Krebs von A bis Z

NCT Patientensportprogramm Joggen - Quelle: Medienzentrum des Universitätsklinikums Heidelberg

Pünktlich zum Deutschen Krebskongress vom 22. bis 26. März 2006 in Berlin veröffentlicht das Deutsche Krebsforschungszentrum mit dem Springer Medizin Verlag das Buch „Thema Krebs“. Es enthält Antworten zu fast 100 Fragen, die Krebspatienten und ihre Angehörigen im Umgang mit einer Krebserkrankung und dem Leben nach Krebs intensiv beschäftigen.

Patienten fragen – der Krebsinformationsdienst antwortet

Die Mitarbeiter des Krebsinformationsdienstes des Deutschen Krebsforschungszentrums geben in diesem Buch umfassende Informationen und verständliche Erklärungen zu Stichworten wie Ansteckung, Apoptose, Chemotherapie, Elektrosmog, Immuntherapie und Mistel genauso wie zu sozialrechtlichen Fragestellungen z. B. Anschlussheilbehandlung, Wiedereingliederung in das Berufsleben, Rentenversicherung. Beantwortet werden insbesondere auch Fragen zum täglichen Umgang mit Krebs bei Urlaub und Reisen, Stoma, Sport und Bewegung, in Bezug auf Ernährung oder Körper- und Hautpflege. Ein Kapitel gibt übersichtliche Erläuterungen zu Krebsursachen, Diagnostik- und Therapiemethoden.

Alle Informationen über Krebstherapien enthalten wichtige Hinweise zu Nebenwirkungen und dazu, wie man mit ihnen umgehen kann. Ein ausführlicher Anhang vertieft das Wissen zu Abkürzungen und Einheiten in der o­nkologie, ein Glossar erklärt häufig gebrauchte Begriffe. Tumorzentren, Beratungsstellen und weitere nützliche Adressen zu Einrichtungen des Gesundheitssystems mit Internetadressen sind ebenfalls aufgelistet.

Damit der Leser die Bedeutung der vermittelten Informationen, ihre Stichhaltigkeit und Aktualität einschätzen kann, werden in einem Beitrag der Krebsinformationsdienst, seine Struktur und seine Arbeitsweise übersichtlich dargestellt.

Das kompakte Werk soll eine erste Informationsmöglichkeit bieten; es ist ein Ausgangspunkt für das Arzt-Patienten-Gespräch und für die Inanspruchnahme von Angeboten im Gesundheitssystem und gibt Hilfestellung für die Einschätzung von Informationen im Internet, die ergänzend gesucht werden. Da die Fragen und Antworten auf realen Telefonanfragen beim Krebsinformationsdienst beruhen, sind sie auch für den Arzt von großem Nutzen, der sich mit Fragen von Patienten auseinandersetzen will, die nicht immer direkt gestellt werden.

Mit der Veröffentlichung dieses Buches verfolgt der Springer Medizin Verlag einmal mehr seine Zielsetzung, wissenschaftliche Erkenntnisse auch der breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Im deutschsprachigen Segment des Medizin Verlags erscheinen derzeit 34 Fachzeitschriften und jährlich 150 neue deutschsprachige Buchtitel.

Der Springer Medizin Verlag ist Teil der Fachverlagsgruppe Springer Science+Business Media.
Hilke Stamatiadis-Smidt, Harald zur Hausen, Otmar Wiestler, Hans- Joachim Gebest (Hrsg.) Thema Krebs Springer 2006. 3., vollst. überarb. u. erw. Auflage. XII, 267 S. Brosch. EUR 24.95, sFr 42.50 ISBN 3-540-25792-6

Das Deutsche Krebsforschungszentrum hat die Aufgabe, die Mechanismen der Krebsentstehung systematisch zu untersuchen und Krebsrisikofaktoren zu erfassen. Die Ergebnisse dieser Grundlagenforschung sollen zu neuen Ansätzen in Vorbeugung, Diagnose und Therapie von Krebserkrankungen führen. Das Zentrum wird zu 90 Prozent vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und zu 10 Prozent vom Land Baden-Württemberg finanziert und ist Mitglied in der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren e.V.

Pressemitteilung vom Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ)


Krebszeitung

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  • Plakatmotiv Ich bin dabei - Kooperationsgemeinschaft Mammographie | Urs Kuckertz Photography
    Brustkrebs

    Magnetresonanz-Mammographie entdeckt kleinste Brusttumoren, bevor Metastasen entstehen/ 200 internationale Experten tagen vom 27. bis 29. September in Jena

    Die Magnetresonanz-Mammographie (MRM), die Kernspinuntersuchung der Brust, ist eine höchst genaue und dazu strahlungsfreie Methode zum Nachweis kleinster Brusttumoren. „Wir finden damit selbst drei Millimeter kleine Krebsherde“, erklärt Prof. Werner A. Kaiser, Direktor des Instituts für Diagnostische und Interventionelle Radiologie I am Universitätsklinikum Jena, einer der Pioniere auf dem Gebiet der MRM. „Die Methode ist also erheblich genauer als die beim Screening verwendete Röntgen-Mammographie.“

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  • Krebssymbol - pixabay
    Harnblasenkrebs

    Berlin – Bei der Behandlung von Blasenkrebs im fortgeschrittenen Stadium verbessert die Kombination von Strahlenbehandlung und gleichzeitiger Chemotherapie die Prognose der Patienten deutlich, wie eine aktuelle Studie aus Großbritannien zeigt. „Die Radiochemotherapie bietet für viele Patienten eine schonende Alternative zu einer Radikaloperation, und eine Entfernung der Blase kann dadurch meistens vermieden werden“, betont Professor Dr. med. Jürgen Dunst, Direktor der Klinik für Strahlentherapie an der Universität Lübeck und Präsident der Deutschen Gesellschaft für Radioonkologie (DEGRO). „Denn gerade für ältere Menschen mit Begleiterkrankungen kann die Operation eine große Belastung darstellen.“

    Radiochemotherapie weit wirksamer als alleinige Bestrahlung

    Jedes Jahr erkranken in Deutschland fast 16 000 Menschen an Blasenkrebs. Die meisten Blasenkrebsarten wachsen nur oberflächlich in der Schleimhaut und sind relativ harmlos; diese Krebse können meistens bei einer Blasenspiegelung durch die Harnröhre entfernt werden. Die Blase wird dabei erhalten. Doch in jedem fünften Fall hat das Karzinom schon auf die Blasenmuskulatur übergegriffen. Dann versuchen Ärzte gewöhnlich, die gesamte Harnblase zu entfernen, oft samt umliegender Organe wie etwa Prostata oder Gebärmutter. Privatdozent Dr. Christian Weiss, leitender Oberarzt an der Klinik für Strahlentherapie der Universität Frankfurt am Main, erläutert, dass dieses Vorgehen nicht für alle Patienten optimal ist: „Diese sogenannte Zystektomie belastet gerade ältere Menschen, die an weiteren Begleiterkrankungen leiden, schwer.“

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