Krebs- Gene bald abschaltbar

Zwei Melanomzellen, die grün markiert wurden. - Foto: Dr. Robert Besch, LMU München
Zwei Melanomzellen, die grün markiert wurden. - Foto: Dr. Robert Besch, LMU München

Wissenschaftler der University of Queensland haben eine Möglichkeit zur Verabreichung von Medikamenten entwickelt, die gezielt krebsauslösende Gene in Tumorzellen abschalten und gleichzeitig das gesunde Gewebe verschonen können. Das Team um Sheery Wu und Dr. Lisa Putral hofft, dass die neue Methode, bei der fetthaltige Kapseln zum Einsatz kommen, den Einsatz der RNA-Interferenz in der Krebstherapie beschleunigt.

Bisher beruht die Behandlung von Krebs auf operativen Eingriffen, Bestrahlungen und Chemotherapie. Auch wenn oft erfolgreich, ziehen diese Methoden auch gesundes Gewebe in Mitleidenschaft. Die RNA- Interferenz oder auch Gen-Silencing (Gen-Stilllegung) könnte hier Abhilfe schaffen und schwere Nebenwirkungen vermeiden. Die mit dem Nobelpreis ausgezeichnete Methode wurde in den 1990er Jahren entwickelt. Der Einsatz von Gen-Silencing Medikamenten scheiterte jedoch bisher an deren Instabilität und fehlenden Möglichkeiten, Sie effizient in die betroffenen Zellen einzubringen.

Durch einen lipidreichen Trägerstoff können die Gen-Silencing Medikamente nun besser verpackt und effizienter in das Krebsgewebe eingebracht werden. Dieses Verfahren birgt die Chance, dass die RNA- Interferenztechnologie bald Kliniken an die Hand gegeben werden kann.

Bisher wurde die neue Medikamentenform gegen Gebärmutterhalskrebs in einem Mausmodell gestestet. Dabei konnte ein Rückgang der Tumorgröße um siebzig Prozent beobachtet werden. Die Wissenschaftler untersuchen gegenwärtig auch den möglichen Einsatz gegen andere Krebsarten.

Darüber hinaus wird eine mögliche Kombination der Gen-Silencing Medikamente mit einer leichten Chemotherapie erörtert.

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Pressemitteilung Australisch-Neuseeländischer Hochschulverbund / Institut Ranke- Heinemann, Sabine Ranke-Heinemann


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    Extremes, zwanghaftes Bräunen der Haut wird als Tanorexie bezeichnet. Der Begriff leitet sich ab von dem englischen Verb für bräunen „tan“ und Anorexia nervosa, der Bezeichnung für Magersucht. Wie bei der Magersucht liegt auch bei der Tanorexie ein verzerrtes Selbstbild vor. Obwohl diese Menschen bereits übermäßig gebräunt sind, empfinden sie sich selbst als blass und damit unattraktiv. Bei Verzicht auf So-larium und Sonnenbäder leiden viele der Betroffenen vermehrt an Nervosität, Zittern, depressiven Verstimmungen und einem starken Drang nach Sonnenlicht.

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