Malignes Melanom im Frühstadium heilbar

Melanom

Bonn/Hamburg (sts) – Anlässlich des europäischen „Melanoma-Tages“ am 5. Mai 2008 rufen die Deutsche Krebshilfe und die Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention (ADP) e.V. dazu auf, die Hautkrebs-Früherkennung zu nutzen. 22.000 Menschen erkranken jedes Jahr neu an dem besonders aggressiven Malignen Melanom, auch bekannt als schwarzer Hautkrebs. „Die Zahl der Melanom-Patienten verdoppelt sich derzeit alle zehn Jahre. 2.300 Menschen sterben jährlich bundesweit daran“, so Professor Dr. Eckhard Breitbart, Zweiter Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention (ADP). Die Einführung des kostenlosen Hautkrebs-Screenings für alle gesetzlich Versicherten ab 35 Jahren bietet eine große Chance – denn früh erkannt, ist Hautkrebs heilbar.

Früherkennung als Chance im Kampf gegen den Hautkrebs

Die Generation der heute 35-Jährigen hat ein so hohes Hautkrebsrisiko wie keine Generation zuvor. Die Ursachen sind ein geändertes Freizeitverhalten mit Sonnenurlauben rund um das Jahr sowie häufigen Solarienbesuchen. Gefürchtet ist vor allem der so genannte schwarze Hautkrebs, denn er führt in Deutschland bei rund 2.300 Menschen jährlich zum Tode. Früh erkannt, ist er hingegen gut heilbar.

Der Gemeinsame Bundesausschuss hat daher zum 1. Juli 2008 die Einführung eines bundesweiten qualitätsgesicherten Hautkrebs-Screenings für gesetzlich Versicherte ab 35 Jahren beschlossen. Deutschland führt damit weltweit als erstes Land eine flächendeckend organisierte, standardisierte Hautkrebs-Früherkennung ein. Rund 45 Millionen Versicherte (24 Millionen Frauen und 21 Millionen Männer) haben künftig alle zwei Jahre ein Anrecht auf diese Untersuchung. Sie wird als „visuelle standardisierte Ganzkörperuntersuchung“ durchgeführt. Außerdem klärt der untersuchende Arzt den Patienten über den Stellenwert von Krebs-Früherkennungsuntersu¬chungen anderer Organe auf.

Neben der Früherkennung von Hautkrebs ist die Vermeidung dieser Erkrankung von größter Bedeutung. Denn für Hautkrebs gibt es nur einen Haupt-Risikofaktor: die UV-Strahlung, und zwar sowohl die natürliche Strahlung der Sonne als auch die künstliche aus Solarien. Einfache Verhaltensregeln bieten einen verlässlichen Schutz vor Hautkrebs: In der Sonne nicht aus-, sondern anziehen, überwiegend im Schatten aufhalten und vor allem die Mittagssonne meiden. Hautpartien, die nicht durch Kleidung bedeckt sind, sollten mit Sonnenschutzmitteln (mindestens Lichtschutzfaktor 20) geschützt werden. Pro Jahr nicht mehr als 50 Sonnenbäder nehmen. Solarien sind für Jugendliche unter 18 Jahren tabu und sollten auch von Erwachsenen gemieden werden.

Zum Thema Hautkrebs-Prävention und -Früherkennung halten die Deutsche Krebshilfe und die Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention umfangreiches kostenloses Informationsmaterial bereit. Ratgeber, Präventionsfaltblätter und Plakate können kostenlos bestellt werden bei: Deutsche Krebshilfe, Postfach 1467, 53004 Bonn, oder im Internet unter www.krebshilfe.de heruntergeladen werden.

Infokasten: Hautkrebs

Jedes Jahr erkranken in Deutschland rund 140.000 Menschen neu an Hautkrebs, 22.000 davon am besonders gefährlichen Malignen Melanom, dem so genannten schwarzen Hautkrebs. Dieser führt bei 2.300 Betroffenen jährlich zum Tode. Die häufigeren „weißen“ Hautkrebserkrankungen, wie das Basalzellkarzinom und das spinozelluläre Karzinom, bilden hingegen sehr selten Metastasen und sind somit fast immer heilbar. In Deutschland befinden sich derzeit mindestens 870.000 Hautkrebs-Patienten in medizinischer Behandlung. Außer dem Leid der Betroffenen verursachen die steigenden Erkrankungszahlen des Hautkrebses auch hohe Kosten im Gesundheitssystem.

Pressemitteilung der Deutschen Krebshilfe


Krebszeitung

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  • Verteilung der Kindertumoren - Quelle: Deutsches Kinderkrebsregister Mainz
    Krebs bei Kindern

    Eine systematische Studienanalyse der Deutschen Sporthochschule Köln belegt, dass krebskranke Kinder und Jugendliche von spezifischen Bewegungsprogrammen profitieren.

    Sind krebskranke Kinder und Jugendliche während der medizinischen Therapie oder in der Nachsorge einer Krebserkrankung in der Lage, an spezifischen Bewegungsprogrammen teilzunehmen? JA – sagen Dr. Freerk Baumann und Diplom-Sportwissenschaftlerin Julia Beulertz. Die beiden Wissenschaftler/innen vom Institut für Kreislaufforschung und Sportmedizin (Abt. Molekulare und Zelluläre Sportmedizin) der Deutschen Sporthochschule Köln haben aktuelle wissenschaftliche Studien analysiert und kommen zu dem Ergebnis, dass sich spezifische Bewegungsprogramme positiv auf die Patientinnen und Patienten auswirken können, ohne den Gesundheitszustand oder den medizinischen Behandlungserfolg negativ zu beeinflussen.

    Nicht nur die Krebserkrankung selbst, sondern auch die damit in Zusammenhang stehende, intensive medizinischen Therapie führt häufig dazu, dass die Betroffenen körperlich geschwächt sind und über einen längeren Zeitraum aus ihrem sozialen Umfeld heraus gerissen werden. Dabei zeigt die aktuelle Studienlage, dass durch professionelle Bewegungsprogramme insbesondere Verbesserungen in Bezug auf die gesundheitsbezogene Lebensqualität, das Erschöpfungssyndrom (Fatigue) sowie die Muskelkraft erzielt werden können. Erste wissenschaftliche Untersuchungen wurden an der Deutschen Sporthochschule Köln bereits vor 15 Jahren durchgeführt. Dennoch fehlt es in der Kinderonkologie bislang noch an einer flächendeckenden bewegungstherapeutischen Versorgung.

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  • Fatigue - Quelle: BKG
    dkfz
    Ein zwölfwöchiges Krafttraining während der Strahlentherapie verbessert die Lebensqualität und lindert die Fatigue-Symptome von Brustkrebs-Patientinnen. Dies zeigten Wissenschaftler im Deutschen Krebsforschungszentrum und im Universitätsklinikum Heidelberg in einer großen Studie mit 160 Teilnehmerinnen. Ob Sport und [...mehr lesen]

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