Krebskongress 2008

Kongress - pixabay
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(Berlin) – Vom 20. – 23.Februar findet der 28. Deutsche Krebskongress im Berliner ICC, als einer der größten europäischen Kongresse mit dem Thema Krebserkrankungen statt. Das Motto in diesem Jahr ist „Wissen teilen, Chancen nutzen“. Denn nur durch die integrierte Versorgung unter Beteiligung aller notwendigen Fachdisziplinen, werden die Behandlungsprozesse wirklich auf die Bedürfnisse der Patientinnen und Patienten abgestimmt und eine einheitliche, kontinuierliche Behandlung gewährleistet. Derzeit leben in Deutschland rund fünf Millionen Mitbürger, die an Krebs erkrankt sind oder waren. 425.000 Menschen werden jedes Jahr neu in Deutschland mit der Diagnose Krebs konfrontiert, die eine bestmögliche Qualität der Versorgung benötigen.

Wissen teilen, Chancen nutzen

Prof. Dr. med. Dr. h.c. Manfred Kaufmann, als Kongresspräsident in diesem Jahr, schrieb dazu in seinen einleitenden Grußworten:

„Aufgrund der demographischen Entwicklung wird die Krankheit Krebs immer mehr zu einer großen gesellschaftlichen und gesundheitspolitischen Herausforderung.

Es bedarf einer großen Kraftanstrengung, von einer Krebserkrankung betroffene Patienten in eine umfassende medizinische Betreuung in der Vorbeugung, Früherkennung, Behandlung, sowie Nachsorge einzubinden, die dringend ein funktionierendes Zusammenspiel zahlreicher Partner des Gesundheitssystems unabdingbar macht.

Wieder gilt es jetzt, gemeinsam zu handeln.

Um der Bedeutung einer notwendigen Interdisziplinarität und Sektoren übergreifender Behandlung Rechnung zu tragen, habe ich den 28. Deutschen Krebskongress unter das Motto „Wissen teilen, Chancen nutzen“ gestellt. Denn nur durch die integrierte Versorgung unter Beteiligung aller notwendigen Fachdisziplinen, werden die Behandlungsprozesse wirklich auf die Bedürfnisse der Patientinnen und Patienten abgestimmt und eine einheitliche, kontinuierliche Behandlung gewährleistet.

Unsere Aufgabe ist es dabei, Strukturen zu schaffen, die flächendeckend eine optimale Versorgung und Dokumentation (Krebsregister) von Krebspatienten sicherstellen. Dies kann uns nur gelingen, wenn wir gemeinsam mit den Kostenträgern und den politisch Verantwortlichen handeln. Der Deutsche Krebskongress wird erneut genügend Raum bieten, um die begonnenen Gespräche fortzusetzen und zu handfesten Ergebnissen für die uns anvertrauten Patientinnen und Patienten zu kommen.

Wir möchten mit Ihnen auch über neue Strukturen zur Krebsbekämpfung diskutieren, jungen Medizinern eine Präsentationsplattform bieten und die Vernetzung zwischen Patient, Niedergelassenem Arzt und Klinik verbessern helfen.

Die Früherkennung, Diagnose- und Behandlungsmethoden in der Krebsmedizin sind im Umbruch. Vielversprechende Fortschritte in der Molekularbiologie und Medizintechnik lassen auf eine weitere Steigerung der Heilungschancen für Erkrankte hoffen. Insgesamt gibt es immer stärker ausdifferenzierte Therapiemöglichkeiten, die eine immer individuellere Therapie zulassen und den aktuellsten Wissenstand der behandelnden Ärzte voraussetzen.

Der Deutsche Krebskongress bietet hier ein hervorragendes Forum für den interdisziplinären Austausch. Das wissenschaftliche Programm des Kongresses orientiert sich am klinischen Alltag und wird sich schwerpunktmäßig den Haupttumorarten Lungen-, Darm-, Brust-, Prostata- und Hautkrebs widmen.

Vor dem Hintergrund einer Vielzahl von komplexen Therapiemöglichkeiten wird die Rolle des Patienten bei der Therapieentscheidung zunehmend wichtiger. Im Sinne eines „informierten und mit entscheidenden Patienten“ wird Informationsaustausch über die beste Versorgung und den ausführenden Leistungserbringern notwendiger denn je.
Wir teilen unser Wissen gerne und öffnen am Sonntag erneut die Türen des Kongresses für alle Interessierten aus der Bevölkerung.

Ich freue mich, Sie in Berlin begrüßen zu dürfen.“


Krebszeitung

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  • Ratgeber zur Prävention urologischer Erkrankungen - Quelle: DGU
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    Präventions-Ratgeber in zweiter Auflage zu bestellen

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    Auf 33 übersichtlich strukturierten Seiten informiert der Ratgeber kompakt über die verschiedenen urologischen Erkrankungen der Harnblase, Nieren, Prostata, Hoden und des Penis, über Harnsteinleiden, Geschlechtskrankheiten bis hin zu andrologischen Erkrankungen wie Unfruchtbarkeit und erektiler Dysfunktion. Neben allgemeinverständlichen Erläuterungen zu Symptomen, Ursachen und Behandlungsmethoden der einzelnen Erkrankungen werden Tipps zur Prophylaxe gegeben, weiterführende Informationsquellen sowie Beratungsadressen genannt.

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