Im Fokus – Der gut informierte Patient

Zufriedene Gesichter bei Arzt und Patient: PD Dr. Christian Wülfing und Kurt Begemann freuen sich über den erfolgreichen Verlauf der Nierentumor-OP. Quelle: ukm
Zufriedene Gesichter bei Arzt und Patient: PD Dr. Christian Wülfing und Kurt Begemann freuen sich über den erfolgreichen Verlauf der Nierentumor-OP. Quelle: ukm

Berlin (elf) – So unterschiedlich Betroffene mit der schockierenden Diagnose Krebs umgehen, so individuell sind die Fragen, die sie sich stellen. Antworten, leicht verständlich und patientennah formuliert, liefern der neue telefonische Beratungsdienst INFONETZ KREBS und das ‘Handbuch gegen Krebs‘.

Dies teilten die Deutsche Krebshilfe und die Deutsche Krebsgesellschaft heute am 27.Oktober 2014 auf einer Pressekonferenz in Berlin mit. Rund 500.000 Menschen sehen sich in Deutschland jedes Jahr mit der Diagnose Krebs konfrontiert. Eine Diagnose, die das gesamte Leben der Betroffenen, aber auch ihrer Angehörigen und Freunde von einem Tag auf den anderen verändert.

Viele dieser Menschen haben sich bis zu diesem Zeitpunkt nicht mit dem Thema Krebs auseinandersetzen müssen. Unwissenheit aber verstärkt Ängste und das Gefühl der Hilflosigkeit. Und das in einer Situation, in der sich die Betroffenen mit einer lebensbedrohlichen Erkrankung konfrontiert sehen und weitreichende Entscheidungen, wie etwa die Wahl des Behandlungsverfahrens, treffen müssen.

Seit Gründung der Deutschen Krebshilfe vor 40 Jahren durch Mildred Scheel gehört die Information und Aufklärung über die Erkrankung Krebs zu den Kernaufgaben der Organisation. „Krebspatienten sollen und möchten heute auch in die medizinischen Entscheidungen mit einbezogen werden und damit gleichberechtigte Gesprächspartner ihrer behandelnden Ärzte sein“ betonte der Präsident der Deutschen Krebshilfe Dr. Fritz Pleitgen.

Gemeinsam reagieren die Deutsche Krebshilfe und die Deutsche Krebsgesellschaft auf den hohen Bedarf an patientennahen Informationen mit dem neuen Beratungsangebot INFONETZ KREBS, das Aufklärung mit höchster Qualität und nach aktuellem Wissen bietet. Unter der Telefonnummer 0800 / 80 70 88 77 erhalten Betroffene und deren Angehörige kostenfrei qualitätsgesicherte Informationen und Beratung. „Das Beratungsangebot ist als zusätzlicher Service gedacht und soll den Patienten dabei unterstützen, aktiv und informiert an seiner Behandlung teilzuhaben“, erklärte Hans-Peter Krämer, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Krebshilfe.

 Zahlreiche Experten haben viele tausend wissenschaftliche Artikel, Studien, Gesetzestexte und Erfahrungsberichte von Betroffenen gesichtet und analysiert. Die Datenbank des INFONETZ KREBS umfasst somit den heutigen Wissensstand in der Onkologie. Ergänzend dazu stellten die beiden Organisationen das neue ‘Handbuch gegen Krebs‘ vor. Unter Mitwirkung von BILD ist dies im Zabert Sandmann-Verlag erschienen.

„BILD möchte aufklären und Betroffene und Angehörige auf dem oft schweren Weg einer Krebserkrankung begleiten. Deshalb unterstützen wir das ‘Handbuch gegen Krebs‘. Ziel ist es, wissenschaftlich fundierte Informationen in verständlicher Sprache zu vermitteln – um Sicherheit zu bieten und vor allem, um Mut zu machen“, so Kai Diekmann, BILD-Chefredakteur.

60 namhafte Experten der Deutschen Krebshilfe und der Deutschen Krebsgesellschaft waren inhaltlich beteiligt. Das Buch gibt einen Überblick über die verschiedenen Stadien der 35 häufigsten Krebsarten. Es unterstützt Betroffene in einer Art Lotsenfunktion – von der Diagnose bis zur Therapie und der Nachsorge. „In Zusammenarbeit mit BILD als großer deutscher Boulevard-Zeitung entstand ein Buch mit verständlichen Informationen, das Unterstützung bietet und der Krankheit Krebs ein Stück ihres Schreckens nehmen kann“, erklärt Dr. Johannes Bruns, Generalsekretär der Deutschen Krebsgesellschaft. Ab heute, dem 27. Oktober 2014, ist das ‘Handbuch gegen Krebs‘ für 19,95 € im Handel erhältlich. Pro verkauftem Exemplar kommen 2 € der Arbeit der Deutschen Krebshilfe zu Gute.

Pressemitteilung der Deutschen Krebshilfe e.V.

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Krebszeitung

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