Infektionen verhindern, um Krebs zu vermeiden

Risiko der Krebserkrankung bei einer Infektion mit HPV - Quelle: Institut für Mikroökologie

Ist Krebs ansteckend? Früher war die Antwort darauf eindeutig – nein! Doch so einfach ist es nicht. Denn heute wissen wir: allein im Jahr 2008 gingen zwei Millionen Krebserkrankungen auf Infektionen zurück. Die Übeltäter sind vor allem Helicobacter pylori, Hepatitis B und C-Viren und die humanen Papillomaviren.

Während das Bakterium Helicobacter pylori ausschließlich für Magenkrebs verantwortlich ist und die Hepatitis-Viren „nur“ Leberkrebs verursachen, kann das humane Papillomavirus gleich an mehreren Orten zuschlagen. Über 151 verschiedene Typen des Papillomavirus wurden inzwischen beim Menschen entdeckt. Ihr Ziel sind die Zellen der Haut und der Schleimhaut.

Die „Haut-Typen“ des Papillomavirus lassen Warzen entstehen und spielen möglicherweise bei bestimmten Hautkrebsarten eine Rolle. Die „Schleimhaut-Typen“ des Papillomavirus können unterschiedlich gefährlich sein: die Niederrisiko-Typen verursachen Warzen im Genitalbereich, die Hochrisiko-Typen können dagegen Gebärmutterhalskrebs auslösen.

Neben dem Genitalbereich können die humanen Papillomaviren auch andere Schleimhautbereiche befallen. Zum Beispiel gehen auch Krebsarten im Mundrachenraum auf das Konto der Viren. Insgesamt verursachen die humanen Papillomaviren jedes Jahr 530.000 neue Krebsfälle, 275.000 Menschen sterben jährlich an den Folgen.

Gängige Maßnahmen zur Vorbeugung und Behandlung von Infektionen könnten die Krebsraten deutlich senken. Für bestimmte Hochrisiko-HPV-Typen gibt es seit einigen Jahren Impfstoffe. Besteht eine HPV-Infektion bereits, sollten die Betroffenen engmaschig zur Kontrolle gehen. Das Institut für Mikroökologie in Herborn weist zum Beispiel Infektionen mit dem humanen Papillomavirus nach.

Mehr Informationen unter:
http://www.mikrooek.de/fuer-aerzte-und-therapeuten/unsere-diagnostik/vorsorge/zervixkarzinom

Pressekontakt:
Dr. Lilian Schoefer/Melanie Meckel
Institut für Mikroökologie
Auf den Lüppen 8
35745 Herborn
Tel.: 02772-981128
E-Mail: lilian.schoefer@mikrooek.de, melanie.meckel@mikrooek.de, www.mikrooek.de

Pressemitteilung Institut für Mikroökologie, Melanie Meckel


Krebszeitung

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  • Weisser Hautkrebs - Quelle: Universitäts-Hautklinik Tübingen
    Hautkrebs

    Vorteile beim Gesamtüberleben, aber auch Nachteile in Form von Nebenwirkungen

    Der Wirkstoff Vemurafenib (Handelsname Zelboraf®) ist seit Februar 2012 zugelassen zur Behandlung von fortgeschrittenem Melanom, auch schwarzer Hautkrebs genannt. Er kommt für Erwachsene infrage, deren Melanom nicht operierbar ist oder Absiedlungen (Metastasen) gebildet hat und in deren Tumor ein bestimmtes Gen (BRAF-V600) verändert ist. Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hat den Zusatznutzen des Wirkstoffs gemäß AMNOG überprüft. Demnach stehen erhebliche Vorteile in Bezug auf das Gesamtüberleben einem erheblichen Schadenspotential in Form von Nebenwirkungen gegenüber. In der Gesamtschau ergibt sich ein Hinweis auf einen beträchtlichen Zusatznutzen von Vemurafenib.

    Vemurafenib im Vergleich mit Dacarbazin

    Als zweckmäßige Vergleichstherapie hat der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) den Wirkstoff Dacarbazin bestimmt. Zur Nutzenbewertung stand eine Studie zur Verfügung, die Vemurafenib direkt mit Dacarbazin verglich. Es handelt sich dabei um eine randomisierte und offene Studie, d.h. die Patientinnen und Patienten wurden nach dem Zufallsprinzip einer der beiden Behandlungsgruppen zugeteilt und sowohl sie als auch die Ärzte wussten, welcher der beiden Wirkstoffe jeweils zum Einsatz kam.

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    Hirntumoren

    Stammzellen im Gehirn können entarten und Krebs auslösen. Das junge Gehirn scheinen sie aber vor bestimmten Tumorarten zu bewahren, indem sie die Krebszellen abtöten. Dies könnte therapeutisch genutzt werden – auch bei älteren Patienten. Bei einer durchschnittlichen Überlebenszeit von wenigen Monaten nach der Diagnose ist das Glioblastoma multiforme eine der bösartigsten Krebserkrankungen des Menschen.

    Es ist ein Vertreter von Gehirntumoren,die wohl aus genetisch mutierten Stammzellen des Gehirns hervorgehen – und bislang auch durch eine operative Entfernung, eine Strahlenbehandlung,eine Chemotherapie oder eine Kombination dieser Maßnahmen kaum geheilt werden können.

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