Krebsatlas für das Saarland

Deutsche Bevölkerung hat Angst vor Krebs Grafik: Roche
Deutsche Bevölkerung hat Angst vor Krebs Grafik: Roche

Für beide Geschlechter zusammengefasst sind Darmkrebserkrankungen die in der Bevölkerung am weitesten verbreitete Tumorerkrankung, stellte der saarländische Gesundheitsminister Prof. Dr. Gerhard Vigener anlässlich der Vorstellung des neuen Landes-Krebsatlas in Saarbrücken fest.

Kampf gegen Spitzenreiter unter den Krebserkrankungen

Gegenwärtig erkranken im Saarland jeden Tag zwei Menschen an Darmkrebs und täglich verstirbt ein Betroffener an den Folgen dieser heimtückischen Krankheit. „Diese aktuellen Zahlen geben einen punktuellen Eindruck davon“, so Dr. Dietrich Hüppe, Vorstandssprecher des Berufsverbandes Niedergelassener Gastroenterologen (bng), „wie sich die Situation auch bundesweit darstellt.“ Der saarländische Krebsatlas weist jedoch einen positiven Trend aus.

Die neu vorgelegten Zahlen machen Hoffnung, denn die relativen 5-Jahres-Überlebensraten haben sich in den letzten Jahrzehnten deutlich verbessert. „Sie sind für beide Geschlechter identisch und erreichen inzwischen im Saarland über 60 Prozent, was einer Verdoppelung des Anteils der Überlebenden im Laufe von 30 Jahren gleichkommt“, erklärte Minister Vigener und fügte hinzu: „Gutartige Adenome können während der Koloskopie vor der bösartigen Entartung aus dem Darm entfernt werden. Bereits maligne Tumoren werden mit hoher Treffsicherheit früh erkannt.“ Hier zeigt sich schon jetzt der positive Einfluß der Vorsorgedarmspiegelung und neuer Chemotherapeutika.

„Solche Erfolge können durch weitere gezielte Früherkennungskampagnen noch verbessert werden“, betont Dr. Hüppe. „Das Saarland ist hier mit seinen jährlichen Aktionen beispielhaft.“ Die Landesregierung fördert die breitere Akzeptanz der Darmspiegelung in der Bevölkerung und strebt eine Teilnahmequote von 20 Prozent bei der Darmkrebsvorsorge an. „Auch wenn Sie sich topfit fühlen: Nur durch eine Darmspiegelung können Sie sich Gewissheit verschaffen“, erklärte der saarländische Ministerpräsident Peter Müller zum Auftakt der diesjährigen Aufklärungskampagne.

Wir bieten kompetente Gesprächspartner zu den Themen Darmkrebs, Hepatitis, Morbus Crohn und allen anderen Erkrankungen des Verdauungstraktes. Die Mitglieder des Berufsverbandes engagieren sich mit zahlreichen Projekten zur Versorgungsforschung für die Verbesserung der Behandlungsqualität der Patienten. Es gibt umfangreiche Datenerhebungen zu Darmkrebs, Hepatitis und chronisch entzündlichen Darmerkrankungen. Gerne beantworten wir bei Bedarf Fragen für Ihre Berichterstattung. Regelmäßige Informationen finden Sie auch auf unserer Internet-Seite: www.gastromed-bng.de.

Kontakt: Dr. Holger Böhm, Tel.: 0231/92527-905, bng@skriptstudio.de

Berufsverband Niedergelassener Gastroenterologen Deutschland e.V.
Insel 3, 89231 Neu-Ulm, Telefon: 0700 26426426, Fax:0731 7054711
Internet: www.gastromed-bng.de

Pressemitteilung des Berufsverband Niedergelassener Gastroenterologen Deutschlands e.V.


Krebszeitung

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  • Sonnenbaden
    Hautkrebs

    Sonnenschutz von Anfang an reduziert das Hautkrebsrisiko

    SonnenbadenBonn (sts) – Die Zahl der Hautkrebsfälle in Deutschland hat sich in den letzten zehn Jahren verdoppelt. Derzeit erkranken etwa 234.000 Menschen pro Jahr neu an einem Tumor der Haut: Rund 207.000 an einem weißen Hautkrebs (Basalzellkarzinom: 137.000, Plattenepithelkarzinom: 70.000) und etwa 28.000 am schwarzen Hautkrebs, dem malignen Melanom. Experten machen insbesondere UV-bedingte Hautschäden, die in der Kindheit und Jugend erworben wurden, für diesen Trend verantwortlich. Denn die im Vergleich zu Erwachsenen noch anders strukturierte kindliche Haut ist besonders empfindlich gegen UV-Strahlen. „Sonnenschutz muss daher bereits bei Kindern so selbstverständlich werden wie das tägliche Zähneputzen“, fordert Gerd Nettekoven, Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krebshilfe.

    Schon bevor ein Sonnenbrand sichtbar wird, können ultraviolette Strahlen der Sonne das Erbgut der Zellen in der Haut schädigen. In der Regel beseitigt ein körpereigenes Reparatursystem entstandene Schäden. Ist dieses System überlastet, verändert sich das Erbgut und die Zelle kann entarten. Hautkrebs ist die Folge.

    Kinderhaut reagiert ganz besonders empfindlich auf UV-Strahlen. Epidemiologische Studien zeigen: Jugendliche, die in ihrer Kindheit häufig der Sonne ausgesetzt waren und Sonnenbrände erlitten, weisen ein deutlich erhöhtes Risiko auf, später an Hautkrebs, insbesondere am malignen Melanom zu erkranken. Experten machen die spezifische Struktur der Kinderhaut für das erhöhte Hautkrebsrisiko verantwortlich. „Die UV-empfindlichen Stammzellen liegen bei Kindern sehr viel dichter unter der Hautoberfläche als bei Erwachsenen und sind UV-Strahlen somit stärker ausgesetzt“, erklärt Professor Dr. Eckhard Breitbart, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention (ADP). Auch bei Sonnenbränden reagiert die kindliche Haut anders als die Erwachsener. Dieses „Alarmsignal“ des Körpers tritt bei Kindern zeitverzögert auf. Die Haut ist dann bereits erheblich geschädigt. „Kinderhaut muss daher ganz besonders vor krebserregenden UV-Strahlen geschützt werden“, betont Dr. Herbert Grundhewer vom Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte.

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  • Rauchen schädigt die eigene Gesundheit und die Gesundheit anderer
    Gesundheitspolitik

    Berlin. In der dritten Auflage des Welt-Tabak-Atlas, der jetzt in Dublin vorgestellt wurde, berichten die Amerikanische Krebsgesellschaft und die Welt-Lungenstiftung, dass schon im kommenden Jahr 6 Millionen Menschen weltweit an den Folgen des Tabakkonsums sterben werden. In Deutschland rauchen dem Atlas zufolge 37,4 Prozent der Menschen. Damit rangiere Deutschland im europäischen Vergleich noch vor Frankreich, Großbritannien oder Spanien. „Die Daten sind einmal mehr Beleg dafür, wie es um die Bemühungen zur Tabakprävention in Deutschland bestellt ist“, erklärt Dr. Johannes Bruns, Generalsekretär der Deutschen Krebsgesellschaft, und verweist auf den nach wie vor fehlenden Nichtraucherschutz in Deutschland: “Seit Jahren ist es nicht gelungen, in Deutschland einen einheitlichen Nichtraucherschutz und Tabakverbote etwa in der Gastronomie zu etablieren. Wir fallen hier Jahr für Jahr hinter europäische Maßstäbe zurück“. Die Deutsche Krebsgesellschaft fordert hier nochmals Bund und Länder auf, sich endlich auf einen einheitlichen und konsequenten Nichtraucherschutz zu verständigen.

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