Monatsthema Februar: Mundhygiene bei Krebs – warum ist sie so wichtig?

Immunzellen (T-Zellen) im Bauchspeicheldrüsenkrebs, die ihre Entzündungsstoffe (Zytokine) über den alternativen p38-Signalweg bilden und dadurch das Tumorwachstum fördern. Pathologisches Institut, Universitätsklinikum Heidelberg
Immunzellen (T-Zellen) im Bauchspeicheldrüsenkrebs, die ihre Entzündungsstoffe (Zytokine) über den alternativen p38-Signalweg bilden und dadurch das Tumorwachstum fördern. Pathologisches Institut, Universitätsklinikum Heidelberg

Entzündungen in Mund und Rachen können bei verschiedenen Krebstherapien als Begleitsymptome auftreten. Für die betroffenen Patienten ist daher eine konsequente Mundhygiene besonders wichtig. Im Monatsthema Februar gibt das Internetportal der Deutschen Krebsgesellschaft e. V. (DKG) hilfreiche Tipps, wie schmerzhaften Schleimhautschädigungen durch prophylaktische oder lindernde Maßnahmen vorgebeugt werden kann.

Berlin, 1. Februar 2013 – Entzündungen der Mundschleimhaut sowie des Mund-Rachenbereichs, in der Fachsprache als orale Mukositis bzw. Stomatitis bezeichnet, können als Begleitsymptome verschiedener Krebstherapien, wie Chemo- oder Strahlentherapie, auftreten. So wirkt die Chemotherapie beispielsweise auf sich schnell teilende Zellen, wozu neben den Tumorzellen auch die Schleimhautzellen der Mundhöhle zählen. In der Mundhöhle bilden Zähne, Schleimhäute, Speichel und Mikroorganismen eine enge Einheit. Veränderungen in diesem System können für die Mundgesundheit ernsthafte Auswirkungen haben und zu Schmerzen, Mundtrockenheit, Karies, Gewebeuntergang oder auch lebensbedrohlichen Infektionen führen.

Aus diesem Grund ist eine umfassende Mundhygiene für Krebspatienten besonders wichtig – und leider nicht immer einfach, denn Entzündungen im Mundbereich sind häufig mit sehr starken Schmerzen verbunden. Aber es gibt Möglichkeiten, Schleimhautschädigungen vorzubeugen und diese gegebenenfalls auch zu lindern. Hierzu gehören unter anderem ein Besuch beim Zahnarzt möglichst vor Beginn einer Krebstherapie, tägliches Zähneputzen mit einer weichen Zahnbürste und milder Zahnpasta sowie regelmäßige Mundspülungen mit alkoholfreien Lösungen. Liegt eine akute Entzündung vor, sollte unbedingt ein Arzt zu Rate gezogen werden.

Im DKG- Experteninterview spricht Prof. Dr. Götz, Facharzt für Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie sowie Autor zahlreicher Leitlinien zur Mundgesundheit bei Tumorpatienten, über die Bedeutung der richtigen Mundpflege bei Krebspatienten. Das Interview und hilfreiche Tipps zum Thema sind ab sofort online abrufbar unter www.krebsgesellschaft.de/thema_februar2013.

Die Reihe „Thema des Monats“ in der Patientenrubrik des DKG-Internetportals richtet sich an Patienten, Angehörige und interessierte Leser. Sie widmet sich 12 Mal im Jahr aktuellen Fragestellungen in den Bereichen Krebserkrankung, Prävention, Vorsorge und Nachsorge.

Die Deutsche Krebsgesellschaft e.V. (DKG) ist das größte onkologische Netzwerk von Experten im deutschsprachigen Raum und zählt mehr als. 7.000 Mitglieder. Das Internetportal www.krebsgesellschaft.de hat im Monat mehr als eine Millionen Besucher und ist Deutschlands größtes Wissensportal zum Thema Krebs.

Kontakt und weitere Informationen:
Internetportal der Deutschen Krebsgesellschaft e. V.
dkg-web.gmbh
Janett Lange
Straße des 17. Juni 106-108,
10623 Berlin
Tel: (030) 810 316-112
E-Mail: janett.lange@dkg-web.de

Internetportal der Deutschen Krebsgesellschaft e. V.
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Presse: Kirsten Herkenrath
Straße des 17. Juni 106-108,
10623 Berlin
Tel: (030) 810 316-326 / (0177) 823 22 23
E-Mail: kirsten.herkenrath@dkg-web.de

Pressemitteilung der Deutschen Krebsgesellschaft, Kirsten Herkenrath


Krebszeitung

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  • Pressekonferenz der Deutschen Krebshilfe beim DKK2012
    Krebskongress 2012

    Pressekonferenz der Deutschen Krebshilfe beim DKK2012Deutsche Krebshilfe: Leitlinien sichern ärztliche Qualität Bonn (jft) – Wenn Menschen an Krebs erkranken, verändert sich schlagartig das Leben der Betroffenen. In dieser von Unsicherheit und Angst geprägten Situation müssen die Patienten die Gewissheit haben, dass sie nach dem besten derzeit verfügbaren medizinischen Wissen therapiert werden. Systematisch entwickelte Leitlinien, wissenschaftlich begründet und praktikabel, sind Ärzten und Patienten dabei eine große Orientierungs- und Entscheidungshilfe. Die Deutsche Krebshilfe hat daher vor vier Jahren gemeinsam mit der Deutschen Krebsgesellschaft und der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) das „Leitlinienprogramm Onkologie“ aufgelegt. Anlässlich des 30. Deutschen Krebskongresses in Berlin machten der Lenkungsausschuss des Leitlinienprogramms sowie Patientenvertreter heute, am 23. Februar 2012, deutlich, wie wichtig Leitlinien als Handlungsempfehlungen für Ärzte und allgemein verständliche Patientenratgeber für Betroffene sind.

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  • Magenkrebs

    In einer der weltweit größten Patientenstudien, die bei fortgeschrittenem Magenkrebs je durchgeführt wurde, zeigte eine zunächst viel versprechende Antikörpertherapie keine zufriedenstellende Wirksamkeit. Der bei anderen Krebsarten aktive Wirkstoff „Cetuximab“ ist deshalb kein Hoffnungsträger für die kombinierten Chemo- und Antikörperbehandlung bei Magenkarzinomen.

    Bei Patienten mit einer fortgeschrittenen Magenkrebserkrankung ist die Notwendigkeit einer verbesserten Behandlung besonders hoch. In diesem Stadium ist der Tumor sehr aggressiv, hat ausgestreut und ist nicht mehr operabel. Die Patienten haben eine kurze Überlebenszeit und hohe Symptombelastung.. Bislang wird üblicher Weise viele Monate mit Chemotherapie behandelt, um die Symptome zu lindern und das Überleben zu verlängern.

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