Leichter Einstieg – schwerer Ausstieg: Rauchende Kinder und Jugendliche in Deutschland

Rauchen schädigt die eigene Gesundheit und die Gesundheit anderer
Rauchen schädigt die eigene Gesundheit und die Gesundheit anderer
Rauchen schädigt die eigene Gesundheit und die Gesundheit anderer
Rauchen schädigt die eigene Gesundheit und die Gesundheit anderer

Noch immer rauchen in Deutschland über 1,3 Millionen Kinder und Jugendliche, und jeden Tag sterben über 350 Menschen an den Folgen des Zigarettenkonsums. Grund genug für das Deutsche Krebsforschungszentrum, zum diesjährigen Weltnichtrauchertag, der unter dem Motto „Tabakfreie Jugend“ stattfindet, die Publikation „Rauchende Kinder und Jugendliche in Deutschland – leichter Einstieg, schwerer Ausstieg“ vorzulegen. Der Band macht deutlich, dass noch viel getan werden muss, um den Tabakkonsum auch in Deutschland einzudämmen.

Maßnahmen zur Eindämmung des Tabakgebrauchs gefordert

Kinderzigaretten aus Kaugummi oder Schokolade, Süßigkeitenautomaten neben denen für Zigaretten, Tabakverkauf an jeder Supermarktkasse und Tag und Nacht über die Automaten an jeder Straßenecke, Tabakwerbung an verkehrsreichen Straßen, gegenüber von Schulen sowie an Haltestellen des öffentlichen Nahverkehrs – es gibt noch viel zu tun für die Tabakprävention. Deshalb hat das Deutsche Krebsforschungszentrum Handlungsempfehlungen für gesetzliche und nicht gesetzliche Maßnahmen sowie für die Finanzierung der Tabakprävention in Deutschland gegeben.

Diese Empfehlungen stehen im Einklang mit den Forderungen des Rahmenübereinkommens der Weltgesundheitsorganisation zur Eindämmung des Tabakgebrauchs. Das Rahmenübereinkommen wurde von Deutschland unterzeichnet und ratifiziert, sodass die völkerrechtlichen Voraussetzungen für eine Umsetzung in nationales Recht gegeben sind.

Eine besondere Bedeutung in der Tabakprävention kommt dabei den gesetzlichen Maßnahmen zu: Neben weiteren Tabaksteuererhöhungen, welche die effektivste Maßnahme in der Prävention des Rauchens darstellen, sollten bundesweit rauchfreie Schulen und Schulgelände, rauchfreie Diskotheken und Freizeiteinrichtungen erreicht werden. Zum Schutz der Kinder und Jugendlichen ist auch ein umfassendes Tabakwerbeverbot unter Einbeziehung aller Variationen der direkten und indirekten Werbung notwendig. Ein konsequent durchgesetztes Abgabeverbot kostenloser und kostenpflichtiger Tabakwaren aller Art an Jugendliche sowie ein Verbot von Kinderzigaretten schützen. Drastische bildliche Warnhinweise auf Zigarettenpackungen können Kinder und Jugendliche vom Kauf abhalten. Daher sollten alle Tabakwaren großflächige, bildliche Warnhinweise erhalten. Neben diesen Empfehlungen werden weitere Maßnahmen, die ihre Wirksamkeit vielfach bewiesen haben, vorgeschlagen.

Die Publikation
Rauchende Kinder und Jugendliche in Deutschland – leichter Einstieg, schwerer Ausstieg
ist einzusehen unter:

www.tabakkontrolle.de  oder gedruckt zu beziehen über  who-cc@dkfz.de

Das Deutsche Krebsforschungszentrum hat die Aufgabe, die Mechanismen der Krebsentstehung systematisch zu untersuchen und Krebsrisikofaktoren zu erfassen. Die Ergebnisse dieser Grundlagenforschung sollen zu neuen Ansätzen in Vorbeugung, Diagnose und Therapie von Krebserkrankungen führen. Das Zentrum wird zu 90 Prozent vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und zu 10 Prozent vom Land Baden-Württemberg finanziert und ist Mitglied in der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren e.V.

Pressemitteilung Deutsches Krebsforschungszentrum, Dr. Stefanie Seltmann


Krebszeitung

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