Knochenmarkkrebs: Neue Therapien gesucht

Prof. Uta Dirksen mit ihrem Kollegen Dr. Konstantin Agelopoulos aus der Medizinischen Klinik A bei der Arbeit im Labor Foto: WWU/DU

Wie lassen sich Therapien gegen Knochenmarkkrebs weiter verbessern? Dieser Frage geht eine neue Klinische Forschergruppe an der Universität Würzburg nach. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft unterstützt die Gruppe in den kommenden drei Jahren mit 3,2 Millionen Euro.

Die neue Forschergruppe am Universitätsklinikum Würzburg widmet sich dem Multiplen Myelom. Bei dieser Form des Knochenmarkkrebses geht die bösartige Erscheinungsform vermutlich auf die Aktivierung krebserregender Signalwege in den Zellen zurück. Darum wollen die Wissenschaftler die einzelnen Signalwege und deren Vernetzung detailliert untersuchen. Mit dem Wissen, das sie dabei gewinnen, lassen sich möglicherweise neue Therapiemöglichkeiten entwickeln.

Sprecher der Klinischen Forschergruppe ist Professor Hermann Einsele, Direktor der Medizinischen Klinik und Poliklinik II. Geleitet wird die Gruppe von Medizinprofessor Ralf C. Bargou.

An der Universität Würzburg gibt es damit nun insgesamt fünf Klinische Forschergruppen. Die anderen vier befassen sich mit der Therapie von Knochenverlust, mit dem Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätssyndrom ADHS, mit der Komplexität des Tumorgewebes und mit den Mechanismen, die Krebszellen gegen Medikamente unempfindlich werden lassen.

Laut Pressemitteilung hat die DFG zusammen mit der Würzburger Gruppe vier weitere Klinische Forschergruppen eingerichtet; sie arbeiten an den Universitätskliniken in Berlin, Düsseldorf, Heidelberg und Hamburg-Eppendorf.

Kontakt

Prof. Dr. Ralf C. Bargou,
T (0931) 201-70280,
bargou_r@klinik.uni- wuerzburg.de

Pressemitteilung Julius-Maximilians-Universität Würzburg, Robert Emmerich


Krebszeitung

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