„Jenaer Harnblase“ erhält gute Noten von Fachexperten

Jenaer Harnblase
Jenaer Harnblase

(Jena) Urologen des Jenaer Universitätsklinikums präsentierten Anfang Februar auf einem Expertentreffen in Jena die neue OP-Methode der „Jenaer Harnblase“ vor Fachexperten aus ganz Deutschland. In einem zweitägigen Operationsseminar stellte Prof. Dr. Jörg Schubert, Direktor der Uniklinik für Urologie, die Komplexität des Verfahrens den Kollegen unter Livebedingungen ausführlich vor.

Jenaer Urologen stellten neue Methode auf Operationsseminar der Kritik der Kollegen

Die „Jenaer Harnblase“ verknüpft einige bereits bekannte Techniken mit innovativen OP-Schritten zu einer neuartigen, komplexen Methode, die sowohl einen nervenschonenden operativen Eingriff mit Erhalt der für die Potenz wichtigen Nervenstränge ermöglicht als auch den Blutverlust während des Eingriffs möglichst gering hält sowie die Operationszeit reduziert, und in der Folge die Patienten mit einer neuen Blase ausstattet, die die Inkontinenz ganz wesentlich verringern bis verhindern kann.

Die vorgestellte OP-Methode erhielt auf dem OP-Seminar, auf dem die Kollegen das neue Verfahren zum einen kritisch bewerten und zum anderen sich aneignen konnten, von den Chefärzten urologischer Kliniken gute Noten als eine wirkungsvolle und sinnvolle Lösung der bisherigen Probleme. „Wir können damit etwa jedem dritten vorgestellten Patienten wirksam helfen“, ist Prof. Jörg Schubert überzeugt. Großen Stellenwert hatte auf dem Symposium daher auch die Erarbeitung von Kriterien zur Bestimmung der Patientengruppen, für die das Jenaer Verfahren besonders geeignet ist.

Die Entfernung der Blase und Bildung einer Ersatzblase ist die wirksamste Therapiemethode bei in die Wand der Harnblase eingewachsenem Krebs, der vor allem bei Männern in der zweiten Lebenshälfte auftritt. Jährlich erkranken circa 15.000 Menschen an einer bösartigen Geschwulst der Harnblase, die damit als die zweithäufigste urologische Tumorart nach dem Prostatakrebs gilt.

Ansprechpartner:
Prof. Dr. Jörg Schubert
Direktor der Klinik für Urologie, Universitätsklinikum Jena
Tel.: 03641 / 935206
E-Mail: joerg.schubert@med.uni-jena.de

Pressemitteilung, Friedrich-Schiller-Universität Jena, Helena Reinhardt


Krebszeitung

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  • Das entnommene Gewebe von zwei Patienten mit Bauchspeicheldrüsenkrebs zeigt braun gefärbt die Biomarkerproteine an. In der linken Probe lassen sich deutlich mehr dieser spezifischen Proteine nachweisen als und rechts, was auf einen aggressiveren Krebs schließen lässt. ©UKD, Vera Hentrich
    Forschung

    Das entnommene Gewebe von zwei Patienten mit Bauchspeicheldrüsenkrebs zeigt braun gefärbt die Biomarkerproteine an. In der linken Probe lassen sich deutlich mehr dieser spezifischen Proteine nachweisen als und rechts, was auf einen aggressiveren Krebs schließen lässt. ©UKD, Vera HentrichDresden. Google liefert gute Suchergebnisse, weil es nicht nur Webseiten, sondern auch die Hyperlinks zwischen ihnen berücksichtigt. Eine ähnliche Strategie kommt zum Einsatz, um zu entscheiden, welche Proteine im Tumor eines Patienten relevant für den Krankheitsverlauf sind. Forscher des Biotechnologischen Zentrums der Universität Dresden (BIOTEC) haben gemeinsam mit einer Arbeitsgruppe des Dresdner Universitätsklinikums Carl Gustav Carus (UKD) eine modifizierte Version von Googles PageRank- Algorithmus benutzt, um 20.000 Proteine nach ihrem Einfluss auf das Voranschreiten von Bauchspeicheldrüsenkrebs zu untersuchen. In der Studie, die in dem amerikanischen Fachjournal „PLoS Computational Biology“ veröffentlicht wurde, haben die Forscher sieben Proteine gefunden, die dabei helfen können, die Aggressivität eines diagnostizierten Tumors anhand des Tumorgewebes zu bestimmen. Diese Information kann dem behandelnden Arzt helfen zu entscheiden, ob der Patient eine Chemotherapie erhalten sollte oder nicht. (DOI: 10.1371/journal.pcbi.1002511)

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