Regionale Hyperthermie verbessert Therapieergebnis für Patienten mit Weichteiltumoren

Staphylococcus aureus von: en.wikipedia.org
Staphylococcus aureus von: en.wikipedia.org

Viele Erkrankungen wie zum Beispiel Asthma, Diabetes, Herz-Kreislauf- Störungen oder Krebs, bedeuten für alle Betroffenen einen großen Einschnitt in ihren gewohnten Lebensalltag. Das bringt auch viele Ängste mit sich.

  • Kann meine Krankheit wirkungsvoll behandelt werden?
  • Wie verändert sich jetzt mein Leben?
  • Was kann, was muss ich selbst tun?

Das sind nur einige Fragen, die Patienten und ihre Angehörigen bewegen. Wissen ist gefragt! Dieses Wissen bieten Patientenleitlinien, die von Experten und Vertretern von Selbsthilfeorganisationen auf der Grundlage von wissenschaftlich begründeten ärztlichen Leitlinien erstellt werden.

Nur der informierte Patient kann gemeinsam mit seinem Arzt entscheiden

In der Vergangenheit lag das Wissensmonopol fast ausschließlich auf Seiten der medizinischen Fachleute. Heute wissen wir: Nur der informierte Patient kann gemeinsam mit seinem Arzt entscheiden, versteht ärztliche Anordnungen und ist zufriedener mit seiner Behandlung. Eine wichtige Voraussetzung hierbei ist die gleiche Informationsbasis für Ärzte und Patienten. Medizinische Leitlinien beschreiben die Behandlung nach dem aktuellen Stand wissenschaftlicher Erkenntnisse.

Oft berücksichtigen sie aber die Patientensicht nicht ausreichend und verständlich für Laien sind sie in der Regel auch nicht. Deshalb arbeiten immer häufiger Vertreter von Selbsthilfeorganisationen in Leitlinienprogrammen mit. Sie bringen ihre Erfahrungen ein und sorgen dafür, dass medizinisches Wissen auch für Laien verständlich und verfügbar wird. Aus ärztlichen Leitlinien werden Patientenleitlinien.

Im Programm für Nationale Versorgungs-Leitlinen geht man diesen Weg seit 2005. Das Programm wird getragen von den ärztlichen Selbstverwaltungskörperschaften und der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften. Ein wichtiger Kooperationspartner ist das Patientenforum, ein Zusammenschluss von Vertretern der

Selbsthilfedach- und Fachverbände sowie der Bundesärztekammer und der Kassenärztlichen Bundesvereinigung. Die Koordination und Durchführung erfolgt durch das Ärztliche Zentrum für Qualität in der Medizin.

Gleiches Wissen für Ärzte und Patienten

Patienten erwarten von ihren behandelnden Ärzten, dass sie in ihrem Fachgebiet auf dem neuesten Stand sind. Behandelnde Ärzte: Das können bei einer chronischen Krankheit Ärzte in Krankenhäusern, Hausärzte oder Fachärzte sein. Sie alle müssen zusammen arbeiten, Informationen austauschen und eine medizinische Versorgung nach dem aktuellen Stand des Wissens gewährleisten, die sich auch an den Bedürfnissen ihrer Patienten orientiert. Wie dieser Wissensstand aussieht und wie Ärzte am besten zusammen arbeiten können, beschreiben Nationale VersorgungsLeitlinien. Sie werden von Experten unterschiedlicher wissenschaftlicher Fachgesellschaften gemeinsam erarbeitet und berücksichtigen auch die Anliegen von Patienten. Da sich diese Leitlinien in erster Linie an Ärzte richten, sind sie für Patienten schwer verständlich. Deshalb gibt es zu jeder ärztlichen Leitlinie auch einen Ratgeber für Patienten – eine Patientenleitlinie.

Patientenleitlinien – mehr als „übersetzte Wissenschaft“!

Patientenleitlinien sind ein Gemeinschaftsprodukt von medizinischen Experten und Patienten. Wissenschaftlich begründete Behandlungsempfehlungen aus den ärztlichen Leitlinien werden in eine allgemein verständliche Sprache übersetzt. Aber das ist nicht alles!

Patientenleitlinien erklären auch, was eine optimale Versorgung bedeutet und wer daran in welcher Form beteiligt ist. Einen großen Raum nehmen nützliche Ratschläge zum Umgang mit der Erkrankung ein, denn:

Betroffene sind nicht hilflos ausgeliefert. Sie können lernen, ihre Erkrankung besser zu verstehen, die Zeichen des Körpers zu erkennen und die Behandlung wirkungsvoll unterstützen. Es gibt so Vieles, was man tun kann, um die eigene gesundheitliche Situation dauerhaft zu verbessern oder einer Verschlimmerung vorzubeugen.

Die Mitarbeit von Patientenvertretern an den Patientenleitlinien ist gerade hier von einem unschätzbarem Wert. Fragenvorschläge für die Vorbereitung des Arztbesuches und weitere Adressen und Anlaufstellen machen die Patientenleitlinie nicht nur zum Wissensvermittler sondern bieten auch Service. Jeder Patient sollte von seinem Arzt eine solche Patientenleitlinie erhalten, beziehungsweise die Information hierüber.

Es gibt sie bisher zu den Erkrankungen Asthma, chronisch obstruktive Lungenerkrankung, chronische koronare Herzkrankheit und Fußkomplikationen bei Typ-2-Diabetes. Weitere Themen sind in Arbeit.

Patientenbeteiligung macht’s möglich

Die Berücksichtigung der Bedürfnisse von Patienten in medizinischen Leitlinien ist ein wichtiges Qualitätskriterium. Sie setzt die Einbeziehung von Patienten voraus. Diese Einbeziehung geht über das Maß einer bloßen nachträglichen Stellungnahme hinaus. Heute sitzen Vertreter von Selbsthilfeorganisationen mit Experten an einem Tisch, um Leitlinien gemeinsam zu entwickeln. Im Programm für Nationale VersorgungsLeitlinien wird dies seit 2005 praktisch umgesetzt.

Vertreter von Patientenverbänden begleiten den Entwicklungsprozess der Leitlinien und erarbeiten gemeinsam mit Experten des Ärztlichen Zentrums für Qualität in der Medizin die zugehörige Patientenleitlinie.

Wie Patientenbeteiligung funktionieren kann Die Erfahrungen, die bei der Patientenbeteiligung am Programm für Nationale VersorgungsLeitlinien gesammelt wurden, lassen sich auch auf andere Leitlinienverfahren anwenden. Im „Handbuch Patientenbeteiligung“ wurden sie zusammen gestellt. Der Leser erfährt Hintergründe über Leitlinien und leitlinienbasierte Patienteninformationen, Anforderungen an beteiligte Patienten und entsendende Organisationen werden definiert, der Ablauf der Arbeit beschrieben und ein Serviceteil enthält eine Reihe nützlicher Checklisten und Fragebögen.

Alle Nationalen VersorgungsLeitlinien und Patientenleitlinien erscheinen als Broschüre beim Deutschen Ärzteverlag und sind darüber hinaus im Internet frei zugänglich.

Weitere Informationen finden Sie unter:
www.versorgungsleitlinien.de Nationale Versorgungs-Leitlinien und Patientenleitlinien www.aezq.de/publikationen/0index/schriftenreihe/view Handbuch Patientenbeteiligung

Pressemitteilung Ärztliches Zentrum für Qualität in der Medizin, Dr. PH Dipl.-Ing. Sylvia Sänger


Krebszeitung

--Download Regionale Hyperthermie verbessert Therapieergebnis für Patienten mit Weichteiltumoren als PDF-Datei --


  • Veränderungen der Immunzellen in Darmbiopsien in Abhängigkeit vom Vorliegen eines normalen (NOD2 wt) oder eines mutierten (NOD2 var) NOD2/CARD15 Rezeptors. Kein Unterschied im Zelluntergang der Darmzellen (Apopotse), in den zytotoxischen Lymphozyten (CD
    Darmkrebs

    Nutzen und Schaden eines Screenings für unter 55-Jährige ist unklar

    Ob Menschen, die jünger als 55 Jahre sind und in deren Familien bereits ein Mitglied an Darmkrebs erkrankt ist, von einer Früherkennungsuntersuchung profitieren können, ist derzeit Gegenstand einer Untersuchung des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG). Die vorläufigen Ergebnisse hat das Institut am 19. September 2012 veröffentlicht. Demnach bleiben Nutzen und Schaden eines solchen Screenings unklar, weil entsprechende Studien fehlen. Bis zum 17. Oktober 2012 können interessierte Personen und Institutionen schriftliche Stellungnahmen zu diesem Vorbericht abgeben.

    Stuhltest und Darmspiegelung abhängig vom Alter

    In Deutschland ist das Kolorektalkarzinom sowohl bei Männern als auch bei Frauen die zweithäufigste Krebserkrankung und die zweithäufigste krebsbedingte Todesursache. Etwa 25% dieser Fälle treten zwar familiär gehäuft auf, eine konkrete genetische Ursache lässt sich jedoch nur bei etwa 5% der Erkrankungen feststellen („hereditäre“ Form).

    […mehr lesen]

  • Histologischer Schnitt durch eine Prostata mit normaler Drüsenstruktur (links) und Tumorzellherden (rechts). Farblich unterscheidbar sind Zellkerne (braun), Bindegewebe (blau) und Drüsenlumen (weiße Bereiche). Maßstab/ Vergrößerung: 200-fach Quelle: NGFN
    Krebskongress 2012

    Krebsaktionstag am 25. Februar: Im Expertenforum „Urogenitale Tumoren“ beantwortet Prof. Dr. Petra Feyer zusammen mit anderen Krebsmedizinern alle Fragen rund um Nieren- Blasen und Prostatakrebs.

    Berlin, 7. Februar 2012 – Während der Nierenkrebs mit drei bis vier Prozent aller Krebsneuerkrankungen und der c mit zwei bis drei Prozent zu den selteneren c gehören, stellt das Prostatakarzinom die zweithäufigste Tumorerkrankung des Mannes dar, mit steigender Inzidenz: 42 Prozent aller Männer bekommen im Laufe ihres Lebens ein Prostatakarzinom.

    […mehr lesen]

Google News – Gesundheit