Lieferengpass für Krebsmedikament Xeloda® – Capecitabin

Archiv - pixabay
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Die DGHO Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie e.V. wurde durch Roche Pharma AG informiert, dass voraussichtlich bis Mitte 2013 ein Lieferengpass für das Krebsmedikament Xeloda® – Wirkstoff Capecitabin besteht. Capecitabin findet eine breite Anwendung bei Darmkrebs und wird auch bei anderen Tumoren des Magen-Darm-Traktes und beim Brustkrebs eingesetzt. Es ist als Tablette verfügbar. Die Substanz wird im Körper zu dem breit wirksamen Wirkstoff 5-Fluoruracil umgesetzt. Für die Substanz 5-Fluorouracil besteht zurzeit ebenfalls eine Verknappung auf dem Weltmarkt mit Lieferengpässen.

Zurzeit wird das Medikament Xeloda® von der Roche Pharma AG nur rationiert an den Großhandel abgegeben. Apotheken können bei Engpässen das Medikament beim Hersteller beziehen.

Die DGHO hofft, dass es zu keinem realen Lieferausfall bei Patienten kommt.

Angesichts des weltweit steigenden Bedarfs kann es immer wieder zu Lieferengpässen kommen. Die aktuelle Erfahrung unterstützt die auch von der DGHO erhobene Forderung nach einem öffentlichen Register für Arzneimittel, bei denen ein Engpass droht. Ein solches Register schafft Transparenz und ermöglicht es allen an einer Krebstherapie Beteiligten, frühzeitig zu reagieren.

Pressemitteilung als PDF-Datei zum Downloaden:

PM_DGHO_220213.pdf — PDF document, 252Kb

Auch die diesjährige DGHO-Frühjahrstagung am 7. und 8. März beschäftigt sich unter anderem mit dem Problem der Lieferengpässe bei onkologischen Wirkstoffen. Im Rahmen der gesundheitspolitischen Sitzung am Freitag, den 8. März von 14:15 bis 16:30 Uhr, werden Prof. Mathias Freund (DGHO), Prof. Angelika Eggert (GPOH) sowie Dr. Dagmar Krüger, Ministerialrätin im BMG, über die besorgniserregende Zunahme an Versorgungsengpässen bei onkologischen Wirkstoffen in jüngster Vergangenheit sowie mögliche Strategien zu deren Vermeidung diskutieren.

Pressemitteilung der DGHO


Krebszeitung

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