Neue Operationsverfahren unter Einsatz von titanisierten Netzen

Plazierung des TiLOOP-Four Netzes
Plazierung des TiLOOP-Four Netzes
Plazierung des TiLOOP-Four Netzes
Plazierung des TiLOOP-Four Netzes

(Berlin) Vaginale Netzinterpositionen haben in der Deszensuschirurgie eine rasante Entwicklung genommen. Verschiedenste Materialien wurden bisher angewandt. Es hat sich aber in den letzen Jahren gezeigt, dass titanbeschichtete Polypropylen-Netze die besten Eigenschaften mit den geringsten Komplikationen aufweisen. Während des Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG), vom 16.-19.September 2008 im Hamburger CCH, erläutert Dr. med. Jörg Neymeyer, vom Berliner Kontinenzzentrum, die Vorteile und stellt neueste Operationsmethoden zu diesem Thema vor.

Durch die Oberflächenveredelung mittels Titanisierung und die geringe Netzdicke (extralight 16g/m2 oder 35g/m2) wurden die Eigenschaften von Netzimplantaten gegenüber den herkömmlichen unbehandelten Netzen optimiert. Somit können die optimalen biomechanischen Eigenschaften bei geringem Fremdmaterialanteil als auch die antibakterizide Wirkung und geringe Narbenbildung sinnvoll bei der Beckenbodenrekonstruktion und der minimalinvasiven Behandlung der weiblichen Stressharninkontinenz eingesetzt werden.

Bereits im vergangen Jahr konnte die Forschergruppe um Dr. Neymeyer in einer tierexperimentellen Untersuchung die Vorteile titanbeschichteter Polypropylen-Netzimplantate für urogynäkologische Plastiken unter Bedingungen einer begleitender Darmchirurgie beweisen, die während des DGGG-Kongress vorgestellt wird.

Darüber hinaus entwickelte Dr. Neymeyer, vom Berliner Kontinenzzentrum, einfachere und sichere Operationsverfahren zur Konnektierung der Fäden an den zu verwendenden helikalen oder retropubischen Nadeln und deren Befestigung mittels Schlaufenschlingen an den Netzenden. Zu diesen Operationsverfahren werden erstmalig Videos in deutscher und englischer Sprache per DVD auf dem DGGG-Kongress verfügbar sein, die Sie auf dem Stand der Industrieausstellung der pfm – Produkte für die Medizin AG erhalten können. Falls diese vergriffen sind, können Sie diese bei der pfm AG unter: www.pfm-ag.de bestellen.

Pressemitteilung anlässlich des DGGG-Kongress 2008, Detlef Höwing

 


Krebszeitung

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    Brustkrebs

    Das Mammakarzinom ist mit Abstand das häufigste Karzinom der Frau. Zur Erkennung und Behandlung stehen unterschiedliche Möglichkeiten zur Verfügung. Neben der Mammografie ist die Mammasonografie die Technik mit der besten Entdeckungsrate. Im Vergleich zur Röntgenmammografie hat die Mammasonografie nicht das Risiko einer Strahlenbelastung.

    In Deutschland wird als technische Voraussetzung für eine Mammasonografie ein linearer Ultraschallkopf mit einer Sendefrequenz von 7 MHz und mehr zur sonografischen Untersuchung der Brust gefordert. Eine spezielle Ausbildung für diese Fertigkeit, im Rahmen der meist fünfjährigen Ausbildungszeit zum Facharzt für Frauenheilkunde oder Radiologie, ist nicht immer gegeben. Die Anzahl der nachzuweisenden sonografischen Untersuchungen ist festgelegt. Es wird gefordert, dass sonografisch tätige Ärzte, die diese Untersuchungen durchführen wollen, spezielle Kurse besuchen.

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    Professor Thomas Hellweg injiziert eine Probe mit Mikrogelen in die bisherige Röntgenanlageder Fakultät für Chemie. Im Vordergrund ist eine Flasche mit Mikrogelen zu sehen, die in Wassergelöst sind.  - Quelle: Universität BielefeldMit mehr als 600.000 Euro unterstützen die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) und das Wissenschaftsministerium Nordrhein-Westfalen die Anschaffung einer neuen Röntgenanlage für die naturwissenschaftlichen Fakultäten der Universität Bielefeld. Die Forscherinnen und Forscher analysieren mit dem Gerät künftig Materialien, die tausend Mal kleiner sind als ein typisches Bakterium. Präzise heißt das Gerät Röntgenkleinwinkeldiffraktometer. Mit seiner Hilfe wollen die Wissenschaftler Nano-Materialien entwickelten, um beispielsweise Medikamente treffsicherer zu machen und Giftstoffe zu neutralisieren.

    „Röntgentechniken spielen eine große Rolle in der Erforschung von Nano- Materialien – zum Beispiel bei der Entwicklung intelligenter Trägermaterialien für Medikamente“, sagt Professor Dr. Thomas Hellweg von der Fakultät für Chemie. Er war federführend für den DFG-Antrag zuständig, den er erfolgreich zusammen mit Kolleginnen und Kollegen aus den Fakultäten für Physik, Biologie und Chemie gestellt hat. „Wir wollen das Gerät unter anderem für die Untersuchung von intelligenten Mikrogelen einsetzen. Mit ihnen lassen sich Medikamente in den Körper transportieren, um genau dort freigesetzt zu werden, wo sie wirken sollen.“

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