Immunonkologische Therapie im Kampf gegen Krebs

MSD-Grafik: Urothelkarzinom - Quelle: MSD
MSD-Grafik: Urothelkarzinom - Quelle: MSD

Erweiterung der Therapieoptionen bei bestimmten Patienten mit fortgeschrittenem Blasenkrebs (Urothelkarzinom)

Urothelkarzinome sind bösartige Tumoren, die aus den Zellen des sogenannten Urothels entstehen. Diese Schleimhaut kleidet das gesamte harnleitende Hohlsystem, u. a. die Blase, von Innen aus. Früh erkannt, ist die Prognose für Betroffene mit einem Urothelkarzinom überwiegend günstig. Hat sich der Krebs jedoch bereits in andere Gewebe oder Organe ausgebreitet, ist die Prognose deutlich schlechter.

Für Patienten mit ungünstigem Krankheitsverlauf können innovative immunonkologische Therapien eine Erweiterung des bisherigen Behandlungsspektrums bieten.

Das Urothelkarzinom ist die häufigste bösartige Krebserkrankung der Harnblase. Insgesamt erkrankten im Jahr 2013 in Deutschland etwa 29.480 Personen neu an Blasenkrebs. Hierbei ist eine eindeutige geschlechtsspezifische Tendenz zu erkennen: Männer sind im Verhältnis zu Frauen mehr als dreimal häufiger betroffen.

Insgesamt ist das Urothelkarzinom die vierthäufigste bösartige Tumorerkrankung bei Männern.

Urothelkarzinome entstehen aus Zellen des sogenannten Urothels, der Schleimhaut, die das gesamte harnleitende Hohlsystem auskleidet. Bei neun von zehn Patienten ist das Urothelkarzinom in der Blase lokalisiert. Das liegt vor allem daran, dass dort der Großteil des Urothelgewebes zu finden ist.

Seltener treten Urothelkarzinome im Bereich der oberen Harnwege – in den sogenannten Nierenbecken oder in den Harnleitern – auf.

Urothelkarzinom: Diagnose und Prognose

In frühen Stadien sind die Symptome des Urothelkarzinoms meist unspezifisch und können auch anderen Ursachen zugeschrieben werden. Zu ihnen gehören unter anderem schmerzloses Auftreten von Blut im Urin, verstärkter Harndrang und Schmerzen beim Wasserlassen.

In fortgeschrittenen Stadien können auch Schmerzen in der Blasen-und Darmregion entstehen. Wird die Erkrankung früh erkannt, ist die Prognose für die betroffenen Patienten überwiegend günstig. Ist der Krebs bereits metastasierend, d. h. hat er Tochtergeschwülste in anderen Organen oder Geweben gebildet, ist die Prognose deutlich schlechter.

Mit einer neu zugelassenen immunonkologischen Therapie erweitert sich nun das Behandlungsspektrum für bestimmte Patienten mit einem fortgeschrittenen Urothelkarzinom um eine innovative Möglichkeit.

Das Immunsystem – ein Schlüssel im Kampf gegen das fortgeschrittene Urothelkarzinom

Anders als andere Behandlungsoptionen zielen immunonkologische Therapien darauf ab, das körpereigene Immunsystem für den Kampf gegen den Krebs stark zu machen und zu reaktivieren. Manchen Krebszellen gelingt es, die Immunzellen auszutricksen und an ihrer Abwehrfunktion zu hindern.

Die immunonkologischen Therapien setzen genau dort an, indem sie die Immunzellen wieder in die Lage versetzen können, Krebszellen zu erkennen und zu bekämpfen. Dieser immunonkologische Therapieansatz ist nun auch für bestimmte Patienten mit fortgeschrittenem oder metastasierendem Urothelkarzinom verfügbar.

Weitere Informationen zum Thema sowie ein Video zur Wirkweise der Immunonkologie finden Sie hier: www.immunonkologie.de

Anders als andere Behandlungsoptionen zielen immunonkologische Therapien darauf ab, das körpereigene Immunsystem für den Kampf gegen den Krebs stark zu machen und zu reaktivieren.

Sie wollen mehr über die immunonkologische Therapie erfahren? In diesem Video erzählt der Onkologe Dr. Overkamp mehr über die Therapiemöglichkeiten bei fortgeschrittenen Krebserkrankungen sowie zur Wirkweise und Anwendung der immunonkologischen Therapie.

Weitere Informationen finden Sie auch unter www.krebshilfe.de und www.krebsinformationsdienst.de.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:
Sandra Winter, MSD SHARP & DOHME GMBH, Lindenplatz 1, 85540 Haar
Tel.: 089 4561 – 1118, Fax – 1329,
mail to: sandra.winter@msd.de

 

Der informierte Patient – Individuell beraten, gemeinsam entscheiden

 


Krebszeitung

--Download Immunonkologische Therapie im Kampf gegen Krebs als PDF-Datei --


  • cropped-fluoreszenz-mikroskop_dreifarbig
    Forschung

    Krebs ist eine Erkrankung, die durch Veränderungen in den Genen ausgelöst wird. So unterscheiden sich Tumorzellen von normalen Zellen an hunderten bis tausenden von Stellen des Erbgutes (DNA). Welche Mechanismen ursächlich für die Entstehung dieser Genveränderungen sind, konnte jetzt ein internationales Konsortium zeigen, an dem auch Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) und des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein (UKSH) beteiligt waren.

    Durch die Analyse der DNA-Sequenz aller Gene von insgesamt 7042 Tumoren, welche die 30 häufigsten Krebserkrankungen umfassen, konnten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler über 20 verschiedene Muster von Erbgutveränderungen, sogenannte Mutationen, finden. Von diesen waren einige in mehr als der Hälfte aller Tumorarten nachweisbar, andere beschränkt auf einzelne Krebsarten. Zusätzlich konnten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler spezifische Mechanismen aufdecken, die die Entstehung eines Teils dieser Erbgutveränderungen erklären. Die Ergebnisse der Untersuchungen wurden jetzt in der Zeitschrift Nature veröffentlicht.

    […mehr lesen]

  • Solarium - pixabay
    Deutsche Krebshilfe

    Deutsche Krebshilfe warnt vor häufigen Solarienbesuchen

    Bonn (sts) – Die Sehnsucht nach Licht, Wärme und gebräunter Haut treibt viele Menschen ins Solarium. Aber jeder Solarienbesuch erhöht das persönliche Hautkrebsrisiko. „Wird das Bräunen zur Sucht, vervielfacht sich insbesondere die Gefahr am aggressiven malignen Melanom zu erkranken, dem sogenannten ‚schwarzen‘ Hautkrebs“, sagt Gerd Nettekoven, Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krebshilfe. Unter www.krebshilfe.de bietet die gemeinnützige Organisation daher umfassende Informationen zum Thema Hautkrebs durch UV-Strahlen.

    Extremes, zwanghaftes Bräunen der Haut wird als Tanorexie bezeichnet. Der Begriff leitet sich ab von dem englischen Verb für bräunen „tan“ und Anorexia nervosa, der Bezeichnung für Magersucht. Wie bei der Magersucht liegt auch bei der Tanorexie ein verzerrtes Selbstbild vor. Obwohl diese Menschen bereits übermäßig gebräunt sind, empfinden sie sich selbst als blass und damit unattraktiv. Bei Verzicht auf So-larium und Sonnenbäder leiden viele der Betroffenen vermehrt an Nervosität, Zittern, depressiven Verstimmungen und einem starken Drang nach Sonnenlicht.

    […mehr lesen]

Google News – Gesundheit