Neue Methode bei Nierentumor-OP

Zufriedene Gesichter bei Arzt und Patient: PD Dr. Christian Wülfing und Kurt Begemann freuen sich über den erfolgreichen Verlauf der Nierentumor-OP. Quelle: ukm
Zufriedene Gesichter bei Arzt und Patient: PD Dr. Christian Wülfing und Kurt Begemann freuen sich über den erfolgreichen Verlauf der Nierentumor-OP. Quelle: ukm
Zufriedene Gesichter bei Arzt und Patient: PD Dr. Christian Wülfing und Kurt Begemann freuen sich über den erfolgreichen Verlauf der Nierentumor-OP. Quelle: ukm
Zufriedene Gesichter bei Arzt und Patient: PD Dr. Christian Wülfing und Kurt Begemann freuen sich über den erfolgreichen Verlauf der Nierentumor-OP. Quelle: ukm

Münster (ukm/jb). Weltpremiere am Universitätsklinikum Münster (UKM): In der Klinik und Poliklinik für Urologie wurde erfolgreich die erste retroperitoneoskopische Single Port-Nierenentfernung bei einem Patienten mit bösartigem (malignem) Nierentumor durchgeführt.

UKM-Mediziner führen weltweit ersten Eingriff erfolgreich durch

Dabei handelt es sich um eine neue Methode der Schlüsselloch- Chirurgie, bei der nur noch ein einziger kleiner Schnitt notwendig ist. Die Vorteile dieser Methode liegen für den Leitenden Oberarzt der Klinik Privat-Dozent Dr. Christian Wülfing, der die Operation gemeinsam mit seinem Kollegen Privat-Dozent Dr. Edwin Herrmann durchführte, auf der Hand: „Im Vergleich zu herkömmlichen OP-Methoden haben die Patienten weniger Schmerzen, es kommt seltener zu Komplikationen und die Betroffenen erholen sich schneller.“ So auch der 81-jährige Kurt Begemann, bei dem die Single Port-Nierenentfernung am UKM durchgeführt wurde: Bereits vier Tage nach dem Eingriff konnte er in gutem Allgemeinzustand und nahezu schmerzfrei entlassen werden.

Was bleibt, ist lediglich eine kleine Narbe. „Das ist wirklich ein Wunderwerk der Medizin“, staunt Kurt Begemann bei der Nachuntersuchung im UKM und lobt die Leistung von Wülfing und seinem Team: „Ich habe gar nicht damit gerechnet, so schnell wieder nach Hause zu können. Daher bin ich sehr zufrieden.“

Laparoskopische Eingriffe, bei denen die OP-Instrumente in der Regel durch vier kleine Schnitte in den Körper eingeführt werden, führen die Urologen am UKM bereits seit fünf Jahren durch. Ein neuartiges und flexibleres Instrumentarium ermöglicht nun den Zugang über nur noch einen einzigen Schnitt. Die Münsteraner Mediziner entschieden sich für einen retroperitoneoskopischen Zugang zur Niere, was bedeutet, dass der Patient während der Operation auf der Seite liegt und die Niere über die Flanke endoskopisch operiert werden kann. PD Dr. Christian Wülfing und sein Team sind die weltweit ersten, die diesen Eingriff vorgenommen haben und unterstreichen damit die erstklassige und fortschrittliche medizinische Versorgung am UKM.

Weitere Informationen finden Sie unter
klinikum.uni-muenster.de


Krebszeitung

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    Den entscheidenden Vorteil der neuen Therapie erläutert Prof. Dr. Roland Brüning, Chefarzt der Radiologie der Asklepios Klinik Barmbek: „Im Gegensatz zur herkömmlichen Chemotherapie können wir hier eine wesentlich höhere Dosierung einsetzen – denn die Therapie wirkt lokal begrenzt; praktisch nur die Leber kommt in Kontakt mit der chemotherapeutischen Substanz.“ Danach werden die eingesetzten Medikamente mithilfe eines Filtersystems wieder aus dem Körper entfernt. Ermöglicht wird dies durch ein spezielles Kathetersystem, das einen geschlossenen Blutkreislauf mit der Leber hergestellt (siehe beigefügte Grafik).

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