiologie und Nuklearmedizin am Klinikum Dritter Orden in München und diesjähriger Präsident des 93. Deutschen Röntgenkongresses, den Leitspruch. „Dies haben wir in den von uns ausgesuchten Schwerpunktthemen berücksichtigt: Von der Abdominaldiagnostik über die Herz- und Rheumabildgebung bis zur Kinderradiologie konnten wir namhafte Referentinnen und Referenten aus aller Welt gewinnen.“

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