Kontrastmittel in der Sonographie:

Sonographie
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Röntgen-Kontrastmittel wurden bisher nur in strahlenbelastenden radiologischen „Durchsichtverfahren“ sowie in der aufwendigen Computer- und Kernspintomographie eingesetzt. Seit gut zehn Jahren wird auch an Kontrastmitteln für Ultraschalluntersuchungen in der Medizin (Sonographie) gearbeitet. Beim Dreiländertreffen der Deutschen, Österreichischen und Schweizer Ultraschallexperten, wurde ausgiebig über die Anwendung von Kontrastmitteln nun auch in der Sonographie berichtet. Dabei zeigte sich: Kontrastmittel in der Sonographie sind ärztlicher Alltag geworden.

Sanfte Alternative zu Röntgenverfahren

Kontrastmittel nun auch beim Ultraschall

– weniger Nebenwirkungen und bessere Ergebnisse in Kombination mit neuen Ultraschallgeräten – mit geringeren Kosten

„Damit zieht die Sonographie erstmals in die bisher heiligen Hallen der radiologischen Schnittbildverfahren ein“, sagte Privatdozent Dr. Jörg Bleck von der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH). Insgesamt werde die Sonographie so „zunehmend zu einem ernst zu nehmenden Konkurrenten für die aufwendigeren, oft extrem teuren und zum Teil mit Strahlenbelastungen einher gehenden Untersuchungstechniken.“

Längst ist der Ultraschall aus so gut wie keinem medizinischen Gebiet mehr weg zu denken, betonte der Präsident des Kongresses, Prof. Michael J. Gebel von der MHH. Nun wird diese sichere und günstige Diagnosetechnik durch Kontrastmittel erweitert, um zum Beispiel die Bösartigkeit oder Gutartigkeit eines Tumors zu erkennen. Auch versteckte Tumoren werden entdeckt.

Eine weitere Anwendung ist die genaue Diagnostik bei abgestorbenen Gewebeteilen: Auf diese Weise können die Ärzte zum Beispiel feststellen, wo genau ein Ausfall (Infarkt) von Gewebe – etwa in Leber, Niere und Milz – stattgefunden hat und so gezieltere Therapiemaßnahmen einleiten. Die Kombination aus Ultraschall und Kontrastmitteln hilft ferner bei der Behandlung. Sie zeigt, ob ein – etwa durch Hitze oder Laser – behandelter Krebs wirklich restlos zerstört, das Krebsgewebe also abgestorben ist.

Die Ultraschallspezialisten folgen dabei einer alten ärztlichen Erkenntnis: „Wo noch Durchblutung ist, da ist auch Leben“. Ein konkretes Beispiel schließlich ist der bei vielen Menschen auftretende „Blutschwamm“ (Hämangiom), dessen Diagnose früher sehr teuer war. Die Einführung der Kontrastmittel-Sonographie trägt so zur Kostensenkung im Gesundheitswesen bei. Bei der Ultraschalluntersuchung werden Schallwellen jenseits des für den Menschen hörbaren Bereichs eingesetzt. Ultraschall besitzt die Eigenschaft, zurück zu kommen, wenn er auf etwas trifft. Die von Organen oder Geweben reflektierten Wellen werden in elektrische Impulse verwandelt, aus denen ein Bild errechnet wird – und zwar, im Gegensatz zu anderen Techniken, bewegte Bilder in Echtzeit.

Doch die frühere Weisheit: „Wie man in den Wald hinein ruft, so schallt es auch heraus“ gilt bei dieser modernen Technik nicht mehr ganz. Denn die Einführung von Kontrastmitteln in die Sonographie ging mit der Entwicklung von noch ausgeklügelteren UItraschallgeräten einher. Die Fachleute nennen dies „Kontrastharmonik“: Hier schallt es mit doppelter Frequenz zurück, und zwar rauscharm, und liefert Bilder so von höchster Qualität.

Mit bestimmten Ultraschallgeräten lässt sich der Blutfluss sichtbar machen. Die Anzahl der reflektierenden, bewegten Blutkörperchen wird durch Kontrastmittel, sprich durch kleine Gasbläschen erhöht. Kontrastmittel bewirken also, dass eine doppelte Schwingung zurück geworfen wird. Dafür sind selbstverständlich auch bessere Ultraschallgeräte notwendig. Zugegebenermaßen macht die Sonographie mit dem Einsatz von Medikamenten – und dazu gehören Kontrastmittel – auch einen Schritt in Richtung invasiver (in den Körper eingreifender) Medizin. Jedoch sind, so Bleck: „sonographische Kontrastmittel sehr viel besser verträglich und somit ein weiteres Plus für die Ultraschalltechnik“.

Weitere Informationen finden Sie unter:
www.mwm-vermittlung.de/aktudegum04.html

Pressemitteilung der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften


Krebszeitung

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