Naturheilkundliche Medikamente bei Krebs

Krankenkassen - pixabay
Krankenkassen - pixabay

Heidelberg (humannews) – Längst gehören auch naturheilkundliche Heilmethoden zum Standard bei vielen Krebstherapien. Sie werden meist ergänzend zu den klinischen Maßnahmen eingesetzt. Ihre positive Wirkung ist unbestritten. Doch der Staat, die Ärzteverbände und die Krankenkassen gehen mit dieser Tatsache noch nicht angemessen um. Unklare gesetzliche Regelungen, welche naturheilkundlichen Medikamente von den Krankenkassen erstattet werden, verunsichern Ärzte und Patienten. Zudem hält sich der Staat bei der Förderung der Naturheilkunde zurück. Forschungsgelder fließen äußerst spärlich. Für die meisten Betroffenen ein nicht nachvollziehbarer Zustand.

Hohe Wirkung, kleiner Preis – doch Kassen zahlen nur selten

Rund zwei Drittel aller Krebspatienten nehmen während der Therapie zusätzlich naturheilkundliche Medikamente ein. Präparate aus der Natur helfen, belastende Nebenwirkungen der gängigen Behandlungsmethoden wie Chemo- oder Strahlentherapie besser zu vertragen. Enzyme, Probiotika, Vitamine, homöopathische Mittel ebenso wie die Einnahme von Mistel- oder Thymuspräparaten stärken das Abwehrsystem. Die Folge: Körpereigene Zellen greifen die bösartigen Tumore an und unterstützen so die Wirkung von Chemo- und Strahlentherapien.

Der Sinn von pflanzlichen Arzneimitteln in der Krebsbehandlung ist vielfach belegt. Ihre unterstützende Heilwirkung ist hoch, unerwünschte Nebenwirkungen sind gering – und sie sind kostengünstig. Trotzdem müssen die Krankenkassen für viele dieser Heilmittel nicht aufkommen. Das Arzneimittelgesetz ist zu undurchsichtig. Beispiel: Viele hochwirksame Mistelpräparate werden von den Krankenkassen nur erstattet, wenn beim Patienten keine Aussicht auf Heilung mehr besteht. Hat der Betroffene noch gute Chance auf Gesundung, muss er einige Präparate wie die Mistelphytotherapeutika selbst zahlen. Es gibt aber auch Ausnahmen: Mistelpräparate, die nach dem Prinzip der anthroposophischen Medizin hergestellt werden, müssen die Kassen in jeder Krankheitssituation finanzieren – diese Tatsache wiederum ist aber nur wenigen Ärzten bekannt.

Ohnehin sind viele pflanzliche Mittel zur Unterstützung der Krebstherapie oft gar nicht rezeptpflichtig, weil sie trotz hoher Wirkung besonders nebenwirkungsarm sind. Nicht-rezeptpflichtige Medikamente müssen aber von den Kassen in der Regel nicht erstattet werden.

„Biologische Medikamente, bei denen eine positive Wirkung nachweisbar ist, dürfen Patienten nicht vorenthalten werden und sollten von den Kassen bezahlt werden“, fordert Dr. György Irmey, Ärztlicher Direktor der Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr (GfBK). „Die Gesundheit der Patienten und die Therapiefreiheit der Ärzte darf nicht weiter beschränkt werden.“

Unverständlich ist für die GfBK auch, warum kaum öffentliche Gelder in eine systematische Forschung zur biologischen Medizin fließen. Zum Vergleich: In den USA erhält allein das Nationale Krebsinstitut (National Cancer Institute ) 68 Millionen Dollar jährlich zur Forschung auf dem Gebiet der biologischen Medizin.

Gegenwärtig fördern in Deutschland nur vereinzelt Pharmafirmen und Organisationen wie die GfBK Studien zur Heilwirkung von naturheilkundlichen Medikamenten bei Krebs._Irmey: „Staat, Ärzteverbände und Krankenkassen müssen sich endlich für eine zeitgemäße Medizin einsetzen, in der moderne Hochleistungsmedizin mit dem wertvollen Wissen um biologisch ganzheitliche Mittel zu einer leistungsfähigen und menschlichen Medizin vereint werden.“

Kontakt:
Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr e. V.
Voßstrasse 3
69115 Heidelberg
Telefon (06221) 13 80 20
presse@biokrebs.de
www.biokrebs.de

Pressemitteilung der Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr e. V.


Krebszeitung

--Download Naturheilkundliche Medikamente bei Krebs als PDF-Datei --


  • Patientin - pixabay
    Deutsche Krebshilfe

    Bonn (ws) – Prominente Unterstützung erhält die Deutsche Krebshilfe jetzt durch Michael und Uli Roth im Rahmen der Kampagne „Mit aller Kraft gegen den Krebs – gemeinsam für das Leben“. Ab sofort setzen sich die ehemaligen Handballnationalspieler für die Arbeit der Deutschen Krebshilfe ein und rufen dazu auf, mit vereinten Kräften gegen die Krankheit und für das Leben zu kämpfen. Motive der Kampagne, unter anderem der Roth-Brüder und Maite Kelly, können ab jetzt als Frei- und Füllanzeigen im Internet heruntergeladen werden.

    Michael und Uli Roth unterstützen Kampagne der Deutschen Krebshilfe

    Als Handballnationalspieler sind Michael und Uli Roth in Deutschland bekannt geworden. Heute engagieren sie sich als Trainer und sportlicher Leiter weiterhin im Handballsport. Nachdem beide im Jahr 2009 an Prostatakrebs erkrankten und sie diesen erfolgreich besiegten, ist es für sie zu einer neuen Lebensaufgabe geworden, anderen Menschen Mut zu machen und sie im Kampf gegen die Krankheit zu stärken. Für die Roth-Brüder ist Prostatakrebs kein Tabuthema. Mit ihrem Gang an die Öffentlichkeit möchten sie auch Andere dazu motivieren, offen mit dieser Krankheit umzugehen und Männer darin bestärken, sich über Früherkennungsuntersuchungen zu informieren. „Wir wollen mit unserem Auftreten zeigen, dass diese Krebsart heilbar ist und, dass man sich nach der Behandlung wieder gesund fühlen kann – so wie wir im Moment. Die Voraussetzung dafür ist, dass die Erkrankung früh erkannt und behandelt wird“, sagt Uli Roth.

    […mehr lesen]

  • Der Weg des Katheters bei der Selektiven Internen Radiotherapie - Quelle: SIRT
    Leberkrebs

    Netzwerk der Expertengruppe Selektive Interne Radiotherapie nun im gesamten deutschsprachigen Raum verfügbar

    Der Weg des Katheters bei der Selektiven Internen Radiotherapie - Quelle: SIRTBerlin, 29. Januar 2013. Seit einem Jahr informiert die Expertengruppe Selektive Interne Radiotherapie über die Behandlung von Tumoren und Metastasen in der Leber mit der SIRT. Bislang bündelte sie auf ihrer Webseite www.leberkrebstherapie.org vor allem Informationen für Patienten und Ärzte aus Deutschland. Ab heute stehen die Experten auch Ärzten und Patienten aus Österreich und der Schweiz für Fragen rund um die Selektive Interne Radiotherapie (SIRT) zur Verfügung. Unterstützung erhalten sie dabei vom Neu-Mitglied und Schweizer SIRT-Experten PD Dr. Niklaus Schäfer vom UniversitätsSpital Zürich.

    Krebs in der Leber wird oftmals erst dann entdeckt, wenn er nicht mehr operativ entfernt werden kann. Viele Klinken setzen dann auf die Selektive Interne Radiotherapie (SIRT) – eine Behandlung, bei der winzige, radioaktive Kunstharzkügelchen den Tumor gezielt im Inneren des Körpers bestrahlen und ihn so stark verkleinern können.

    Bislang waren präzise und zuverlässige Informationen zur Therapie für Patienten und zuweisende Ärzte schwer zu finden. Um dem abzuhelfen, hat die Expertengruppe Selektive Interne Radiotherapie im vergangenen Jahr das Webportal www.leberkrebstherapie.org ins Leben gerufen – bislang mit dem Schwerpunkt Deutschland.

    […mehr lesen]

Google News – Gesundheit

  • Künstliche neuronale Netze beschleunigen die Kartierung des Gehirns
    am 18. Juli 2018 um 04:00

    Künstliche neuronale Netze beschleunigen die Kartierung des Gehirns  derStandard.atFull coverag […]

  • Amt rät zur Impfung gegen Masern
    am 18. Juli 2018 um 01:55

    Amt rät zur Impfung gegen Masern  Kölner Stadt-AnzeigerSteigende Zahl der Masern-Infektionen – Selbst geimpfte Personen erkranken vermehrt  Heilpraxisnet.deFrauengesundheit > Impfschutz & Impfungen > Impfungen in der Schwangerschaft  Frauenaerzte im NetzFull coverag […]

  • Zeckenrekord im Sommer 2018
    am 18. Juli 2018 um 01:16

    Zeckenrekord im Sommer 2018  SWPZunahme von FSME-Erkrankungen Deutschland droht ein Rekord-Zeckenjahr  Kölnische RundschauZecken: Wie groß ist die Gefahr für Menschen im Sauerland?  WestfalenpostFull coverag […]

  • Alzheimer durch Herpesviren verursacht? Antivirale Therapie senkt das Risiko
    am 18. Juli 2018 um 00:33

    Alzheimer durch Herpesviren verursacht? Antivirale Therapie senkt das Risiko  Heilpraxisnet.deHerpes-Viren könnten an Alzheimer beteiligt sein  aponet.deFull coverag […]

  • Hepatitis-A-Ausbruch in Berlin noch immer nicht beendet
    am 18. Juli 2018 um 00:14

    Hepatitis-A-Ausbruch in Berlin noch immer nicht beendet  Heilpraxisnet.deHepatitis A: Weiterhin viele Fälle in Berlin  Deutsches ÄrzteblattBerliner Behörde warnt: Hepatitis-A-Welle noch nicht vorbei  Queer.deFull coverag […]