Hoffnung auf Heilung

Schmerz - pixabay

(22.06.09) Die Fortschritte in der Medizin ermöglichen es, Krebserkrankungen immer besser in den Griff zu bekommen. Das gilt auch für den Leberkrebs. „Selbst wenn ein Patient ein Leberzellkarzinom entwickelt hat, stehen heutzutage viele Therapiemöglichkeiten offen“, erklärt die Sprecherin des Berufsverbandes Niedergelassener Gastroenterologen (bng), Prof. Dr. Birgit Kallinowski.

Der primäre Leberkrebs, der sich direkt aus Leberzellen entwickelt, ist eine bösartige Erkrankung, der in Deutschland Jahr für Jahr rund 6000 Menschen zum Opfer fallen. Früherkennungsprogramme, wie sie zunehmend auch bei älteren Zirrhose-Patienten zum Einsatz kommen, führen aufgrund der immer besseren Behandlungsmöglichkeiten früher Tumorstadien zu besseren Prognosen für den Krankheitsverlauf. „Für Patienten mit einem auf die Leber beschränkten Krebs kann eine Entnahme des gesamten Organs mit anschließender Lebertransplantation eine absolute Heilungschance darstellen“, betont Prof. Dr. Kallinowski, die wie viele ihrer gastroenterologisch tätigen Kollegen Transplantationspatienten vorbereitet und nachbetreut.

Neue Hoffnung macht die Entwicklung spezieller Chemotherapieverfahren (transarterielle Chemoembolisation), die sehr gezielt auf den Tumor gerichtet und bei auf anderem Wege nicht therapierbaren Tumoren erfolgversprechend sind. Dabei werden über eine Leberarterie mit einem Katheter die tumorversorgenden Blutgefäße verschlossen und lokal Zytostatika in den Tumor gespritzt.

Seit etwa zwei Jahren steht auch für betagte Patienten mit einer fortgeschrittenen Leberzirrhose und einem Leberzellkarzinom eine effektive Chemotherapie mit dem Wirkstoff Sorafenib (Nexavar) zur Verfügung. Vielen Patienten mit einem früher nicht auf eine Chemotherapie ansprechenden Tumor können auf diese Weise heute noch einige Monate mit guter Lebensqualität gegeben werden.

Trotz aller Fortschritte bleibt festzustellen, dass immer noch etwa 70 Prozent aller Leberzellkarzinome erst in spätem Stadium erkannt werden. Deshalb ist Früherkennung so wichtig. Die niedergelassenen Gastroenterologen bieten ihren Patienten hierfür alle Untersuchungsmöglichkeiten.

Weitergehende Informationen unter:

Berufsverband Niedergelassener Gastroenterologen Deutschland e.V.
Insel 3, 89231 Neu-Ulm, Telefon: 0700 26426426, Fax:0731 7054711
eMail: info@gastromed-bng.de, Internet: www.gastromed-bng.de

Pressemitteilung der Berufsverband Niedergelassener Gastroenterologen Deutschlands e.V.


Krebszeitung

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