Hochrisiko-HPV bei jeder fünften Frau

Humane Papillomviren (HPV) - Quelle: Dana Holzinger, DKFZ

Jede fünfte Frau bis 30 Jahre ist mit einem HPV-Virus eines Hochrisiko- Typs infiziert. Dies zeigen zwei Studien mit über 10.000 Frauen, die die frauenärztliche Praxis zu einer Routineuntersuchung aufgesucht haben. Im Alter zwischen 20 und 22 Jahren war sogar jede Vierte mit diesen gefährlichen Virus-Typen infiziert.

Diese Zahlen entsprechen den Zahlen aus anderen westlichen Industriestaaten. Die meisten dieser Infektionen heilen folgenlos aus. Aber in manchen Fällen nistet sich das Virus ein, führt zu Gewebsveränderungen im Gebärmutterhals bis hin zur Krebserkrankung. Bis heute sterben über 1.500 Frauen in Deutschland pro Jahr an den Folgen dieser Infektion.

Gegen die zwei Virustypen HPV 16 und HPV 18, die für über 70% der Krebserkrankungen verantwortlich sind, kann mit einer Impfung eine Immunität aufgebaut werden. Die Impfung schützt auch vor Krebserkrankungen, die durch das Virus an der äußeren Scheide oder im Mund-Rachen-Raum hervorgerufen werden oder bei denen eine HPV-Beteiligung intensiv diskutiert wird, wie beim Peniskarzinom. Mit der Impfung können aber nur HPV-Infektionen verhindert werden, die erst nach Abschluss des vollständigen Impfzyklus mit drei Impfterminen stattfinden. Liegt bereits eine Infektion mit dem Virus vor, so kann diese durch eine Impfung nicht rückgängig gemacht werden. Deshalb empfehlen die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe und der Berufsverband der Frauenärzte dringend die frühzeitige HPV-Impfung, am besten zwischen 12 und 17 Lebensjahren. In dieser Zeitspanne wird die Impfung auch von den Krankenkassen bezahlt.

© DGGG und BVF 2012

Quelle:
Iftner, T. et al, Die Häufigkeit von HPV-Infektionen bei Frauen in Deutschland im Vergleich zum Nachbarland Dänemark. FRAUENARZT 53(2012)

Pressemitteilung Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe e.V., Dr. Susanna Kramarz


Krebszeitung

--Download Hochrisiko-HPV bei jeder fünften Frau als PDF-Datei --


  • Das Deutsche Krebsforschungszentrum - dkfz - in Heidelberg
    dkfz

    Viele Krebspatienten verlieren in dramatischem Ausmaß Fett- und Muskelmasse. Die extreme Auszehrung ist sogar häufig die eigentliche Ursache von Krebstodesfällen. Heidelberger Wissenschaftler entdeckten nun an Mäusen, dass Tumoren die Produktion eines zentralen Genschalters in der Leber anregen. Die Aktivität des Schalters senkt den Blutfettspiegel, so dass die Tiere abmagern. Die Forscher zeigen erstmals, dass die krebsbedingte Auszehrung zentral von der Leber gesteuert wird. Das Ergebnis kann Wege aufzeigen, um den fatalen Verlust an Körpermasse zu bremsen.

    […mehr lesen]

  • Rauchen schädigt die eigene Gesundheit und die Gesundheit anderer
    Deutsche Krebshilfe

    Berlin (jft) – Am 31. Mai 2009 ist Welt-Nichtrauchertag. Unter dem diesjährigen Motto „Ein Bild sagt mehr als tausend Worte“ fordern Gesundheitsexperten weltweit die Einführung von bildlichen Warnhinweisen auf Tabakverpackungen. „Rauchen ist der größte vermeidbare Gesundheitsrisikofaktor und verantwortlich für ein Drittel aller Krebserkrankungen“, betonte Professor Dr. Dagmar Schipanski, Präsidentin der Deutschen Krebshilfe, anlässlich einer Pressekonferenz heute, am 26. Mai 2009, in Berlin. „Wir müssen handeln und die Raucherquoten senken!“ Die Deutsche Krebshilfe ist Mitglied im AKTIONSBÜNDNIS NICHTRAUCHEN.

    […mehr lesen]

Google News – Gesundheit