Krebsinformations- und -beratungsangebote in Nordrhein-Westfalen von Einsparungen bedroht

Kongress - pixabay
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Landesregierung beschließt Streichung von Fördergeldern für die nordrhein-westfälische Krebsgesellschaft. 

Berlin, 16. September 2013. In Nordrhein-Westfalen (NRW) werden künftig viele Angebote zur Krebsprävention und -beratung wegfallen. Dies ist die Konsequenz eines Beschlusses der Landesregierung NRW, der die Streichung der Fördermittel für die Krebsgesellschaft Nordrhein-Westfalen e.V. vorsieht. Durch den Wegfall der Landesmittel schrumpft der Etat, der der Gesellschaft jährlich für ihre Aufgaben zur Verfügung steht, um fast 50 %; annähernd 400.000 Euro akquiriert sie jährlich über Spenden.

Landeskrebsgesellschaften wie die in Nordrhein-Westfalen erfüllen eine wichtige Aufgabe in der Krebsvorsorge. Darüber hinaus übernehmen sie eine Lotsenfunktion für Krebspatienten vor Ort; sie bieten kompetente Krebsberatung durch eigens ausgebildete Mitarbeiter, geben Informationsmaterial für Patienten heraus und arbeiten dabei eng mit einem Netzwerk von Tumorzentren, Forschungseinrichtungen, niedergelassenen Ärzten, Psychologen und Selbsthilfegruppen zusammen, um Krebspatienten und ihre Angehörigen zu unterstützen. Allein im Jahr 2012 verzeichneten die Landeskrebsgesellschaften bundesweit annähernd 60.000 Beratungsgespräche mit Patienten oder Angehörigen.

„Angesichts der steigenden Raten an Krebsneuerkrankungen in Deutschland besteht ein wachsender Bedarf an solchen Aufklärungs-, Informations- und Beratungsangeboten. Vieles läuft hier mit großem bürgerlichem Engagement, aber unsicherer Finanzierungsgrundlage. Es kann nicht sein, dass gut funktionierende regionale Strukturen, die sich über Jahrzehnte hinweg etabliert haben, dem Sparzwang zum Opfer fallen“, sagte Dr. Johannes Bruns, Generalsekretär der Deutschen Krebsgesellschaft in Berlin. Gerade im Bereich der Prävention habe die nordrhein-westfälische Landeskrebsgesellschaft wesentliche Impulse gesetzt. So läuft die Kampagne zur Darmkrebsvorsorge „1000 Mutige Männer“, die in NRW initiiert wurde, sehr erfolgreich auch in anderen Bundesländern. „Wir hoffen sehr, dass die Landesregierung in Nordrhein-Westfalen ihre Entscheidung noch einmal überdenkt. Die regionale Arbeit der Landeskrebsgesellschaften ist enorm wichtig, damit Krebsinformationen und Beratungsangebote auch bei den Patienten ankommen.“

Die Landeskrebsgesellschaften
Insgesamt 16 Landeskrebsgesellschaften leisten in Deutschland regionale Informationsarbeit rund um das Thema Krebs. Als eigenständige gemeinnützige Vereine unter dem Dach der Deutschen Krebsgesellschaft führen sie Projekte und Veranstaltungen durch und unterstützen Betroffene und deren Angehörige mit Information rund um das Thema Krebs. Sie fördern die Selbsthilfe und betreiben mehr als 30 täglich und Vollzeit besetzte Krebsberatungsstellen. Darüber hinaus engagieren sie sich in der Krebsprävention und -früherkennung sowie der Qualitätsverbesserung der onkologischen Versorgung. In diesem Zusammenhang unterstützen sie regionale Forschungsprojekte, bieten Fort- und Weiterbildung an und kooperieren mit den führenden onkologischen Institutionen, z.B. den Tumorzentren und onkologisch-therapeutischen Institutionen.

Die Deutsche Krebsgesellschaft
Die Deutsche Krebsgesellschaft e.V. (DKG) ist mit über 7000 Mitgliedern das größte onkologische Experten-Netzwerk im deutschsprachigen Raum. Ziel ihrer fachübergreifenden Arbeit ist eine flächendeckende, qualitätsgesicherte Versorgung und die Sicherstellung von Innovation in der modernen Krebsmedizin. Wichtige Säulen sind dabei die Organkrebszentren und Onkologischen Zentren, die die beteiligten Fachdisziplinen zu einer engen Kooperation verpflichten. Die DKG hat es sich außerdem zur Aufgabe gemacht, durch Zertifizierung die Qualität der Krebsversorgung zu überprüfen, damit die Betroffenen sicher sein können, nach bestem Kenntnisstand behandelt zu werden.

Pressekontakt:
Pressestelle der Deutschen Krebsgesellschaft
Kuno-Fischer-Straße 8, 14057 Berlin
Tel: (030) 787 087 53
Fax: (03212) 781 686 9
E-Mail: mugele@krebsgesellschaft.de
www.krebsgesellschaft.de

Pressemitteilung der Deutschen Krebsgesellschaft

Intelligente Konzepte in der Onkologie (iKon)


Krebszeitung

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    Multiples Myelom - Plasmozytom

    Beim Knochenmarkkrebs, dem Multiplen Myelom, existieren zwei „Schreibweisen“ des Gens für das Protein Cyclin D1. Wissenschaftler entdeckten, dass eine krebsspezifische Mutation nicht rein zufällig auftritt, sondern durch eine Genvariante begünstigt werden könnte.

    Das Multiple Myelom ist eine Erkrankung der Antikörper produzierenden Immunzellen. Es wird oft als Knochenmarkkrebs bezeichnet, da sich die Krebszellen typischerweise hier ansiedeln. Die seltene Krebserkrankung ist durch ein komplexes Spektrum an Erbgutveränderungen gekennzeichnet. Bei einer Gruppe der Myelome sind bestimmte Erbgutabschnitte vervielfältigt, bei einer anderen sind typischerweise ganze Chromosomenabschnitte umgelagert, es handelt sich um so genannte Translokationen.

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    Studien zum Nutzen fehlen / Nur wenige vergleichende Studien zur diagnostischen Güte

    Bei Patientinnen und Patienten mit Knochen- und Weichteiltumoren lassen die derzeit verfügbaren Studiendaten keine belastbaren Schlussfolgerungen zu Vor- und Nachteilen der Positronen-Emissions-Tomographie (PET) alleine oder in Kombination mit einer Computertomographie (CT) zu. Denn es gibt keine Studien, die den Nutzen im direkten Vergleich zu einer konventionellen Diagnostik untersuchen. Und die wenigen verfügbaren Studien zur diagnostischen Güte, zeigen keine relevanten Unterschiede. Zu diesem Ergebnis kommt der am 15. Februar 2013 veröffentlichte Abschlussbericht des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG).

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