Krebskranke Frauen – Auch die Angehörigen leiden

Patientin - pixabay

Partner und Familienmitglieder brauchen ebenfalls Unterstützung

Bonn – Am 8. März ist Weltfrauentag. Seit mehr als 100 Jahren prangern Frauen in aller Welt an diesem Tag Missstände an und streiten für ihre Rechte. Die Frauenselbsthilfe nach Krebs e.V. und die Deutsche Krebshilfe verleihen an diesem Tag den Frauen, die an Krebs erkrankt sind, eine Stimme, denn noch gibt es in der Versorgung der Betroffenen Defizite. Nicht nur das Leben der Betroffenen selbst ändert sich schlagartig, sondern auch das der Familie, Partner und Freunde. Oft wird übersehen: Auch die Angehörigen brauchen Hilfe, um einen Umgang mit den eigenen Ängsten und der veränderten Lebenssituation zu finden.

Nahestehende Angehörige begleiten und unterstützen die erkrankten Frauen meistens in sehr intensiver Weise. „Wir machen in unseren Selbsthilfegruppen häufig die Erfahrung, dass die Partner sehr mitleiden, sich aber hilflos fühlen und vermeiden, über Ihre Probleme zu sprechen. Diese Situation belastet die ganze Familie und natürlich die betroffenen Frauen zusätzlich“, erläutert Karin Meißler, Bundesvorsitzende der Frauenselbsthilfe nach Krebs (FSH). „Die psychische Belastung der Angehörigen wirkt sich massiv auf die Krebserkrankung aus. Das sollte von Seiten der Behandlungsteams unbedingt berücksichtigt werden“, ergänzt Diplompsychologe Dr. Frank Schulz-Kindermann vom Institut für Medizinische Psychologie des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE).

Damit krebskranke Frauen nicht auch noch durch eine belastende Familiensituation unter Druck geraten, ist es das Ziel der Frauenselbsthilfe nach Krebs, Ärzte und Pflegepersonal stärker für das Thema zu sensibilisieren. Die Selbsthilfeorganisation hat daher eine Veranstaltungsreihe für diese Personengruppe geplant mit dem Titel „Angehörige krebskranker Menschen – Was brauchen Familie, Partner, Freunde?“, bei der Referenten aus den Bereichen Psychoonkologie, Medizin, Pflege und Selbsthilfe sowie ein Angehöriger das Thema beleuchten. Am 22. März 2013 startet die Reihe in Hamburg und geht dann auch nach Bonn und Berlin.

Weitere Informationen zu der Veranstaltungsreihe finden Interessierte und Betroffene unter www.frauenselbsthilfe.de/veranstaltungen. Die Frauenselbsthilfe nach Krebs ist eine der größten Krebs-Selbsthilfeorganisationen in Deutschland. Sie wird seit 1976 von der Deutschen Krebshilfe gefördert.

Hintergrundinformation: Krebs bei Frauen

Brustkrebs ist in Deutschland die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. Etwa 74.500 Frauen erkranken jährlich neu an Brustkrebs, mehr als 17.800 sterben daran. Nach Schätzungen des Robert Koch-Institutes erkrankt eine von acht Frauen im Laufe ihres Lebens an Brustkrebs. Das mittlere Erkrankungsalter liegt bei 65 Jahren. An zweiter Stelle steht der Darmkrebs mit 31.100 Neuerkrankungen. Lungenkrebs mit 17.700 jährlichen Neuerkrankungen steht mittlerweile auch bei den Frauen auf Platz drei.

Pressemitteilung Deutsche Krebshilfe e. V.


Krebszeitung

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  • T-Lymphozyten sind Zellen des Immunsystems, die Krebszellen zerstören können. Ihre Aktivität spiegelt sich in der Grafik wider, die im rechten Teil den vermehrten Tod der Tumorzellen anzeigt. (Bild Matthias Wölfl)
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    T-Lymphozyten sind Zellen des Immunsystems, die Krebszellen zerstören können. Ihre Aktivität spiegelt sich in der Grafik wider, die im rechten Teil den vermehrten Tod der Tumorzellen anzeigt. (Bild Matthias Wölfl)Manche T-Zellen des Immunsystems sind natürliche Feinde von Krebszellen. Ihre Wirksamkeit in der Therapie hängt offenbar ganz entscheidend davon ab, wie sie auf ihren Einsatz im Organismus vorbereitet werden.

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