iManageCancer – Gesundheitsapps für Krebspatienten

Smartphone-App im Projekt iManageCancer. - Fraunhofer IBMT (Foto: Bernd Müller).
Smartphone-App im Projekt iManageCancer. - Fraunhofer IBMT (Foto: Bernd Müller).

EU-Projekt zur Unterstützung und Stärkung von Krebspatienten beim Management ihrer Erkrankung mittels einer Smartphone-Plattform, koordiniert vom Fraunhofer-Institut für Biomedizinische Technik IBMT, geht ins zweite Projektjahr

Smartphone-App im Projekt iManageCancer. - Fraunhofer IBMT (Foto: Bernd Müller).
Smartphone-App im Projekt iManageCancer. –
Fraunhofer IBMT (Foto: Bernd Müller).

Fortschritte in der Tumorbehandlung machen Krebs immer öfter zu einer heilbaren oder chronischen, langwierigen Erkrankung. Als solche stellt sie Betroffene und ihr Umfeld vor hohe Herausforderungen, ihre Gesundheit zu managen und die Krankheit zu bewältigen. Mehr denn je sind Patienten und deren Angehörige daher gefordert, eine aktive Rolle zu übernehmen. Das EU-Projekt »iManageCancer« will Patienten durch innovative Gesundheitsapps unterstützen und wird künftig eine Selbstmanagement-Plattform bereitstellen, die auf die speziellen Bedürfnisse von Krebspatienten zugeschnitten ist und deren Wohlbefinden in den Mittelpunkt stellt.

Diese Plattform für Smartphones wird dem Patienten helfen, bestimmte Aspekte der Krankheit besser zu managen und seine Rolle in Entscheidungsprozessen hinsichtlich seiner Behandlung zu stärken. So unterstützen die geplanten Tools der IT-Plattform z. B. beim Medikamentenmanagement;  sie warnen vor Wechselwirkungen und Gegenanzeigen, helfen klinische Dokumente zu verstehen und zu verwalten, werten die psychische Belastung des Patienten und seines Umfelds aus, stellen passgenaue Informationen zu Therapieentscheidungen bereit, erkennen und warnen vor Komplikationen oder helfen bei der Schmerzbehandlung und einer notwendigen Anpassung des Lebensstils.

Eine besondere Rolle nehmen darüber hinaus auch seriöse Spiele ein, die insbesondere Kinder stärken sollen eine positive Haltung zu ihrem Leben und zu ihrer Erkrankung zu behalten oder Erwachsene im Umgang mit Krankheitsfolgen weiterbilden und motivieren. Patienten können auf Wunsch auch ihre Ärzte miteinbeziehen, um die erhobenen Daten mit ihnen zu teilen. Ein Forum zum Austausch unter Betroffenen rundet die Plattform ab.

»iManageCancer« ist eine im Februar 2015 gestartete europäische Forschungsaktivität zum »Empowerment« der Patienten und zur Stärkung ihrer Fähigkeiten mithilfe neuer Gesundheitsapps und eHealth-Diensten ihre Erkrankung besser zu managen. Neun interdisziplinäre Partner aus fünf europäischen Ländern entwickeln und erforschen intelligente, informative und unterhaltsame Wege und Werkzeuge, um chronisch Kranke beim Management ihrer Gesundheit auf neue Art mittels ihres Smartphones zu unterstützen.

Das Fraunhofer-Institut für Biomedizinische Technik IBMT koordiniert dieses Vorhaben. Seine Aufgaben konzentrieren sich auf die Weiterentwicklung eines »Care-Flow-Engine« genannten Expertensystems, das Arzt und Patienten durch die Behandlung führt. Die an das Konzept der Behandlungspfade angelehnte Technik soll es Onkologen erlauben, Behandlungsprozesse mit integrierten Aufgaben, Entscheidungsregeln und Hilfestellungen zu formulieren, die das System dann für Patienten und ihre Ärzte personalisieren und ausführen kann. Die medizinische Federführung obliegt der Klinik für pädiatrische Hämatologie und Onkologie des Universitätsklinikums des Saarlandes. Eine Basisversion der IT-Plattform für die klinische Erprobung durch Patienten, Angehörigen und Ärzten wird im Oktober 2016 erwartet.

Weitere Informationen zum Projekt, das unter dem Grant Agreement 643529 Förderung aus dem EU-Programm Horizont 2020 für Forschung und Innovation erhält, finden Sie unter http://imanagecancer.eu/

Laufzeit: 01.02.2015 – 31.07.2018

Ansprechpartner:

Dipl.-Inform. Stephan Kiefer
Projektkoordinator iManageCancer
Fraunhofer-Institut für Biomedizinische Technik IBMT
Joseph-von-Fraunhofer-Weg 1
66280 Sulzbach
Telefon: 06894/980-156
E-Mail: stephan.kiefer@ibmt.fraunhofer.de

Projektpartner:

Fraunhofer-Institut für Biomedizinische Technik, St. Ingbert, DE (Koordinator)
Universitätsklinikum des Saarlandes, Klinik für pädiatrische Onkologie und Hämatologie, DE
Foundation for Research and Technology Hellas, GR
Philips Electronics Nederland B.V. und Philips Electronics UK Limited
Cancer Intelligence Ltd, UK
University of Bedfordshire, UK
European Institute of Oncology, IT
Serious Games Solutions GmbH, DE


Weitere Informationen:

http://www.ibmt.fraunhofer.de
http://www.ibmt.fraunhofer.de/de/ibmt-kernkompetenzen/ibmt-biomedizintechnik/ibm…

Pressemitteilung
Fraunhofer-Institut für Biomedizinische Technik IBMT, Dipl.-Phys. Annette
Maurer, 27.01.2016

Neues Kamerasystem zeigt Tumore farbig an


Krebszeitung

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  • Krankenkassen - pixabay
    Krankenkassen

    Sozialverband VdK sieht in Aussicht gestellte Rentenerhöhung von 2,5 Prozent skeptisch

    „Die Botschaft hör ich wohl, allein, mir fehlt der Glaube“, so  kommentierte Ulrike Mascher, Präsidentin des Sozialverbands VdK Deutschland, die im Rahmen einer Veranstaltung der Deutschen Rentenversicherung heute genannte mögliche Rentenerhöhung zwischen 2 und 2,5 Prozent für das Jahr 2014. „Damit würden die Renten erstmals seit vielen, vielen Jahren wieder gleichauf mit den Löhnen steigen. Aus den bitteren Erfahrungen der vergangenen Jahre wissen wir aber, dass zwischen den alljährlichen Herbstprognosen und den tatsächlichen Rentenerhöhungen im darauf folgenden Sommer oft Welten liegen“, erläuterte sie ihre Skepsis. Man müsse abwarten, was aus diesen Versprechungen wird. „Und selbst wenn es zu dieser Erhöhung kommen sollte, so gleicht sie längst nicht die fast zehnprozentigen Wertverluste der Renten seit 2004 aus“, ergänzte sie.

    Es sei zudem ein falsches Signal, bei ständig sinkenden Renten und drohender Altersarmut durch eine Absenkung des Beitragssatzes die bestehenden Rücklagen bis auf die Mindestrücklage aufzulösen. So kommentiert Mascher die Zahlen der Deutschen Rentenversicherung  Bund, wonach von einer Renten-Beitragssenkung von 18,9 auf 18,3 Prozent ausgegangen wird. Eine Senkung um 0,6 Prozentpunkte wirkt sich in den Geldbörsen der Beitragszahler nur minimal aus, rund 7,50 Euro bei einem Brutto-Monatseinkommen von 2500 Euro. „Es geht jedoch um eine langfristige Sicherung der Rentenkassen. Bei hohen Rücklagen Beiträge zu senken, ist zwar populär, aber keine nachhaltige Politik. Statt einer kurzsichtigen Beitragssenkung sollten die Mehreinnahmen weitsichtig zur Stabilisierung der Renten genutzt werden, zum Beispiel bei der Erwerbsminderungsrente und im Bereich der Rehabilitation“, so Mascher. Sie stimmt in ihrer Kritik mit der Deutschen Rentenversicherung überein, die an einem stabilen Beitrag festhalten möchte: „Die globale Wirtschaftskrise ist noch nicht gebannt. Daher ist ein sorgloser Umgang mit den Rücklagen der Rentenversicherung bedenklich. Die Reserven sind schnell aufgebraucht. Deshalb ist eine Beitragssenkung ein Irrweg“, so die VdK-Präsidentin. 

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    Gleich vier Wissenschaftlerteams am Deutschen Krebsforschungszentrum beginnen derzeit viel versprechende Forschungsprojekte, mit denen sie die Therapiemöglichkeiten bei Leukämie und verwandten Blutkrankheiten verbessern wollen. Die Deutsche José Carreras Leukämie-Stiftung e. V. unterstützt diese Forschungsarbeiten, die jeweils zwei bzw. drei Jahre dauern werden, mit insgesamt rund 900 000 Euro. Die Wissenschaftler der vier Gruppen verfolgen dabei ganz unterschiedliche Forschungsansätze.

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