HPV-Infektionen nachweisen bringt Sicherheit

Ein Beispiel der Krebs- Früherkennung ist die HPV-Testung (HPV ist ein Virus, der bei Frauen Gebärmutterhalskrebs auslösen kann.

Die humanen Papillomaviren (HPV) können Gebärmutterhalskrebs auslösen – allerdings nur, wenn die Infektion über viele Jahre oder sogar Jahrzehnte andauert. Zwar machen etwa vier von fünf Frauen in ihrem Leben einmal eine HPV-Infektion durch, doch nur bei 20 Prozent der Betroffenen bleibt die Infektion über einen längeren Zeitraum bestehen. Und auch dann steigt das Krebsrisiko nur an, wenn es sich um den Hochrisiko-Virentyp handelt.

Nicht jeder HPV-Typ gefährlich

Die vielen verschiedenen HPV-Typen lassen sich in den „Haut-Typ“ und den „Schleimhaut-Typ“ unterteilen. Die „Haut-Typen“ des Papillomavirus können Warzen hervorrufen und spielen möglicherweise bei bestimmten Hautkrebsarten eine Rolle. Die „Schleimhaut-Typen“ des Papillomavirus können unterschiedlich gefährlich sein: die Niederrisiko-Typen verursachen Warzen im Genitalbereich, die Hochrisiko-Typen können dagegen Gebärmutterhalskrebs auslösen.

Bei einem Zehntel der Frauen mit länger bestehender Hochrisiko-HPV-Infektion kommt es zu Auffälligkeiten, nur bei jeder hundertsten Frau entsteht wirklich Krebs.

Diagnostik bringt meist Entwarnung

Das Wissen, ob eine HPV-Infektion vorliegt und ob es sich um einen Hochrisiko-Typ handelt, bringt Sicherheit. In den meisten Fällen gibt die Diagnostik den untersuchten Frauen Entwarnung. Liegt eine Infektion mit einem Hochrisiko-HPV-Typ vor, zeigt die Folgediagnostik in den nächsten Monaten, ob das Immunsystem die Infektion erfolgreich bekämpfen kann. Bleibt die Infektion bestehen, können die Betroffene und ihr behandelnder Arzt engmaschig kontrollieren und im Bedarfsfall sofort handeln.

Neben dem Genitalbereich können die humanen Papillomaviren auch andere Schleimhautbereiche befallen. Zum Beispiel gehen auch Krebsarten im Mundrachenraum auf das Konto der Viren. Insgesamt verursachen die humanen Papillomaviren jedes Jahr 530.000 neue Krebsfälle.

Pressekontakt:
Dr. Lilian Schoefer/Angelika Hecht
Institut für Mikroökologie
Auf den Lüppen 8
35745 Herborn
Tel.: 02772-981128/-350
E-Mail: lilian.schoefer@mikrooek.de, angelika.hecht@mikrooek.de

Bessere Risikoeinschätzung von Gebärmutterkrebs mittels Ultraschall


Krebszeitung

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  • Schmerz - pixabay
    Krebskongress 2014

    Deutsche Krebshilfe und Deutsche Krebsgesellschaft fordern flächendeckende psychoonkologische Versorgung

    Berlin, 20. Februar 2014 (gb) – Immer mehr Menschen erhalten die Diagnose Krebs. Etwa ein Drittel der Betroffenen leidet so sehr unter der Erkrankung, dass sie psychologische Hilfe benötigen. Doch bundesweit werden noch nicht alle Patienten adäquat und nach den gleichen Qualitätsstandards versorgt. „Die Deutsche Krebshilfe appelliert an die Gesundheitspolitik und die Kostenträger, sich dem Thema verstärkt zu widmen und die notwendigen Versorgungs-Strukturen in den Krebszentren sowie deren adäquate Finanzierung sicherzustellen“, forderte Gerd Nettekoven, Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krebshilfe, heute auf einer Pressekonferenz auf dem Deutschen Krebskongress 2014 in Berlin.

    Professionelle Hilfe ist immer dann erforderlich, wenn die eigenen Ressourcen für die Krankheitsbewältigung nicht ausreichen. Betroffene, die unter Depressionen leiden, brauchen dringend Unterstützung. Und auch sozialer Rückzug, Schlafstörungen, Ängste oder andere psychische Störungen sind Hinweise dafür, dass psychoonkologische Hilfe notwendig sein könnte. Eine umfassende pychoonkologische Betreuung hat das Ziel, dem Betroffenen zu helfen, seine Krankheit aktiv zu bewältigen und zu lernen, mit den Symptomen und den Therapienebenwirkungen besser umzugehen. Eine adäquate psychoonkologische Hilfe umfasst die enge Zusammenarbeit eines Teams von Fachkräften: Ärzte, Psychologen, Pflegende, Sozialarber, Seelsorger und Physiotherapeuten sind notwendig. Selbsthilfegruppen können die Leistungen des professionellen Versorgungssystems sinnvoll ergänzen.

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