Mehr als 11.000 Teilnehmer beim 30. Deutschen Krebskongress

Kongress - pixabay
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Berlin. – Mehr als 9.000 Teilnehmer aus Medizin, Pharma und Politik haben in diesem Jahr den Deutschen Krebskongress in Berlin besucht. Das Treffen, das alle zwei Jahre stattfindet, ist der größte onkologische Kongress im deutschen Sprachraum. Am anschließenden Krebsaktionstag nahmen zirka 2.000 Besucher teil – die zahlreichen patientenverständlichen Beratungs- und Informationsangebote für Betroffene, deren Angehörige und Interessierte stießen auf ein reges Interesse.

Der diesjährige Deutsche Krebskongress stand unter dem Motto: „Qualität sichern – Forschung fo(e)rdern“. Zu den Topthemen an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Gesundheitspolitik zählten unter anderem die Krebsfrüherkennung, die Qualität der onkologischen Versorgung, innovative Arzneimitteltherapien und eine stärkere Patientenorientierung – Themen, um die es auch im Nationalen Krebsplan geht. „Dadurch, dass wir den Nationalen Krebsplan zu einem wesentlichen Thema des Kongresses gemacht haben, ist es uns gelungen, die Aufmerksamkeit der Politik zu gewinnen. Das ist ein wichtiger Fortschritt, der auch den Patienten zugute kommen wird“, resümiert Professor Peter Albers, der Präsident des DKK 2012. Auch bei der Diskussion über die Allokation von Ressourcen wurde ein Anfang gemacht. Derzeit gäbe es noch keine Rationierung von Versorgungsleistungen in der Krebsmedizin, so Albers. Damit das so bleibt, sei aber eine fortgesetzte Debatte über die Priorisierung von Leistungen in der Onkologie unumgänglich.

„Die Nachricht, dass die Implementierung der klinischen Krebsregister an Fahrt aufnehmen wird, gehört zu den wichtigsten Neuigkeiten, die wir vom Kongress mit nach Hause nehmen. Nur mit der Hilfe solcher Register wird erkennbar, wie sich die Behandlung auf das Gesamtüberleben und die Lebensqualität unserer Patienten auswirkt“, ergänzt Professor Werner Hohenberger, Präsident der Deutschen Krebsgesellschaft. Hohenberger verweist dabei auf die DKK-Eröffnungsrede von Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr, der den Umsetzungsprozess des Nationalen Krebsplans weiter vorantreiben will. Seit 2008 haben die Experten der Deutschen Krebsgesellschaft, der Deutschen Krebshilfe und der Arbeitsgemeinschaft für Tumorzentren (ADT) eng zusammengearbeitet, um mehr als 100 Handlungsempfehlungen für eine bessere Krebsversorgung in Deutschland zu entwickeln. Bei der Implementierung dieser Empfehlungen liegt der Fokus jetzt zunächst auf der Schaffung gesetzlicher Regelungen zum flächendeckenden Ausbau klinischer Krebsregister und der Weiterentwicklung von Programmen zur Darmkrebs- und Gebärmutterhalskrebsfrüherkennung.

Zur effizienten Auswertung klinischer Daten und für eine noch bessere Zusammenarbeit verschiedener onkologischer Fachdisziplinen werden allerdings dringend überregionale elektronische Netzwerkstrukturen benötigt, die die anfallende Informationsfülle bewältigen können. „Im Dialog mit der Deutschen Telekom hat die Deutsche Krebsgesellschaft deshalb das Thema E-Health als wichtiges Handlungsfeld identifiziert“, sagt Hohenberger. „Wir werden in Zukunft sicher mehr darüber hören.“

Die Deutsche Krebsgesellschaft e. V.

Die Deutsche Krebsgesellschaft ist die größte onkologische wissenschaftliche Fachgesellschaft Deutschlands, in der mehr als 6.600 Krebsexperten fachübergreifend als Mitglieder zusammenarbeiten. Als gemeinnütziger Verein finanziert sie sich durch Fördergelder und Mitgliedsbeiträge. In 26 verschiedenen Arbeitsgemeinschaften erforschen Mediziner und Naturwissenschaftler die grundlegenden Mechanismen der Krebsentstehung, entwickeln neue Diagnosemethoden sowie Therapieformen und verbessern die Prävention sowie die Nachsorge von Tumorerkrankungen. Im Jahreswechsel organisiert die Deutsche Krebsgesellschaft die „Offene Krebskonferenz“ und den „Deutschen Krebskongress“. Das Internetportal www.krebsgesellschaft.de bietet Informationen für Ärzte, Patienten und Journalisten und hat im Monat über 1,2 Millionen Besucher.

Dr. Katrin Mugele
Pressestelle der Deutschen Krebsgesellschaft e. V.
Straße des 17. Juni 106-108
10623 Berlin

Tel.: 030 / 810 316 160
Fax: 030 / 810 316 111
eMail: presse@krebsgesellschaft.de
Internet: www.krebsgesellschaft.de

Pressestelle der Deutschen Krebsgesellschaft e.V., Katrin Mugele


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    Offene Krebskonferenz informiert Patienten umfassend

    Dresden – Immer mehr Menschen leben heute viele Jahre oder Jahrzehnte mit Krebs. Unter dem Motto „Der Mensch im Mittelpunkt“ bietet die 5. Offene Krebskonferenz (OKK) am 19. Oktober 2013 in Dresden umfassende Informationen über die verschiedensten Krebserkrankungen und aktuelle Therapiestrategien sowie ein interessantes Rahmenprogramm. Darüber hinaus beschäftigt sich die OKK damit, wie es den Betroffenen mit dieser Krankheit geht und welche Einschränkungen das Leben mit Krebs mit sich bringt.

    „Die Diagnose Krebs ist für viele Betroffene ein schwerer Schock. Mit der neuen Lebenssituation kommen zahlreiche Fragen und Ängste auf“, sagt Dr. h. c. Fritz Pleitgen, Präsident der Deutschen Krebshilfe. „Wir helfen den Betroffenen und ihren Angehörigen mit allgemeinverständlichen, unabhängigen und qualitätsgesicherten Informationen über ihre Erkrankung. Darüber hinaus geben wir ihnen Möglichkeiten für einen Austausch mit Ärzten, anderen Betroffenen und Organisationen wie der Deutschen Krebshilfe.“

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    Auf den ersten Blick haben Infektionen und Krebs nichts miteinander zu tun. Aber die Wissenschaft hat in den vergangenen Jahren doch eine Gemeinsamkeit zwischen den beiden Krankheitsformen entdeckt – und das eröffnet neue Chancen für die Therapie. Auf diesem Gebiet forscht ab Januar ein neues deutsch-französisches Graduiertenkolleg, in dem die Universitäten Würzburg und Nizza vereint sind.

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