Krebsberatungsstellen: Antworten und Hilfe finden

Krebshilfe

Bonn (tl) — Krebs ist eine Diagnose, die Betroffene und ihre Angehörigen oft völlig unerwartet trifft. Viele fühlen sich machtlos, überfordert und wissen nicht, an wen sie sich wenden können. Psychosoziale Krebsberatungsstellen bieten Hilfe. Sie sind eine wichtige Anlaufstelle. Hier können Krebs-Betroffene lernen, mit ihrer Krankheit richtig umzugehen. Die neue Ausgabe des „Magazins der Deutschen Krebshilfe“ stellt die Arbeit einer Krebsberatungsstelle vor.

Wohl fühlen sollen sich Krebs-Betroffene, wenn sie die Räume der Krebsberatungsstelle Münster betreten. Leiterin Gudrun Bruns hat die Zimmer hell und freundlich gehalten, die Büros mit Blumen und Kerzen ausgestattet. Es geht darum, Vertrauen aufzubauen, für die richtige Atmosphäre zu sorgen, um über alle Sorgen sprechen zu können. „Viele  haben Existenzängste, fragen sich, ob sie ihre Arbeitsstelle verlieren, wenn sie länger krank sind, und wissen nicht, auf welche Sozialleistungen sie Anspruch haben“, sagt Bruns. Zusammen mit ihren neun Mitarbeitern berät Bruns, hilft beim Beantragen von Rehabilitationsmaßnahmen und vermittelt bei Bedarf weiter an Psychotherapeuten. „Unser wichtigstes Ziel ist es, die Lebensqualität der Betroffenen und ihrer Angehörigen zu verbessern“, sagt die Leiterin der Krebsberatungsstelle.

Beratungen sind dabei nur ein Aspekt, die Krebs-Betroffene in Münster wahrnehmen können: Die Anlaufstelle organisiert auch Veranstaltungen, Krebskranke können zusammen Sport treiben oder in Schminkseminaren lernen, wie sie mit Wimpernverlust während der Chemo- und Strahlentherapie besser umgehen. Die Krebsberatungsstelle in Münster wird von der Deutschen Krebshilfe im Rahmen eines Förderschwerpunkt-Programms wie 25 weitere Beratungsstellen finanziell unterstützt. Dies ist ein wichtiger Schritt, um in Deutschland der Unterversorgung von Anlaufstellen, die beraten und helfen, entgegenzuwirken, wie Martin Wickert, Leiter der Krebsberatungsstelle am Südwestdeutschen Tumorzentrum in Tübingen und Sprecher des Netzwerkes der Psychosozialen Krebsberatungsstellen, betont.

Ausführliche Informationen über die Krebsberatungsstelle Münster und das vollständige Interview mit Martin Wickert gibt es in der Ausgabe 1/2012 des „Magazins der Deutschen Krebshilfe“, das kostenfrei bei der Deutschen Krebshilfe angefordert werden kann. Hier finden Interessierte zudem weitere Informationen über aktuelle Forschungsprojekte und Initiativen der Deutsche Krebshilfe sowie Aktionen und Veranstaltungen zu Gunsten krebskranker Menschen.

Pressemitteilung Deutsche Krebshilfe e. V.


Krebszeitung

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  • Magenkrebs

    Jena (ukj/dre). Rund 20.000 Menschen in Deutschland erkranken jährlich neu an Magenkrebs, über 5.000 Menschen an Speisenröhrenkrebs. Als erste Klinik in Thüringen hat nun das Universitätsklinikum Jena (UKJ) eine Spezialsprechstunde für diese Patienten etabliert. Angesiedelt ist die Sprechstunde in der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie. Klinikdirektor Prof. Dr. Utz Settmacher: „Damit können wir die Beratung und die Nachsorge dieser Patienten noch individueller gestalten.“ Eine dauerhafte Heilung ist bei Magenkrebs nur möglich, wenn der Tumor vollständig durch eine Operation entfernt werden kann. Häufig ist dabei die komplette Entfernung des Magens notwendig. Für die Patienten bedeutet dies eine enorme Umstellung in ihrer Lebensführung. Ein Großteil der Patienten ist zwischen 50 und 70 Jahre alt.

    „Nur in ausgewählten Fällen ist es möglich, einen Teil des Magens erhalten zu können. Nach einer kompletten Magenentfernung ist die Speiseröhre direkt mit dem Dünndarm verbunden. Für die Patienten bedeutet dies unter anderem, dass sie etwa sieben bis acht kleine Mahlzeiten täglich zu sich nehmen müssen, statt etwa zwei oder drei großer Mahlzeiten. Denn der Magen als Reservoir steht ihnen nicht mehr zur Verfügung. Diese Umstellung und natürlich die weitere Nachsorge begleiten wir intensiv im Rahmen der Sprechstunde“, erklärt Dr. Yves Dittmar, der zusammen mit Dr. Alexander Koch und Oberärztin Dr. Silke Schüle die Sprechstunde leitet. Bis zu 50 Patienten mit Magenkrebs werden jährlich am UKJ versorgt, beim Speisenröhrenkrebs sind es rund 30. Dr. Koch: „Bei der operativen Behandlung des Speiseröhrenkrebses muss in der Regel der größere Teil der Speiseröhre entfernt und durch einen sogenannten Schlauchmagen oder ein Darmsegment ersetzt werden. In ausgewählten Fällen ist auch eine Heilung durch Strahlentherapie möglich.“

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  • Foto: Das 3-D-Mikroskopiesystem
    Forschung

    Das CiS präsentierte auf der MEDICA 2004 eine neue modulare Bildverarbeitungs-Software zur 3-dimensionalen Analyse und Rekonstruktion von Gewebeproben in der Krebsdiagnostik. Die von einem europäischen Konsortium mit Partnern aus Dänemark, Deutschland und Großbritannien entwickelte Lösung zeichnet sich gegenüber herkömmlichen Methoden durch folgende Vorteile aus: Die Software ist auf jedem computergesteuerten Standard-Lichtmikroskop einsetzbar und damit deutlich kostengünstiger als die bisherige Verwendung von Lasermikroskopen.

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