Kostenlose Hautkrebs-Tests nutzen

Messnetz aus dem UV-Messverbund - Quelle: Bundesamt für Strahlenschutz
Messnetz aus dem UV-Messverbund - Quelle: Bundesamt für Strahlenschutz
Messnetz aus dem UV-Messverbund - Quelle: Bundesamt für Strahlenschutz
Messnetz aus dem UV-Messverbund – Quelle: Bundesamt für Strahlenschutz

Insbesondere sonnenhungrige Bürgerinnen und Bürger sollten die Hautkrebs-Früherkennung nutzen, die die Krankenkassen jetzt kostenlos anbieten. Das rät das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS). Wie BfS-Sprecher Werner Nording mitteilte, würden jährlich bis zu 140 000 Menschen in Deutschland neu an Hautkrebs erkranken. 90 Prozent der Hautkrebserkrankungen würden mit höchster Wahrscheinlichkeit durch zu viel Sonne verursacht. Die Zahl der Neuerkrankungen habe sich in den letzten zehn Jahren verdoppelt. Gerade bei Hautkrebs gebe es mit Hilfe der Früherkennung und guten Behandlungsmöglichkeiten aber gute Heilungschancen.

Seit Anfang Juli hat Deutschland eine flächendeckende, standardisierte Hautkrebs-Früherkennung eingeführt. Danach hat jeder gesetzlich Krankenversicherte ab 35 Jahren Anspruch auf kostenlose Vorsorgeuntersuchungen. Eine solche Untersuchung wird von der Krankenkasse alle zwei Jahre bezahlt. „Dieses Angebot ist so wichtig, weil noch keine Generation vorher ein so hohes Risiko hatte, an Hautkrebs zu erkranken wie die heute 35-jährigen“, sagte der Sprecher.

Zur Durchführung der Vorsorgeuntersuchung sind neben Hautärzten auch Allgemeinmediziner, praktische Ärzte und Internisten berechtigt, die eine entsprechende Weiterbildung vorweisen können. Da es sich bei dieser Untersuchung um eine Früherkennungsmaßnahme handelt, wird hier keine Praxisgebühr fällig.

Die wichtigste Vorsorgemaßnahme, um Hautkrebs vorzubeugen, ist jedoch nach Auffassung des BfS ein vernünftiger Sonnenschutz. Wer sich ohne Reue in der Sonne wohlfühlen möchte, sollte daher diese Sonnenschutzregeln beachten:

  • Die Haut langsam an die Sonne gewöhnen (jedoch nicht im Solarium).
  • Mit leichter, weiter lichtdichter Kleidung die Haut vor direkter Sonnenbestrahlung schützen.
  • Den Kopf bedecken.
  • Sonnenbrille tragen.
  • Entblößte Haut durch Sonnenschutzmittel mit ausreichendem Lichtschutzfaktor schützen. Der Sonnenschutz soll eine halbe Stunde vor dem Aufenthalt im Freien aufgetragen wer-den, um richtig zu wirken. Wiederholtes Eincremen gewährleistet die Wirkung des Lichtschutzfaktors, kann sie aber nicht verlängern.
  • Besonders bei Kindern ist unbedingt auf guten Sonnenschutz zu achten.
  • Kinder unter zwei Jahren dürfen nicht der direkten Sonne ausgesetzt werden.
  • Mehr als 50 Sonnenbäder im Jahr sind nicht zu empfehlen.

Wer nicht auf den Besuch von Sonnenstudios verzichten möchte, sollte nur nach den Kriterien des BfS zertifizierte Studios aufsuchen. Über die aktuelle Belastung durch Sonnenstrahlen informiert das BfS mit dem UV-Index (UVI). Das ist ein international gültiger Wert, mit dem man sich ausrechnen kann, wie lange man sich unbeschadet der Sonne aussetzen darf. Der UV-Index beschreibt den am Boden erwarteten Tagesspitzenwert der sonnenbrandwirksamen UV-Strahlung. „Je höher dieser Wert, desto größer ist das Sonnenbrandrisiko“, erläutert Nording.

Das BfS veröffentlicht im Internet regelmäßig die aktuellen UVI- Messwerte sowie eine Drei-Tages-Prognose. ( www.bfs.de/uv/uv2/uvi )

Pressemitteilung Bundesamt für Strahlenschutz, Werner Nording


Krebszeitung

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  • Im Vergleich mit dem natürlichen Wuchs (links) der Versuchspflanze (Arabidopsis thaliana) sind die mutierten Pflanzen deutlich im Wachstum zurück geblieben. An diesen erforschen die Wissenschaftler die Defekte bei der DNA. - Quelle: ZMBP Uni Tübingen
    Deutsche Krebshilfe

    Martinsried (gb) –Das als „Wächter des Genoms“ bekannte Eiweiß p53 verhindert, dass kranke Zellen sich vermehren und Krebs entsteht. Bei der Hälfte aller Krebserkrankungen ist p53 jedoch außer Kraft gesetzt. Der Grund: Ein zelleigenes Kontrollsystem läuft Amok und blockiert das p53-Eiweiß. Forscher des Max-Planck-Instituts für Biochemie in Martinsried haben nun eine Reihe von Wirkstoffen identifiziert, die diese Blockade wieder aufheben. Gerd Nettekoven, Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krebshilfe, betont: „Diese Forschungsergebnisse sind richtungsweisend und die Basis für neuartige Wirkstoffe gegen unterschiedliche Krebserkrankungen.“ Die Deutsche Krebshilfe hat das Forschungsprojekt mit 340.000 Euro unterstützt.

    Forscher identifizieren potentielle neue Wirkstoffe gegen Krebs

    Eine Zelle ist vergleichbar mit einer gigantischen Fabrik, die eine Vielzahl von verschiedenen Produkten herstellt. Eines der wichtigsten Zellgüter sind Eiweiße. Sie dienen als Baustoffe, verdauen die Nahrung oder schützen den Organismus vor Krankheiten. Eines davon ist das Eiweiß p53, auch Wächter der Erbsubstanz genannt. Es hat im Wesentlichen die Aufgabe, Zellen mit genetischen Schäden davon abzuhalten, sich zu vermehren. Kleinere Reparaturen kann die Zelle selbst ausführen. Ist der Schaden jedoch zu groß, signalisiert p53 der Zelle, sich umzubringen, da sonst die Gefahr besteht, dass sich ein Tumor bildet.

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  • Kongress - pixabay
    DGU-Kongress 2010

    Düsseldorf. Die häufigste Krebserkrankung, mit der Deutschlands Männer konfrontiert sind, ist das Prostatakarzinom. Jährlich diagnostizieren Urologen rund 60.000 neue Fälle. „Zugleich sind bei kaum einer anderen Tumorerkrankung die Möglichkeiten der Behandlung so vielfältig wie beim Prostatakarzinom“, sagt Prof. Dr. Wolfgang Weidner, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Urologie e.V. (DGU) und des 62. Jahreskongresses der DGU vom 22. bis 25. September 2010 in Düsseldorf. Angesichts der Fülle verfügbarer Informationen sei es für Patienten, die in alle Therapieentscheidungen einbezogen werden müssten, zunehmend schwieriger, einen Überblick zu behalten. Das Laienforum am Donnerstag, den 23. September 2010, ab 19.00 Uhr im Congress Center Düsseldorf, soll den Betroffenen Orientierungshilfe geben.

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