Innovative Verträge mit Krankenkassen zur besseren Versorgung urologischer Patienten

Dr. med. Axel Schroeder Quelle: Wahlers PR

Die Urologie in Deutschland ist als integratives und zunehmend geriatrisches Fach höchst erfolgreich. Der Wandel zu einer Gesellschaft des längeren Lebens stellt jedoch auch die Urologen vor neue Herausforderungen. Konzepte wie „Active Surveillance“ beim früh erkannten Prostatakarzinom und eine bessere Versorgung Pflegebedürftiger können durch neue Vertragsformen befördert werden. Von diesen innovativen Versorgungsmodellen können Patienten, Kassen und Ärzte gleichermaßen profitieren.

Im Rahmen eines Vertragsworkshops, zu dem der Berufsverband der Deutschen Urologen e. V. (BDU e. V.) im Juni 2012 in Berlin eingeladen hatte, tauschten sich Vertreter mehrerer gesetzlicher Krankenkassen, der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), der Politik sowie gesundheitspolitischer Medien über mögliche Therapiebereiche der Urologie für Selektivverträge nach § 73 c Sozialgesetzbuch V aus. Die Workshop-Besucher zeigten sich darin einig, dass die Urologie ein hohes Potenzial für individuelle Vertragsgrundlagen bietet. Harald Möhlmann, Geschäftsführer „Versorgungsmanagement“ der AOK Nordost, sieht vor allem in der Heimversorgung gute Möglichkeiten für eine Zusammenarbeit mit der Urologie: Seiner Erwartung nach seien die Leistungs- und Strukturqualität durch urologische Selektivverträge zu optimieren, wodurch eine höhere Zufriedenheit der Patienten erreicht werden könne.

Die bessere Heimversorgung ist auch Anliegen des Pflege-Neuausrichtungs-Gesetzes (PNG). Im Mittelpunkt der Pflegereform stehen eine bessere Versorgung Demenzkranker und eine Stärkung der ambulanten Pflege, die unter anderem eine regelmäßige ärztliche Betreuung von Menschen in Pflegeheimen gewährleisten sollen. Damit rückt die Facharztgruppe der Urologen, die zahlreiche altersassoziierte Erkrankungen versorgt, ins Zentrum der geplanten Veränderungen.

Von den 700.000 pflegebedürftigen Menschen in Deutschland – Tendenz stark steigend – sind 70 Prozent harninkontinent und bedürfen einer andauernden urologischen Versorgung. Der BDU e.V. befürwortet die Pflegereform der Bundesregierung. Sie ermöglicht eine bessere Versorgung der urologischen Patientinnen und Patienten, insbesondere der Pflegebedürftigen und Demenzkranken in Pflegeheimen. Gleichzeitig können die Krankenkassen durch neue Versorgungsmodelle eine Menge Geld sparen. Geplant sind sowohl Kooperationsverträge innerhalb des KV-Systems als auch innovative Einzelverträge.

Ein zentrales Problem bei älteren Menschen ist die Katheter-Versorgung, die immer wieder Krankenhausaufenthalte von urologischen Heimpatienten notwendig macht. Das bedeutet enorme Anstrengungen für die Patientin oder den Patienten und verursacht erhebliche Kosten für die Krankenkassen. Mit einer internen Schulung des Heimpersonals durch Urologen könnte zum Beispiel diese Zusatzbelastung dank des PNG bald reduziert werden und die Pflegereform der Bundesregierung auch in der Praxis der Heimversorgung Anwendung finden.

Dr. med. Axel Schroeder

Pressemitteilung der DGU


Krebszeitung

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    dkfz

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