Nebenwirkung der Chemotherapie: Schäden an der Niere

Chemotherapie - pixabay
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Es ist vor allem die Therapie mit Ifosfamid, die sich negativ auf die Nieren auswirkt.Die Kinder sind dann zwar von ihrer Tumorerkrankung geheilt, scheiden aber mit dem Urin zu viele Elektrolyte und Aminosäuren aus.

Das kann schwerwiegende Konsequenzen haben: Verliert der Körper zu viel Kalzium und Phosphat, so entwickelt sich eine Rachitis mit abnormalem Knochen- und Körperwachstum.

„Für die Beeinträchtigung der Nieren sollen zwei Stoffwechselprodukte verantwortlich sein, die im Körper durch den Abbau von Ifosfamid entstehen“, erklärt Dr. Andreas Benesic vom Physiologischen Institut. Der Hauptschaden entsteht am so genannten Proximalen Tubulus. Dort wird der Löwenanteil der Nährstoffe und Elektrolyte aus dem Harn in den Körper zurückgeholt.

Laut Benesic ist bislang ungeklärt, welcher Mechanismus dem Defekt zu Grunde liegt. „Die klinischen Beobachtungen deuten aber darauf hin, dass es kein akuter Schaden ist, wie es zum Beispiel bei einem massiven Absterben von Zellen der Fall wäre“, erklärt der 29-jährige Mediziner. Stattdessen entstehe eine chronische Funktionsstörung, die sich nach der Chemotherapie mehr und mehr verschlimmere.


Krebszeitung

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