Minimalinvasive endoluminale feingezielte LASER -Destruktion superfizieller urothelialer Tumoren

Dr. med. Jörg Neymeyer - Quelle: Charité

Dr. med. Jörg Neymeyer - Quelle: CharitéFeingezielte LASER -Therapie innerhalb englumiger Hohlorgane erfordert lange, dünne und in definierte Richtungen strahlende Lichtwellenleiter und wenig tiefenschädigende Gewebedestruktion jedoch mit guter Vaporisationsleistung. Um oberflächliche gut- und bösartige Gewebsneubildungen endoskopisch zu Verdampfen, soll die Wirktiefe des kohärenten Lichtbündels des LASER´s geringer als 1 mm sein. Um das zu destruierende Gewebe optimal abzutragen wurde die Harpoon-Faser eingesetzt. Diese hat ein gebogenes Faserende. Die Therapie wurde dadurch erleichtert.

Material und Methoden:

Ein modifizierter Multifunktions-Dioden- LASER für minimalinvasive endoluminale Weichgewebsdestruktion wurde entwickelt (LIMMER-LASER GmbH). Die verwendeten Lichtleiter des Dioden- LASERs wurden entweder als „“harpoon“, als „“bare-fiber“ oder als „“sidefire fibre“ geformt.

Die klinische Effektüberprüfung erfolgte bei urothelialen Tumore des oberen Harntraktes (Ureter und Nierenbeckentumore). Mittels Tip-on-the-Chip-Endoskopen sowie mittels Narrow Banding Imaging (NBI) erfolgte die Detektion der Tumore. Die LASER-Therapie wurde stets videoendoskopisch dokumentiert.

Ergebnisse:
Besondere Gebrauchswerte des endoluminalen LASER -Operationssystems waren die sehr gute Verdampfung und Koagulation. Mit dem Modus Levelled Field Density (LFD) wurden Wirktiefen begrenzt und maximale Vaporisationen bei Tiefen von nur 1 mm gesichert; ferner war ein continuous-wave-Betrieb und ein gepulster Modus nützlich. Besonders schonend für das umgebende Gwebe erwies sich im oberen Harntrakt die Anwendung von nur 5 Watt Vaporisationsmodus. Nach Vaporisation konnte im NBI-Modus das zerstörte Gewebe besonders gut nachgewiesen werden. Klinische Nachkontrollen Innerhalb von 4-6 Wochen bis maximal 6 Monatsintervallen ergaben bei 16 Patienten Tumorreduktion. In einem Falle kam es zum Progress und zur Nephrektomie. Komplikative Läsionen traten bisher nicht auf.

Schlussfolgerungen:
Das Handling und die endoluminale exzidierende Tumordestruktion dieses LFD-Dioden- LASER´s ist präzise und angemessen. Die speziellen aber empfindlichen Faserapplikatoren lassen eine genau dosierte gezielte Wirkung ohne Kollateralschäden zu. Besonders hilfreich erwies sich bei der Detektion der Tumorareale und nach Laserung als Erfolgskontrolle der NBI-Modus.

Keywords:
Urotheliale Tumor, LASER, Dioden- LASER, Harnblasentumore, Nierenbeckenkarzinomen

Vortrag von Dr. med. Jörg Neymeyer vom DGU-Kongress 2012

Beteiligte Wissenschaftler der Charité Berlin:
Neymeyer, J.; Roller, C.; Cash, H.; von Bernewitz, H.; Miller, K.

Video vom Vortrag:

Pressemitteilung der Selbsthilfe Harnblasenkrebs e.V., Detlef Höwing


Krebszeitung

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