Nationales Centrum für Tumorerkrankungen

Biopsie-Gerät Quelle: NCT Heidelberg
Biopsie-Gerät Quelle: NCT Heidelberg

Ausbau zu einem internationalen Spitzenzentrum der individualisierten Krebstherapie NCT 3.0

„Der Ausbau zum NCT 3.0 stärkt Heidelbergs Position in der Spitzengruppe der internationalen Krebsforschung und -medizin; mit neuen Möglichkeiten bei der Erfassung der genetischen Grundlagen von Krebs sowie gezielten neuen Therapien für die Patienten“, sagt Wissenschaftsministerin Theresia Bauer

Das Nationale Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) in Heidelberg soll zu einem internationalen Spitzenzentrum der individualisierten Krebstherapie (NCT 3.0) ausgebaut werden. Diese Entscheidung von Bundes- und Landesregierung verkündeten Bundesforschungsministerin Johanna Wanka und Wissenschaftsministerin Theresia Bauer anlässlich des Festakts zum 50jährigen Bestehen des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) am Freitag in Heidelberg.

„Das NCT ist schon heute ein internationaler Vorreiter der umfassenden Erbgutanalyse von Tumorgewebe. Entscheidend hierfür ist die enge Zusammenarbeit von Spitzenforschung am DKFZ sowie innovativer Krebsmedizin an NCT und Universitätsklinikum Heidelberg. Der Ausbau zum NCT 3.0 stärkt Heidelbergs Position in der Spitzengruppe der internationalen Krebsforschung und -medizin. Wir schaffen damit neue Möglichkeiten bei der Erfassung der genetischen Grundlagen von Krebs sowie individualisierten, also maßgeschneiderten neuen Therapien für die Patienten“, sagte Ministerin Bauer.

Das NCT ist eine vom DKFZ und dem Universitätsklinikum Heidelberg gemeinsam getragene Einrichtung. Für das Land sei das NCT 3.0 wissenschaftspolitisch wie auch in der Patientenversorgung von großer Bedeutung, so Bauer. Aufbauend auf den erheblichen Beiträgen der Heidelberger Partner sowie der Deutschen Krebshilfe bedürfe die Umsetzung des NCT-Ausbaus einer substanziellen institutionellen Förderung durch den Bund und das Land Baden-Württemberg. Der Ministerrat habe daher kürzlich in Aussicht gestellt, ab 2015 jährlich bis zu 2,5 Mio. Euro zusätzlich aus Landesmitteln für neue Programme in der Krebsbekämpfung im NCT zur Verfügung zu stellen. Zusätzlich wird das Land den Ausbau des NCT-Gebäudes mit rund 20 Mio. Euro finanzieren.

Gleichzeitig habe sich der Bund bereit erklärt, den Ausbau für den Betrieb entsprechend dem sog. Helmholtz-Schlüssel (Finanzierung durch den Bund und das Land Baden-Württemberg im Verhältnis 90:10) zu fördern. Für den Aufbau innovativer Programme der Krebsgenomanalyse, die Etablierung eines Programms zur Erprobung neuer Verfahren für moderne, individualisierte Krebsbehandlung sowie für den Ausbau interdisziplinärer Profilbereiche stehe damit eine Erhöhung der institutionellen Förderung um insgesamt 25 Mio. Euro jährlich in der Endausbaustufe ab dem Jahr 2019 zur Verfügung, erklärte Ministerin Bauer.

Das DKFZ ist heute Deutschlands größte biomedizinische Forschungseinrichtung und europaweit führend. Es hat in den fünf Jahrzehnten seines Bestehens wichtige Erfolge im Kampf gegen Krebs erzielt. Mit dem NCT haben Hochschulmedizin Heidelberg und DKFZ ein Modell geschaffen, das Vorbild war für viele andere Standorte.

Theresia Bauer: „Das NCT verbindet unter einem Dach Prävention, Diagnose und Therapie in beeindruckender Weise. Mit dem Ausbau zum NCT 3.0 werden wir den Kampf gegen Krebs noch wirkungsvoller, effektiver und für den Patienten schonender gestalten, und die Zusammenarbeit von DKFZ und Universitätsmedizin Heidelberg weiter stärken können“.

Weitere Informationen finden Sie unter
http://mwk.baden-wuerttemberg.de/service/pressemitteilungen/presse-detailseite/nationales-centrum-fuer-tumorerkrankungen-ausbau-zu-einem-internationalen-spitzenzentrum-der-indivi/

Pressemitteilung
Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg,
Margit Schoberth

Krebserkrankungen – Frühe und exakte Diagnose


Krebszeitung

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  • A) Hirntumorzellen mit induzierter Resistenz gegenüber Chemotherapie (untere Plattenhälfte) weisen gegenüber ursprünglichen Hirntumorzellen (obere Plattenhälfte) ein deutlich höheres Resistenzniveau gegenüber Temozolomid (von links nach rechts in aufsteigenden Konzentrationen) auf und dienen als Modell für die Erforschung von Resistenzmechanismen im Patienten. B) Tumorstammzellen (ZH-161) in Zellkulturmedium. - Quelle: Caroline Happold; Nina Stojceva; Zürich
    Forschung

    Wissenschaftler des Instituts für Neuropathologie in Düsseldorf und der Klinik für Neurologie in Zürich untersuchen die Mechanismen der Resistenz bösartiger Hirntumoren (Glioblastome) gegenüber Strahlentherapie und Chemotherapie. Sie konzentrieren sich hier speziell auf eine erst vor wenigen Jahren als bedeutsam erkannte Gruppe von kleinen Nukleinsäuremolekülen (microRNA), die als wesentliche Regulatoren genetischer Prozesse erkannt wurden. Durch Beeinflussung der relativen Mengen dieser Signalmoleküle soll das Ansprechen bösartiger Hirntumoren auf die klassischen Tumortherapien deutlich verbessert werden.

    Die mittlere Überlebenszeit für Patienten mit Glioblastomen, einer besonders aggressiven und häufigen Hirntumorform, beträgt immer noch weniger als ein Jahr. Das Ansprechen auf die weitere Therapie nach der Operation, Strahlentherapie und Chemotherapie, ist sehr unterschiedlich: Manche Tumoren zeigen sich primär resistent und wachsen trotz dieser Therapie weiter. Andere Tumoren bleiben über Monate inaktiv, entwickeln aber dann im Verlauf Resistenzmechanismen.

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    Interviews mit mehr als 10.000 Bürgern aus 9 europäischern Ländern gingen in die erste europaweite Studie zum Verständnis der Krebsfrüherkennung ein, die das Harding Center for Risk Literacy (Harding-Zentrum für Risikokompetenz) zusammen mit der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK-Nürnberg e. V.) durchgeführt hat. Die Ergebnisse verblüffen: Die Europäer erweisen sich als mangelhaft informierte Optimisten in Sachen Früherkennung – allen voran die Deutschen.

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