Informationsfilm Darmkrebs

Mikroskopische Aufnahme eines Gewebsschnitts durch einen Dickdarmtumor mit Spezialfärbung: Die blau angefärbten Zellen produzieren den Wachstumsfaktor Epiregulin. Es handelt sich zum Großteil um Bindegewebszellen (Tumorfibroblasten). - Foto: Dr. Clemens Neufert

03.03.08 | Bonn (ek) – Die Deutsche Krebshilfe ergänzt ihr Aufklärungsmaterial durch Patienten-Informationsfilme auf DVD. Als ersten Titel dieser neuen Serie stellt die gemeinnützige Organisation anlässlich des Darmkrebsmonats März den Film „Darmkrebs“ vor. In dem einstündigen Hauptfilm berichten 12 Patienten über ihre Erfahrungen mit der Krankheit. Experten erläutern die Entstehung, Diagnostik und Therapie von Darmkrebs. Kurze Filme zu den Themen Chemotherapie, Psychoonkologie, Ernährung, ergänzende Heilverfahren und Palliativmedizin runden das Angebot ab. Die DVD kann ab sofort kostenlos bei der Deutschen Krebshilfe bestellt werden.

Neuer Patienten-Informationsfilm „Darmkrebs“

Die Deutsche Krebshilfe ist unter dem Motto „Helfen. Forschen. Informieren.“ tätig. Schon seit ihrer Gründung durch Frau Dr. Mildred Scheel setzt sich die Organisation dafür ein, dass Betroffene und Angehörige umfassend über die Krankheit Krebs aufgeklärt werden. „Das Thema Krebs ist heute kein Tabu mehr. Über Krebs wird gesprochen und geschrieben“, so die jetzige Präsidentin der Deutschen Krebshilfe, Frau Professor Dr. Dagmar Schipanski. „Wir möchten dazu beitragen, dass die Menschen angstfrei mit dieser Krankheit umgehen können. Denn ein aufgeklärter Patient, der weiß, was mit ihm geschieht, kann aktiv gegen seine Erkrankung angehen.“

„Die Hälfte aller Darmkrebs-Patienten kann heute geheilt werden“, erläutert Professor Dr. Wolff Schmiegel, Ärztlicher Direktor der Medizinischen Universitätsklinik Bochum und Vorsitzender des Fachausschusses „Krebs-Früherkennung“ der Deutschen Krebshilfe, der in dem neuen Informationsfilm als Fachexperte zu Wort kommt. „Wichtig im Kampf gegen den Darmkrebs ist die Früherkennung. Je früher ein Tumor erkannt wird, desto schonender die Behandlung und desto höher die Heilungschancen.“ Der Patienten-Informationsfilm der Deutschen Krebshilfe richtet sich daher auch an interessierte Bürger, die sich ausführlich informieren wollen.

„Nach der Diagnose Darmkrebs war nichts mehr so wie vorher“, erzählt Karin Uffelmann, eine ehemalige Darmkrebs-Patientin. „Ich wollte alles wissen und brauchte viel seelische Unterstützung.“ Hier setzt die Arbeit der Deutschen Krebshilfe an: Ratsuchende erhalten umfangreiches, kostenloses Informationsmaterial. Darüber hinaus steht der Informations- und Beratungsdienst der Deutschen Krebshilfe Patienten und Angehörigen auch telefonisch mit Rat und Tat zur Seite. Außerdem unterstützt die Deutsche Krebshilfe die Arbeit der Selbsthilfeorganisation Deutsche ILCO für Menschen mit Darmkrebs und/oder künstlichem Darmausgang, die im Haus der Krebs-Selbsthilfe in Bonn beheimatet ist.

Der Patienten-Informationsfilm „Darmkrebs“ wurde im Auftrag der Deutschen Krebshilfe produziert von TAKEPART media and science, Köln. Er ist als „Blaue DVD“ entweder zusammen mit der Broschüre „Darmkrebs“ oder einzeln kostenlos erhältlich bei der Deutschen Krebshilfe, Postfach 1467, 53004 Bonn. Ausschnitte aus der DVD stehen auch im Internet unter www.krebshilfe.de. Weitere Filme zu den Themen Brustkrebs, Prostatakrebs, Hautkrebs und Lungenkrebs sind in Vorbereitung. Die Deutsche Krebshilfe finanziert sich ausschließlich aus Spendengeldern der Bevölkerung und kämpft als Bürgerinitiative bereits seit über 33 Jahren gegen den Krebs. Ihr Spendenkonto: 909093 bei der Sparkasse KölnBonn.

Darmkrebs
Darmkrebs ist die häufigste Krebsart in Deutschland. Jedes Jahr erkranken über 70.000 Menschen neu daran. Rund 28.000 Betroffene sterben jährlich an einem bösartigen Tumor des Darms. Die wichtigste Waffe gegen Darmkrebs ist die Früherkennung. Denn früh genug erkannt, ist der Tumor in über 90 Prozent der Fälle heilbar. Die Deutsche Krebshilfe bietet allgemeinverständliche Informationsmaterialien zum Thema Darmkrebs an. Ratgeber, Präventionsfaltblätter und Plakate können kostenlos bestellt werden bei: Deutsche Krebshilfe, Postfach 1467, 53004 Bonn, oder hier
heruntergeladen werden.

Pressemitteilung der Deutschen Krebshilfe


Krebszeitung

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  • Archiv - pixabay
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  • Links: CT-Aufnahme, rechts: PET, Mitte: Kombination; Patient mit Lungentumor vor (oben) und nach (unten) Hochpräzisionsbestrahlung.Der Tumor hat sich bei erhaltener Lunge komplett zurückgebildet. Universitätsklinikum Freiburg
    Lungenkrebs

    Patienten mit nicht-kleinzelligem Lungenkrebs haben nur geringe Heilungschancen. Ein wesentlicher Grund dafür ist, dass sich beim Lungenkrebs zum Zeitpunkt der Diagnose oftmals bereits Metastasen vom Primärtumor in der Lunge abgesiedelt haben. Gegenwärtig gibt es keine wirksame Therapie zur Prävention oder Bekämpfung solcher Metastasen. Dr. Rudolf Götz und sein Team am Universitätsklinikum Würzburg untersuchen einen Mechanismus, der für die Metastasierung verantwortlich sein könnte. Im Visier haben sie einen Rezeptor, der an der Zelloberfläche ausgeprägt wird: den „Tyrosinkinase-Rezeptor“ (TrkB) und das angelagerte Molekül namens „BDNF“.

    Beim Lungenkrebs sind die Tumorzellen im frühen Stadium der Erkrankung noch miteinander verbunden. Den „Klebstoff“ zwischen den Zellen bilden spezialisierte Moleküle wie zum Beispiel das E-Cadherin. Forscher vermuten, dass die Absiedelung von Tumorzellen aus dem Primärtumor dadurch zustande kommt, dass zunächst der Kontakt der Krebszellen untereinander aufgelöst wird und die Krebszellen beweglich werden und wandern können.

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